Hallo zusammen,
ich glaube, eigentlich wollte sie gerade den Tatort gucken. Und nach 10 Minuten hat sie ihn auch geguckt - das weiß ich nicht so genau, denn da war ich schon wieder offline.
Won wem ich rede?
Ach so, hatte ich vergessen: von einer meiner Kolleginnen, die einfach immer da sind - sogar dann, wenn man gar nicht merkt, dass man sie braucht.
Das war so: ich glaube, ich hatte schon mal irgendwo erwähnt, von was ich alles keine Ahnung habe. Wenns recht ist, würde ich diese Liste gerne erweitern - und zwar um das Thema PC-Anwendung und - Technik in jeglicher Form.
Grundsätzlich bin ich damit ganz gut um die Ecke gekommen, bis so grauenhafte Aufgaben wie Blog einrichten und Homepage pflegen in mein Leben gestolpert sind.
Diese meine Kollegin nun hatte mich dezent darauf hingewiesen, dass sie einen meiner Blog-Artikel kommentieren wollte und an den Einstellungen gescheitert ist. Ich sollte die doch mal so ändern, dass man ohne einen account einzurichten auch kommentieren kann - also sinngemäß, ein Bier trinken kann, ohne gleich die ganze Kneipe zu pachten.
Irgendwie nachvollziehbar - für mich aber in der Abteilung "muss das sein?" und damit auf Platz 273 meiner to-do-Liste. Und genau das habe ich ihr dann auch geschrieben - mich höflich bedankend natürlich.
Und was macht sie?
Sie gibt mir einen weiteren Tipp und endet mit dieser Frage:
Was steht denn auf Platz 1 deiner to-do-Liste? (Diese Coaches!!!)
Und: Brauchst du jemanden zum Priorisieren? (und das mitten im Tatort!)
Was dann folgte, waren 10 Min. online-Coaching per Chat (denn auch Coaches brauchen Coaches ;) multitasked inklusive Tatort gucken.
Ja, Priorisieren ist schon mal ne feine Sache - fast so wie Urlaubsgefühle im Alltag - das hatte ich vor ein paar Tagen auch gerade beschlossen. Meine Entscheidung war: zur Abwechselung mal wieder ganz normale nette Zeiten mit meinen Lieben zu verbringen.
Und genau das hab ich dann auch gemacht:
mitten am Tag mit meinem Mann Essen gewesen,
abends mit Freunden ein tolles Konzert besucht,
mit meinem Sohn über unser Provinz-Fest gezogen,
einen schönen Betriebsausflug mit meinen Kollegen gemacht
danach mit Freunden und Familie auf besagtem ödem Stadtfest schön ausgiebig Kaffee getrunken und die nächsten Kino-Dates verabredet
und mit 2 Freundinnen schön lange telefoniert und Treffen ausgemacht
All das fiel mir ein bei der Frage meiner Kollegin nach Platz 1 meiner Liste - denn meine neue Arbeit macht mir so viel Spaß, dass ich zeitweise einfach vergesse, diese schönen Momente möglich zu machen.
Gegen das Vergessen helfen ja bekanntlich reminder, aber was hilft gegen das Vergessen von Remindern?
Was hilft dagegen, mit dem Kind ein Buch anzuschauen und parallel zu überlegen, welche Mails noch zu beantworten sind?
Und was hilft dagegen, am PC zu arbeiten und plötzlich von einem gerade zurückgekehrten Schulkind nach dem aktuellen Mittagessen gefragt zu werden (das es natürlich noch nicht gibt!)?
Was hilft gegen das parallele Aufploppen von Facebook-Nachrichten und 3 verschiedenen Elternbriefen mit Anhängen für Unterschriften und Angaben darüber, wer welchen Salat wann wohin mitbringen kann (und warum nicht?)
Und was hilft dagegen, den Sohn zum Gitarre üben zu motivieren während endlich die erwartete Antwort vom Auftraggeber mit der Bitte um schnelle Rückmeldung reinschneit?
Ganz ehrlich - Multitasking ist es nicht, jedenfalls nicht für mich - das habe ich lange lange ausprobiert.
Es endet irgendwo zwischen Überforderung und gebügelten Hemden im Gefrierschrank (kein Witz - das hat mir heute eine Kollegin auf dem Betriebsausflug erzählt).
Und es endet zwischen abgehakten Posten und eben eingefrorenen Gefühlen - deutlich daran zu erkennen, dass man selbst in der ausgewiesenen Arbeitszeit plötzlich anfängt rumzutrödeln und sich zu verzetteln.
Und da bin ich auch wieder bei der Motivation für diesen Blog hier:
verschiedenes unter einen Hut bringen ist für mich oft weniger eine Frage der Zeit, als eine danach, was jetzt gerade dran ist und vor allem, wer.
An diesem Wochenende war ich dran mit vielen schönen Erlebnissen - und damit kann ich auch der nächsten Woche sehr gelassen entgegen sehen.
Ich melde mich übrigens, sobald ich Platz 273 der Liste erreicht und die Kommentarfunktion für meine Blogs neu eingestellt habe - oder ich frage direkt jemand, der sich damit auskennt ;)
Und jetzt bin ich schon wieder dran - diesmal mit Schlafen gehen!
Eine schöne Woche und ganz besonders viel Spaß beim Priorisieren :)
Frau W aus F
Urlaubsgefühle sind eine feine Sache und ganz besonders, wenn sie sich auch im Alltag breit machen können - wie das gehen kann, wenn man nicht nur Familie und Job, sondern auch noch viele eigene Interessen unter einen Hut bringen will, ohne einen täglichen Nervenzusammenbruch zu bekommen? Da habe ich manchmal (k)eine Lösung, bewundere aber in regelmäßigen Abständen das Problem ;) *doch, ich kann Englisch: der Titel ist ein O-Ton einer Szene aus dem Film "Shopping"
Sonntag, 2. September 2012
Sonntag, 26. August 2012
Wenn du keine Ahnung hast, einfach mal Schn... halten - oder: fragen Sie jemanden... Teil 2
Hallo zusammen,
zugegeben - der Titel ist dezent provokativ und eine passgenaue Vorlage zum Eigentor obendrein. Trotzdem - oder gerade deshalb muss ich jetzt darüber schreiben.
Die Sache mit dem Eigentor wird übrigens genau jetzt brandaktuell, weil ich dringend darüber schreiben möchte, wovon ich keine Ahnung habe. (Keine Angst, ich schreibe nicht über alles, wovon ich keine Ahnung habe - das könnte sonst ein mehrbändiges Manifest werden - nein ich schreibe nur von einem klitzekleinen Ausschnitt von der gesamten Materie).
Ich habe - zum Beispiel - keinerlei Ahnung davon, wie man einen schönen Garten anlegt, ein mehrgängiges Menu für eine überschaubare Anzahl von Gästen zaubert oder wie man sich selbständig macht. Also halte ich in allen diesen Bereichen mal schön die Schn....
Letzteres brauche ich aber gerade - also muss ich mich wohl oder übel damit beschäftigen.
Ich habe also diverse ganz ausgezeichnete Internetseiten abgeklappert und viel höchst hilfreiche Informationen gesammelt. Man glaubt es kaum: es hat mir sogar Spaß gemacht und ich konnte tatsächlich Begriffe wie Einnahme-Überschussrechnung und ähnliches lesen, ohne mich zwischen Dauer-Blackout und dem mehrfach zitierten Nervenzusammenbruch hin- und her zu hangeln.
Und - hat mir das etwas gebracht?
Nein - natürlich nicht (sonst würde ich hier ja auch nicht darüber schreiben)!
Habe ich jemanden gefragt, der sich mit so was auskennt?
Nein - habe ich nicht aus dem sicheren Instinkt heraus, keine einzige der vermutlich gestellten Rückfragen auch nur ansatzweise beantworten zu können - womit wir wieder beim Thema keine Ahnung=Schn.... halten wären ;)
Und so hatte ich einen Haufen guter Informationen und immer noch keinerlei Ahnung, ob ich mir für mich tatsächlich eine selbständige Tätigkeit wünsche - oder genauer: ob ich bzw. mein "Business" dazu die notwendigen Voraussetzungen überhaupt mitbringt.
In diesem Zustand fand ich dann eine Einladung zu einem Seminartag für Unternehmerinnen und Selbständige.
Der Seminartag war vorgestern.
Ich war da.
Jetzt ist alles klar.
Es ist klar, was ich möchte - es ist klar, was es braucht - es ist klar, was ich davon schon habe und es ist klar, wie ich jetzt weiterkomme.
Es muss daran gelegen haben, dass sich die beiden Referentinnen und die Organisatorin damit auskennen (nun, das taten die Betreiber meiner Internet-Seiten auch).
Es muss daran gelegen haben, dass sie sich damit auskennen, wie man viel Stoff gut strukturiert und methodisch gut gestaltet, wie man Gruppen gut führt und jedem einzelnen den nötigen Freiraum erhält (und wie man das Ganze gut organisiert und schmerzfrei über die Bühne bringt natürlich auch).
Und es muss daran gelegen haben, dass sie sich damit auskennen, wie man sich fühlt, wenn man gerade Orientierung sucht.
Aber vor allem war da wieder diese Begeisterung zu spüren von einem Team, das genau das macht, was es wirklich von Herzen gerne tut: eine sehr strukturierte Organisatorin im Vorfeld, eine hochmotivierte und herzliche Referentin und eine sehr kreative methodische Anleiterin.
Da haben wir´s mal wieder:
wenn sich die richtigen Leute zusammen tun, kommt etwas großartiges zustande - und: keiner muss alles können!
Und ich - ich weiß jetzt genau das, was ich gebraucht habe, um meine Situation richtig einschätzen und eine gute Entscheidung treffen zu können.
An dieser Stelle auch ganz herzlichen Dank an alle, die mich für mein "Business" bestärkt und ermutigt haben - das hat vieles erst ins Rollen gebracht.
Aber für diese Einschätzung musste ich doch jemanden fragen, der sich mit so was auskennt.
Und die Moral von der Geschicht:
halte deine Schn... nicht (sondern frag jemanden, der sich mit sowas auskennt ;)
Noch ein Absacker zu diesem Thema gefällig?
Neulich erzählte eine Frau auf einer Feier folgende Geschichte:
sie hatte ihr Auto geparkt, war fröhlich Richtung Feier gelaufen und stand plötzlich vor einem Maschendrahtzaun. Das Ganze sah bereits nach einem gepflegten Rückzug inkl. Riesen-Umweg aus, da sah sie ein paar Kinder und fragte: "Sagt mal, wisst ihr, wo der Zaun aufhört und ich da vorbei komme?" "Komm mit", sagte ein kleines Kind und lispelte weiter durch seine Zahnlücke:"der Zzzaun hat an einer Stelle ein Loch - ich zzzeigs dir".
Also - nix Schn... halten und auch nicht selber experimentieren - fragen ist die Devise ;)
Dann mal eine schöne Woche in die Runde - meine to-do-Liste freut sich schon - und ich mich auch:)
Frau W aus F
zugegeben - der Titel ist dezent provokativ und eine passgenaue Vorlage zum Eigentor obendrein. Trotzdem - oder gerade deshalb muss ich jetzt darüber schreiben.
Die Sache mit dem Eigentor wird übrigens genau jetzt brandaktuell, weil ich dringend darüber schreiben möchte, wovon ich keine Ahnung habe. (Keine Angst, ich schreibe nicht über alles, wovon ich keine Ahnung habe - das könnte sonst ein mehrbändiges Manifest werden - nein ich schreibe nur von einem klitzekleinen Ausschnitt von der gesamten Materie).
Ich habe - zum Beispiel - keinerlei Ahnung davon, wie man einen schönen Garten anlegt, ein mehrgängiges Menu für eine überschaubare Anzahl von Gästen zaubert oder wie man sich selbständig macht. Also halte ich in allen diesen Bereichen mal schön die Schn....
Letzteres brauche ich aber gerade - also muss ich mich wohl oder übel damit beschäftigen.
Ich habe also diverse ganz ausgezeichnete Internetseiten abgeklappert und viel höchst hilfreiche Informationen gesammelt. Man glaubt es kaum: es hat mir sogar Spaß gemacht und ich konnte tatsächlich Begriffe wie Einnahme-Überschussrechnung und ähnliches lesen, ohne mich zwischen Dauer-Blackout und dem mehrfach zitierten Nervenzusammenbruch hin- und her zu hangeln.
Und - hat mir das etwas gebracht?
Nein - natürlich nicht (sonst würde ich hier ja auch nicht darüber schreiben)!
Habe ich jemanden gefragt, der sich mit so was auskennt?
Nein - habe ich nicht aus dem sicheren Instinkt heraus, keine einzige der vermutlich gestellten Rückfragen auch nur ansatzweise beantworten zu können - womit wir wieder beim Thema keine Ahnung=Schn.... halten wären ;)
Und so hatte ich einen Haufen guter Informationen und immer noch keinerlei Ahnung, ob ich mir für mich tatsächlich eine selbständige Tätigkeit wünsche - oder genauer: ob ich bzw. mein "Business" dazu die notwendigen Voraussetzungen überhaupt mitbringt.
In diesem Zustand fand ich dann eine Einladung zu einem Seminartag für Unternehmerinnen und Selbständige.
Der Seminartag war vorgestern.
Ich war da.
Jetzt ist alles klar.
Es ist klar, was ich möchte - es ist klar, was es braucht - es ist klar, was ich davon schon habe und es ist klar, wie ich jetzt weiterkomme.
Es muss daran gelegen haben, dass sich die beiden Referentinnen und die Organisatorin damit auskennen (nun, das taten die Betreiber meiner Internet-Seiten auch).
Es muss daran gelegen haben, dass sie sich damit auskennen, wie man viel Stoff gut strukturiert und methodisch gut gestaltet, wie man Gruppen gut führt und jedem einzelnen den nötigen Freiraum erhält (und wie man das Ganze gut organisiert und schmerzfrei über die Bühne bringt natürlich auch).
Und es muss daran gelegen haben, dass sie sich damit auskennen, wie man sich fühlt, wenn man gerade Orientierung sucht.
Aber vor allem war da wieder diese Begeisterung zu spüren von einem Team, das genau das macht, was es wirklich von Herzen gerne tut: eine sehr strukturierte Organisatorin im Vorfeld, eine hochmotivierte und herzliche Referentin und eine sehr kreative methodische Anleiterin.
Da haben wir´s mal wieder:
wenn sich die richtigen Leute zusammen tun, kommt etwas großartiges zustande - und: keiner muss alles können!
Und ich - ich weiß jetzt genau das, was ich gebraucht habe, um meine Situation richtig einschätzen und eine gute Entscheidung treffen zu können.
An dieser Stelle auch ganz herzlichen Dank an alle, die mich für mein "Business" bestärkt und ermutigt haben - das hat vieles erst ins Rollen gebracht.
Aber für diese Einschätzung musste ich doch jemanden fragen, der sich mit so was auskennt.
Und die Moral von der Geschicht:
halte deine Schn... nicht (sondern frag jemanden, der sich mit sowas auskennt ;)
Noch ein Absacker zu diesem Thema gefällig?
Neulich erzählte eine Frau auf einer Feier folgende Geschichte:
sie hatte ihr Auto geparkt, war fröhlich Richtung Feier gelaufen und stand plötzlich vor einem Maschendrahtzaun. Das Ganze sah bereits nach einem gepflegten Rückzug inkl. Riesen-Umweg aus, da sah sie ein paar Kinder und fragte: "Sagt mal, wisst ihr, wo der Zaun aufhört und ich da vorbei komme?" "Komm mit", sagte ein kleines Kind und lispelte weiter durch seine Zahnlücke:"der Zzzaun hat an einer Stelle ein Loch - ich zzzeigs dir".
Also - nix Schn... halten und auch nicht selber experimentieren - fragen ist die Devise ;)
Dann mal eine schöne Woche in die Runde - meine to-do-Liste freut sich schon - und ich mich auch:)
Frau W aus F
Sonntag, 19. August 2012
"Ssänk you for travelling - oder: warum man am besten vorwärts komt, wenn man bleibt, wo man ist"
Hallo zusammen,
meine Erlebnisse, über die ich heute schreiben möchte, erstrecken sich über einen Zeitraum von 3 Tagen - erkennbar an den entsprechenden Überschriften - und jetzt geht es los mit diesem Video! Kommentar überflüssig - hoher Unterhaltungswert und besseres Verständnis für die real-life-story unten
garantiert: http://www.youtube.com/watch?v=wXjhszy2f9w
Tag1:
Jetzt habe ich Zeit.
Ich war natürlich wieder einmal zu spät - zu spät mit Packen, zu spät mit Essen und zu spät mit losgehen. Den Bus habe ich gut gekriegt, aber ich war leider auch zu spät gewesen, um mir noch Bargeld zu besorgen. Ich kenne das alles schon und auch den Stress, den das normalerweise nach sich zieht.
Diesmal nicht.
Warum?
Richtig: Die Deutsche Bahn - dein Freund und Helfer oder so ähnlich.
Als ich zum Bahnhof kam, zeigte die Tafel bereits 20 Min. Verspätung an; ich konnte mich also beruhigt auf die Suche nach einem Geldautomaten machen - der erste war deffekt und der zweite unverschämt teuer und einen dritten gab es leider nicht.
Inzwischen zeigte die Tafel auch bereits 50 Minuten Verpätung an und ich machte mich auf die Suche, irgendwo etwas trinken zu gehen und gleichzeitig die Anzeigetafel weiter im Blick zu behalten.
Und da sitze ich nun bei einem ebenfalls überteuerten Glas Orangensaftschorle - und am besten bleibe ich, wo ich bin - so kann ich schnell reagieren, wenn die Tafel etwas Neues melden sollte.
Jetzt habe ich Zeit: die Verspätung beträgt aktuell 60 Minuten und ich lese dazu die Anzeige, wegen eines Deffektes doch bitte nur die Wagen in den Abschnitten A-C zu benutzen. Wenn das alle wollen, na denn Prost.
Und jetzt wird mein Zug aufgerufen - 5 Min. eher als gedacht - ich muss mich jetzt beeilen.
Ich habe schon wieder Zeit - diesmal im Zug - der Zug steht - seit 10 Minuten - die schadhaften Teile müssen noch ausgewechselt werden - kein Witz!
Und dazu hatte ich auch noch mehr Glück als Verstand: Meinen Zug mit Platzreservierung 2 Sd. vorher hatte ich ja sausen lassen, weil ich die Zeit einfach noch zum arbeiten brauchte. Können Sie sich vorstellen, wie das aussieht Freitag nachmittags mit 60 Minuten Verspätung und 2 kaputten Zugbereichen? Die Leute haben sich gestapelt, die Zug-Tür landete direkt vor meiner Nase und nun habe ich sogar einen Sitzplatz und Zeit! München, ich komme.
Ich bin nämlich gerade auf dem Weg zu einem Treffen mit meinen wunderbaren Coaching-Kollegen. Es gibt bereits eine großartige Agenda und bestimmt viel zu tun - und trotzdem fühlt es sich gar nicht an wie Arbeit. Ich berichte auf der Rückkfahrt.
Tag 2:
Ich musste mich beeilen.
Ich war pünktlich mit dem Wecker, sogar mit dem Aufstehen und mit der Dusche. Dann kam eine wichtige SMS, eine zweite, eine Nachricht auf dem AB und schließlich auch der Telefonanruf selbst. Und so war ich zu spät beim Frühstück und damit, das Hotel in Richtung Treffpunkt zu verlassen. Ein Kollege hatte mir noch eine ungefähre Richtung gezeigt, aber die Erklärung erwies sich für meine mangelhafte Orientierung als nicht wirklich hilfreich. Die Zeit lief - ich auch, aber viel zu weit. Da klingelte mein Handy. Mein Kollegen hatten bereits eine interne Vermisstenanzeige aufgegeben und ich hörte plötzlich eine liebe, freundliche Stimme an meinem Ohr. Nach ein paar Sätzen hin und her sagte meine Kollegin den entscheidenden Satz: "Bleib, wo du bist - ich hole dich ab".
Ja, dachte ich so sind sie meine lieben Kollegen: sie holen einen ab, wo man ist - ohne Ärger, ohne Vorwurf, ohne Besserwisserei.
Und so war es das gesamte Wochenende - doch dazu später mehr.
Tag 3:
Jetzt habe ich keine Zeit mehr.
Ich sitze schon wieder im Zug - diesmal auf der Rückfaht - ganz ohne Verspätung - eine Zug früher, als geplant - damit wieder ohne Resevierung, dafür mit Fensterplatz und funktionierender Klimaanlage - was will man mehr?
Aber warum habe ich keine Zeit?
Das ist so: ich komme von diesem wunderbaren Kollegen-Treffen. Wir hatten Zeit, aber natürlich nicht genug. Und trotzdem haben wir so viel geschafft, wie man es sich nur vorstellen kann. Und wir hatten sehr viel Spaß miteinander, viele Gelegenheiten für tolle Gespräche und Input wie immer auf allen Kanälen.
Wie macht man das? Wie kriegt man so viel Vergnügen und so viel Weiterkommen unter einen Hut?
Es ist wie immmer eigentlich ganz einfach: jeder bringt sich genau nach seinen persönlichen Möglichkeiten ein. Manche übernehmen die Führung, andere bringen hilfreiche Ergänzungen oder Einwände. Wieder andere erinnern an die Zeiplanung, die nächsten sorgen für Leib und Seele während der Pausen. Aber alle bringen ihre Impulse und Ideen so ein, wie sie es gerne machen.
Und jeder darf bleiben, wo er ist - es ist ja immer jemand da, der ihn oder sie dort abholt.
Das Ergebnis:
eine großartige Mischung, in der jeder und jedes seines Platz hat und die Energie entsteht, die dafür sorgt, dass das auch in Zukunft so bleiben wird.
Und ich - ich sitze im Zug, schaue meine kaum lesbaren Stichworte von diesem Wochenende durch und schreibe außer dieser Kolumne meine to-do-Liste für die nächste Zeit.
Und nichts davon fühlt sich wie Arbeit an.
Sssänk you for travelling, dier Deutsche Bahn - einen ganz besonders lieben Dank an meine tolle Kollegen-Gruppe und allen eine schöne, sonnige Woche
Frau W aus F
meine Erlebnisse, über die ich heute schreiben möchte, erstrecken sich über einen Zeitraum von 3 Tagen - erkennbar an den entsprechenden Überschriften - und jetzt geht es los mit diesem Video! Kommentar überflüssig - hoher Unterhaltungswert und besseres Verständnis für die real-life-story unten
garantiert: http://www.youtube.com/watch?v=wXjhszy2f9w
Tag1:
Jetzt habe ich Zeit.
Ich war natürlich wieder einmal zu spät - zu spät mit Packen, zu spät mit Essen und zu spät mit losgehen. Den Bus habe ich gut gekriegt, aber ich war leider auch zu spät gewesen, um mir noch Bargeld zu besorgen. Ich kenne das alles schon und auch den Stress, den das normalerweise nach sich zieht.
Diesmal nicht.
Warum?
Richtig: Die Deutsche Bahn - dein Freund und Helfer oder so ähnlich.
Als ich zum Bahnhof kam, zeigte die Tafel bereits 20 Min. Verspätung an; ich konnte mich also beruhigt auf die Suche nach einem Geldautomaten machen - der erste war deffekt und der zweite unverschämt teuer und einen dritten gab es leider nicht.
Inzwischen zeigte die Tafel auch bereits 50 Minuten Verpätung an und ich machte mich auf die Suche, irgendwo etwas trinken zu gehen und gleichzeitig die Anzeigetafel weiter im Blick zu behalten.
Und da sitze ich nun bei einem ebenfalls überteuerten Glas Orangensaftschorle - und am besten bleibe ich, wo ich bin - so kann ich schnell reagieren, wenn die Tafel etwas Neues melden sollte.
Jetzt habe ich Zeit: die Verspätung beträgt aktuell 60 Minuten und ich lese dazu die Anzeige, wegen eines Deffektes doch bitte nur die Wagen in den Abschnitten A-C zu benutzen. Wenn das alle wollen, na denn Prost.
Und jetzt wird mein Zug aufgerufen - 5 Min. eher als gedacht - ich muss mich jetzt beeilen.
Ich habe schon wieder Zeit - diesmal im Zug - der Zug steht - seit 10 Minuten - die schadhaften Teile müssen noch ausgewechselt werden - kein Witz!
Und dazu hatte ich auch noch mehr Glück als Verstand: Meinen Zug mit Platzreservierung 2 Sd. vorher hatte ich ja sausen lassen, weil ich die Zeit einfach noch zum arbeiten brauchte. Können Sie sich vorstellen, wie das aussieht Freitag nachmittags mit 60 Minuten Verspätung und 2 kaputten Zugbereichen? Die Leute haben sich gestapelt, die Zug-Tür landete direkt vor meiner Nase und nun habe ich sogar einen Sitzplatz und Zeit! München, ich komme.
Ich bin nämlich gerade auf dem Weg zu einem Treffen mit meinen wunderbaren Coaching-Kollegen. Es gibt bereits eine großartige Agenda und bestimmt viel zu tun - und trotzdem fühlt es sich gar nicht an wie Arbeit. Ich berichte auf der Rückkfahrt.
Tag 2:
Ich musste mich beeilen.
Ich war pünktlich mit dem Wecker, sogar mit dem Aufstehen und mit der Dusche. Dann kam eine wichtige SMS, eine zweite, eine Nachricht auf dem AB und schließlich auch der Telefonanruf selbst. Und so war ich zu spät beim Frühstück und damit, das Hotel in Richtung Treffpunkt zu verlassen. Ein Kollege hatte mir noch eine ungefähre Richtung gezeigt, aber die Erklärung erwies sich für meine mangelhafte Orientierung als nicht wirklich hilfreich. Die Zeit lief - ich auch, aber viel zu weit. Da klingelte mein Handy. Mein Kollegen hatten bereits eine interne Vermisstenanzeige aufgegeben und ich hörte plötzlich eine liebe, freundliche Stimme an meinem Ohr. Nach ein paar Sätzen hin und her sagte meine Kollegin den entscheidenden Satz: "Bleib, wo du bist - ich hole dich ab".
Ja, dachte ich so sind sie meine lieben Kollegen: sie holen einen ab, wo man ist - ohne Ärger, ohne Vorwurf, ohne Besserwisserei.
Und so war es das gesamte Wochenende - doch dazu später mehr.
Tag 3:
Jetzt habe ich keine Zeit mehr.
Ich sitze schon wieder im Zug - diesmal auf der Rückfaht - ganz ohne Verspätung - eine Zug früher, als geplant - damit wieder ohne Resevierung, dafür mit Fensterplatz und funktionierender Klimaanlage - was will man mehr?
Aber warum habe ich keine Zeit?
Das ist so: ich komme von diesem wunderbaren Kollegen-Treffen. Wir hatten Zeit, aber natürlich nicht genug. Und trotzdem haben wir so viel geschafft, wie man es sich nur vorstellen kann. Und wir hatten sehr viel Spaß miteinander, viele Gelegenheiten für tolle Gespräche und Input wie immer auf allen Kanälen.
Wie macht man das? Wie kriegt man so viel Vergnügen und so viel Weiterkommen unter einen Hut?
Es ist wie immmer eigentlich ganz einfach: jeder bringt sich genau nach seinen persönlichen Möglichkeiten ein. Manche übernehmen die Führung, andere bringen hilfreiche Ergänzungen oder Einwände. Wieder andere erinnern an die Zeiplanung, die nächsten sorgen für Leib und Seele während der Pausen. Aber alle bringen ihre Impulse und Ideen so ein, wie sie es gerne machen.
Und jeder darf bleiben, wo er ist - es ist ja immer jemand da, der ihn oder sie dort abholt.
Das Ergebnis:
eine großartige Mischung, in der jeder und jedes seines Platz hat und die Energie entsteht, die dafür sorgt, dass das auch in Zukunft so bleiben wird.
Und ich - ich sitze im Zug, schaue meine kaum lesbaren Stichworte von diesem Wochenende durch und schreibe außer dieser Kolumne meine to-do-Liste für die nächste Zeit.
Und nichts davon fühlt sich wie Arbeit an.
Sssänk you for travelling, dier Deutsche Bahn - einen ganz besonders lieben Dank an meine tolle Kollegen-Gruppe und allen eine schöne, sonnige Woche
Frau W aus F
Samstag, 11. August 2012
Vorher-Nachher-Geschichten oder: "Fragen Sie jemanden, der sich mit so was auskennt"
Hallo zusammen,
es hat geklappt: ich habe heute nach 6 Wochen vor mir herschieben doch tatsächlich 8 Schulbücher eingebunden (das ist nicht neu), es hat mich nicht allzu viel Zeit gekostet (da kommen wir der Sache schon näher) und - und das ist der eigentliche Gipfel: ganz ohne Nervenzusammenbruch!
Ich vermute mit dem Einbinden von Schulbüchern ist es so ähnlich wie mit dem Packen für den Urlaub: die einen können`s und die anderen eben nicht.
Eben nicht ist allerdings so eine Sache, denn auch diese Personengruppe muss sich mit dem schmerzlichen Thema irgendwie auseinandersetzen.
Wie das funktionieren kann und wie gar nicht, dazu hier meine persönliche Vorher-Nachher-Geschichte:
Es muss so ungefähr 10 Jahre her sein, das war ich mit meinem damaligen Chor auf einem Probenwochenende. Wir bekamen neue Chorbücher - tolle Chorbücher - wertvolle, schöne und funkelnagelneue Chorbücher - sie mussten eingebunden werden.
Ich meine, es muss sowas gewesen sein wie "Ich hasse Bücher einbinden", was mir im Gespräch mit meinen Chorkollegen rausrutschte. Ich hatte mich zu dem Zeitpunkt bereits durch 2 Schuljahrgänge meiner Kinder mit diesem Thema gequält und wusste ganz genau wovon ich sprach: von rutschenden Folien und schierer Verzweiflung.
Jedenfalls bekam ich damals prompt die Quittung: Eine geschmeidige Mit-Zwanzigerin meinte "Also ich mach das gerne - ich hab immer für alle meine Geschwister alle Bücher eingebunden" - sprachs, band ein und siegte.
Seit dem habe ich mich weiter gequält - mit den Schulbüchern meiner Kinder, bis zu der Begegnung, die mein Leben für immer verändern sollte - wenigstens in diesem Punkt - und damit kommen wir zum Nachher:
Es war eine Sitzung im Förderverein unserer Grundschule, in der es naturgemäß diverse Aufgaben zu verteilen gab - unter anderem - richtig: das Einbinden von Büchern für die Schulbibliothek. (Ich glaube, ich werde nie verstehen, warum es keinen Etat zum Renovieren von Klassenräumen, Packen von Umzugskisten und vollständigem Einrichten von Schulbibliotheken an unseren allgemeinbildenden Schulen gibt, aber das ist ein anderes Thema).
"Wer kann sich mal einen Abend Zeit nehmen und eine von diesen Kisten einbinden?", fragte die Vorsitzende vom Förderverein geschickt. Nachdem spontan und ohne zu zögern 3 Hände hochgegeangen waren, traute ich mich, zu sagen:"Wie macht ihr das? Ich brauch`dafür Stunden". Das war natürlich untertrieben, aber "Tage" wollte ich einfach nicht sagen. "Mir ging das früher auch so, aber da gibts einen Trick, wie das ganz schnell und einfach geht - ich komm vorbei und zeigs dir", sagte eine meiner Mutter-Kolleginnen. Ergebnis: wir hatten einen netten Abend und ich für den Rest meines Lebens eine bessere Technik.
Seitdem kann ich also Bücher einbinden - um genauer zu sein, übe ich das und werde doch tatsächlich von Jahr zu Jahr geschickter und, wie ich heute erfreut festellen durfte, auch schneller.
Und was lernen wir daraus: "Fragen Sie jemanden, der sich damit auskennt" :)
Das, womit sich meine nette Unterstützerin da auskannte war zweierlei: zum einen mit dem Bücher einbinden selbst (aber das konnte meine Chorkollegin ja auch). Zum anderen aber damit - und das ist das Entscheidende -, wie blöd man sich dabei vorkommt, wie genervt man davon ist und welche Technik diese Aufgabe leichter macht.
Man sollte also besser sagen: "Fragen Sie jemanden, der mal damit Schwierigkeiten hatte und sich jetzt damit auskennt"
(zugegeben: der Satz geht so werbetechnisch gar nicht - noch nicht mal für die gelben Seiten - aber er stimmt und er gilt aus meiner Sicht für jede Lebenslage).
By the way: ich kenne ganz viele Leute, die sich mit vielen verschiedenen Themen sehr gut auskennen - wer also gute Experten sucht, bitte einfach im Kommentar das gesuchte Thema angeben und ich gucke gerne, wer sich mit so was auskennt:)
Interressant ist aber noch die Sache mit dem ausgebliebenen Nervenzusamenbruch. Der setzt sich bei mir im Normalfall aus folgenden Komponenten zusammen:
1. Ich habe überhaupt keine Lust, das zu machen
2. Ich habe noch weniger Lust, das jetzt zu machen
3. Ich habe am wenigsten Lust, dafür länger zu brauchen als unbedingt nötig
4. Ich werde gestört, muss immer wieder von vorne anfangen und es dauert deutlich länger als unbedingt nötig
Was macht man als berufstätige Mutter mit 14-Std.-Tag? Richtig: man legt das ganze in die Abendstunden !
FALSCH: die Abendstunden sind Freizeit, Schulbücher einbinden ist Teil vom Job!!
Und genau das habe ich heute anders gemacht - zum ersten Mal in meiner mehr als 10-jährigen Karriere als Mutter schulpflichtiger Kinder:
1. Ich habe es mir vorgenommen, weil es nun mal jetzt sein muss
2. Ich habe es in den Sa.-Vormittag gelegt, weil es Teil von Familien-Management ist
3. Ich hab es mit einem Blockbuster mit meinen tollen Arbeitskollegen verbunden, weil dann alles doppelt so schnell geht
(wie man einen Blockbuster einsetzt, wenn man effektiv und mit Spaß unliebsame Aufgaben erledigen möchte, darüber habe ich in diesem Blog vor ein paar Monaten geschrieben unter: http://always-look-on-the-right-side-of-life.blogspot.de/2012/05/irgendwie-ist-alles-doch-nur-relativ.html...)
4.Ich habe das Ganze meinen Kindern angekündigt, damit nichts dazwischen kommt - ungefähr so:
"Meine lieben Kinder, eure Mutter wird sich heute Vormittag damit beschäftigen, diese Schulbücher einzubinden. Ich möchte nicht gestört werden - hier ist die Nummer der Giftnotrufzentrale und die vom Kinderschutzbund."
Was soll ich sagen: es hat geklappt - die Bücher sind eingebunden, meinen Nerven geht es ganz ausgezeichnet und meine Kinder haben es auch überlebt.
Überlebt ist auch wieder untertrieben:
mein Sohn hat von sich aus den gesamten Groß-Einkauf eingeräumt, gefühlte 2,3 kg Mini-Kram unter (!) seiner Kommode ausgemistet, den Müll rausgetragen und die Salate fürs Grillen am Abend vorbereitet - und das Ganze äußerst gut gelaunt. Blockbuster sind offensichtlich ansteckend.
Und ich - ich habe anschließend noch in einem Anfall von kreativem Aufräumen 2 schöne Arbeitsplätze für mich eingerichtet - für jede Wetter- und Stimmungslage so zu sagen. Und die Tipps rund ums Organisieren und bei Laune halten am Schreibtisch gibts demnächst hier in diesem Theater.
Montag geht für meine Kinder die Schule wieder los -
und ich freu mich schon jetzt auf meine Arbeit :)
Frau W aus F
es hat geklappt: ich habe heute nach 6 Wochen vor mir herschieben doch tatsächlich 8 Schulbücher eingebunden (das ist nicht neu), es hat mich nicht allzu viel Zeit gekostet (da kommen wir der Sache schon näher) und - und das ist der eigentliche Gipfel: ganz ohne Nervenzusammenbruch!
Ich vermute mit dem Einbinden von Schulbüchern ist es so ähnlich wie mit dem Packen für den Urlaub: die einen können`s und die anderen eben nicht.
Eben nicht ist allerdings so eine Sache, denn auch diese Personengruppe muss sich mit dem schmerzlichen Thema irgendwie auseinandersetzen.
Wie das funktionieren kann und wie gar nicht, dazu hier meine persönliche Vorher-Nachher-Geschichte:
Es muss so ungefähr 10 Jahre her sein, das war ich mit meinem damaligen Chor auf einem Probenwochenende. Wir bekamen neue Chorbücher - tolle Chorbücher - wertvolle, schöne und funkelnagelneue Chorbücher - sie mussten eingebunden werden.
Ich meine, es muss sowas gewesen sein wie "Ich hasse Bücher einbinden", was mir im Gespräch mit meinen Chorkollegen rausrutschte. Ich hatte mich zu dem Zeitpunkt bereits durch 2 Schuljahrgänge meiner Kinder mit diesem Thema gequält und wusste ganz genau wovon ich sprach: von rutschenden Folien und schierer Verzweiflung.
Jedenfalls bekam ich damals prompt die Quittung: Eine geschmeidige Mit-Zwanzigerin meinte "Also ich mach das gerne - ich hab immer für alle meine Geschwister alle Bücher eingebunden" - sprachs, band ein und siegte.
Seit dem habe ich mich weiter gequält - mit den Schulbüchern meiner Kinder, bis zu der Begegnung, die mein Leben für immer verändern sollte - wenigstens in diesem Punkt - und damit kommen wir zum Nachher:
Es war eine Sitzung im Förderverein unserer Grundschule, in der es naturgemäß diverse Aufgaben zu verteilen gab - unter anderem - richtig: das Einbinden von Büchern für die Schulbibliothek. (Ich glaube, ich werde nie verstehen, warum es keinen Etat zum Renovieren von Klassenräumen, Packen von Umzugskisten und vollständigem Einrichten von Schulbibliotheken an unseren allgemeinbildenden Schulen gibt, aber das ist ein anderes Thema).
"Wer kann sich mal einen Abend Zeit nehmen und eine von diesen Kisten einbinden?", fragte die Vorsitzende vom Förderverein geschickt. Nachdem spontan und ohne zu zögern 3 Hände hochgegeangen waren, traute ich mich, zu sagen:"Wie macht ihr das? Ich brauch`dafür Stunden". Das war natürlich untertrieben, aber "Tage" wollte ich einfach nicht sagen. "Mir ging das früher auch so, aber da gibts einen Trick, wie das ganz schnell und einfach geht - ich komm vorbei und zeigs dir", sagte eine meiner Mutter-Kolleginnen. Ergebnis: wir hatten einen netten Abend und ich für den Rest meines Lebens eine bessere Technik.
Seitdem kann ich also Bücher einbinden - um genauer zu sein, übe ich das und werde doch tatsächlich von Jahr zu Jahr geschickter und, wie ich heute erfreut festellen durfte, auch schneller.
Und was lernen wir daraus: "Fragen Sie jemanden, der sich damit auskennt" :)
Das, womit sich meine nette Unterstützerin da auskannte war zweierlei: zum einen mit dem Bücher einbinden selbst (aber das konnte meine Chorkollegin ja auch). Zum anderen aber damit - und das ist das Entscheidende -, wie blöd man sich dabei vorkommt, wie genervt man davon ist und welche Technik diese Aufgabe leichter macht.
Man sollte also besser sagen: "Fragen Sie jemanden, der mal damit Schwierigkeiten hatte und sich jetzt damit auskennt"
(zugegeben: der Satz geht so werbetechnisch gar nicht - noch nicht mal für die gelben Seiten - aber er stimmt und er gilt aus meiner Sicht für jede Lebenslage).
By the way: ich kenne ganz viele Leute, die sich mit vielen verschiedenen Themen sehr gut auskennen - wer also gute Experten sucht, bitte einfach im Kommentar das gesuchte Thema angeben und ich gucke gerne, wer sich mit so was auskennt:)
Interressant ist aber noch die Sache mit dem ausgebliebenen Nervenzusamenbruch. Der setzt sich bei mir im Normalfall aus folgenden Komponenten zusammen:
1. Ich habe überhaupt keine Lust, das zu machen
2. Ich habe noch weniger Lust, das jetzt zu machen
3. Ich habe am wenigsten Lust, dafür länger zu brauchen als unbedingt nötig
4. Ich werde gestört, muss immer wieder von vorne anfangen und es dauert deutlich länger als unbedingt nötig
Was macht man als berufstätige Mutter mit 14-Std.-Tag? Richtig: man legt das ganze in die Abendstunden !
FALSCH: die Abendstunden sind Freizeit, Schulbücher einbinden ist Teil vom Job!!
Und genau das habe ich heute anders gemacht - zum ersten Mal in meiner mehr als 10-jährigen Karriere als Mutter schulpflichtiger Kinder:
1. Ich habe es mir vorgenommen, weil es nun mal jetzt sein muss
2. Ich habe es in den Sa.-Vormittag gelegt, weil es Teil von Familien-Management ist
3. Ich hab es mit einem Blockbuster mit meinen tollen Arbeitskollegen verbunden, weil dann alles doppelt so schnell geht
(wie man einen Blockbuster einsetzt, wenn man effektiv und mit Spaß unliebsame Aufgaben erledigen möchte, darüber habe ich in diesem Blog vor ein paar Monaten geschrieben unter: http://always-look-on-the-right-side-of-life.blogspot.de/2012/05/irgendwie-ist-alles-doch-nur-relativ.html...)
4.Ich habe das Ganze meinen Kindern angekündigt, damit nichts dazwischen kommt - ungefähr so:
"Meine lieben Kinder, eure Mutter wird sich heute Vormittag damit beschäftigen, diese Schulbücher einzubinden. Ich möchte nicht gestört werden - hier ist die Nummer der Giftnotrufzentrale und die vom Kinderschutzbund."
Was soll ich sagen: es hat geklappt - die Bücher sind eingebunden, meinen Nerven geht es ganz ausgezeichnet und meine Kinder haben es auch überlebt.
Überlebt ist auch wieder untertrieben:
mein Sohn hat von sich aus den gesamten Groß-Einkauf eingeräumt, gefühlte 2,3 kg Mini-Kram unter (!) seiner Kommode ausgemistet, den Müll rausgetragen und die Salate fürs Grillen am Abend vorbereitet - und das Ganze äußerst gut gelaunt. Blockbuster sind offensichtlich ansteckend.
Und ich - ich habe anschließend noch in einem Anfall von kreativem Aufräumen 2 schöne Arbeitsplätze für mich eingerichtet - für jede Wetter- und Stimmungslage so zu sagen. Und die Tipps rund ums Organisieren und bei Laune halten am Schreibtisch gibts demnächst hier in diesem Theater.
Montag geht für meine Kinder die Schule wieder los -
und ich freu mich schon jetzt auf meine Arbeit :)
Frau W aus F
Sonntag, 5. August 2012
Es liegt was in der Luft - oder: Jammern war gestern
Hallo zusammen,
dass wir uns so schnell wieder sehen bzw. lesen - wenigstens einseitig - hätte ich nun gerade nicht gedacht, aber es liegt nun mal was in der Luft und ich habe beschlossen, diesmal mit zu pfeifen bei dem wind of change.
Wer das auch möchte, also mit den Scorpions und einer ganzen Arena voller Menschen und gleich jetzt und hier - bitte schön:
http://happy-new-year-blog.blogspot.de/
Damals bei den Scorpions und der Perestroika war ich noch nicht soweit - zu jung und keinen blassen Schimmer von Politik - heute ist letzteres nicht anders - ersteres schon, aber das ist ein anderes Thema.
Jammern war schließlich gestern und im Übrigen sehr amüsant auf meiner Facebook-Seite, aber jetzt ist für mich ganz offensichtlich wieder Durchstarten dran.
Wie es aussieht, geht es heute um einen anderen Wandel - einen gesellschaftlichen und sozialen und da kann ich wenigstens ein kleines bisschen mehr mitdenken und vielleicht sogar mitreden, aber mitmachen wäre natürlich noch viel schöner.
Vor ein paar Wochen hatte ich hier einmal darüber geschrieben, wie sehr ich mich über die Erkenntnisse und Thesen von dem renomierten Hirnforscher Gerald Hüther gefreut hatte, die allesamt unser gelerntes und erprobtes Coaching-Wissen bestätigt haben.
Das Ganze fand statt auf unserer Picknickdecke im Park an einem wunderschönen Pfingst-Samstag. Für mich das Glück in vollen Dosen, weil einfach nahezu alles da drin war, was mich begeistert: meine Lieblingszeitschrift Brigitte, mein Lieblingspark in meiner Stadt und eine meiner Lieblingsbeschäftigungen: Aha.-Momente und Schreiben über das Leben und den ganzen Rest.
Apropos Schreiben - was mein Buch-Projekt macht?
Tja, also da ist jetzt noch mal was dazwischen gekommen - meine Coaching-Kollegen werden sich vermutlich an dieser Stelle schon die Hände reiben, denn es kommt immer irgendwas dazwischen, wenn man etwas Neues von Herzen gerne machen möchte - ein gutes Zeichen also.
Aber für diese Regel gibt es eine Ausnahme - jedenfalls bei mir:
wenn einen etwas trifft, wie ein Blitz aus heiterem Himmel - ja, fühlt sich tatsächlich so an wie frisch verliebt und "keine weiteren Fragen".
Was mich also nun so getroffen hat, ist die eigentlich schlechte Nachricht, dass meine Lieblingskolumnistin aus meiner Lieblingszeitschrift nun ihre Kolumnen aufhören wird.
Und da seh ich mich plötzlich entschlossen vom Frühstückstisch aufstehen, mich an den Schreibtisch setzen und tatsächlich eine Bewerbung schreiben - wie von Geisterhand gerührt so zu sagen.
Nun rechne ich mir da keine großen Chancen aus, da ich weder Autorin noch Journalistin bin und die Sache vielleicht sowieso schon längst entschieden ist. Und selbst, wenn nicht, werden die schon nicht ausgerechnet auf mich gewartet haben.
Und trotzdem habe ich das gemacht, mich dabei vermutlich um Kopf und Kragen geschrieben - aber das war schon lange mein Traum, ich hatte ihn nur vorsichtshalber vergessen.
Das Schöne ist, wenn die Absage kommt, mach ich einfach wieder eine Jammer-Session, wenn gar nichts kommt, hake ich nach, aber wenn daraus irgendwas werden sollte - dann weiß ich auch nicht..., aber es könnte laut werden.
Egal, was passiert, ich halte euch hier auf dem Laufenden; dann könnt ihr live mitverfolgen, wie sich der wind of change so auswirkt - wenigstens erst mal hier im Kleinen :)
Bis bald und mitpfeifen nicht vergessen,
Frau W aus F
P.S.: für alle, die sich doch noch etwas mehr für den wind of change im Größeren interessieren, hier zumindest 3 großartige Plattformen:
für die Förderung von bedeutsamen Projekten junger Erwachsener:
www.dekeyserandfriends.org/
für die Unterstützung von Jugendlichen/Schülern bei der Berufswahl:
http://www.alumni-at-school.org/index.php/Hauptseite
für die Förderung von Geschäftsmodellen im sozialen Bereich:
http://germany.ashoka.org/
dass wir uns so schnell wieder sehen bzw. lesen - wenigstens einseitig - hätte ich nun gerade nicht gedacht, aber es liegt nun mal was in der Luft und ich habe beschlossen, diesmal mit zu pfeifen bei dem wind of change.
Wer das auch möchte, also mit den Scorpions und einer ganzen Arena voller Menschen und gleich jetzt und hier - bitte schön:
http://happy-new-year-blog.blogspot.de/
Damals bei den Scorpions und der Perestroika war ich noch nicht soweit - zu jung und keinen blassen Schimmer von Politik - heute ist letzteres nicht anders - ersteres schon, aber das ist ein anderes Thema.
Jammern war schließlich gestern und im Übrigen sehr amüsant auf meiner Facebook-Seite, aber jetzt ist für mich ganz offensichtlich wieder Durchstarten dran.
Wie es aussieht, geht es heute um einen anderen Wandel - einen gesellschaftlichen und sozialen und da kann ich wenigstens ein kleines bisschen mehr mitdenken und vielleicht sogar mitreden, aber mitmachen wäre natürlich noch viel schöner.
Vor ein paar Wochen hatte ich hier einmal darüber geschrieben, wie sehr ich mich über die Erkenntnisse und Thesen von dem renomierten Hirnforscher Gerald Hüther gefreut hatte, die allesamt unser gelerntes und erprobtes Coaching-Wissen bestätigt haben.
Das Ganze fand statt auf unserer Picknickdecke im Park an einem wunderschönen Pfingst-Samstag. Für mich das Glück in vollen Dosen, weil einfach nahezu alles da drin war, was mich begeistert: meine Lieblingszeitschrift Brigitte, mein Lieblingspark in meiner Stadt und eine meiner Lieblingsbeschäftigungen: Aha.-Momente und Schreiben über das Leben und den ganzen Rest.
Apropos Schreiben - was mein Buch-Projekt macht?
Tja, also da ist jetzt noch mal was dazwischen gekommen - meine Coaching-Kollegen werden sich vermutlich an dieser Stelle schon die Hände reiben, denn es kommt immer irgendwas dazwischen, wenn man etwas Neues von Herzen gerne machen möchte - ein gutes Zeichen also.
Aber für diese Regel gibt es eine Ausnahme - jedenfalls bei mir:
wenn einen etwas trifft, wie ein Blitz aus heiterem Himmel - ja, fühlt sich tatsächlich so an wie frisch verliebt und "keine weiteren Fragen".
Was mich also nun so getroffen hat, ist die eigentlich schlechte Nachricht, dass meine Lieblingskolumnistin aus meiner Lieblingszeitschrift nun ihre Kolumnen aufhören wird.
Und da seh ich mich plötzlich entschlossen vom Frühstückstisch aufstehen, mich an den Schreibtisch setzen und tatsächlich eine Bewerbung schreiben - wie von Geisterhand gerührt so zu sagen.
Nun rechne ich mir da keine großen Chancen aus, da ich weder Autorin noch Journalistin bin und die Sache vielleicht sowieso schon längst entschieden ist. Und selbst, wenn nicht, werden die schon nicht ausgerechnet auf mich gewartet haben.
Und trotzdem habe ich das gemacht, mich dabei vermutlich um Kopf und Kragen geschrieben - aber das war schon lange mein Traum, ich hatte ihn nur vorsichtshalber vergessen.
Das Schöne ist, wenn die Absage kommt, mach ich einfach wieder eine Jammer-Session, wenn gar nichts kommt, hake ich nach, aber wenn daraus irgendwas werden sollte - dann weiß ich auch nicht..., aber es könnte laut werden.
Egal, was passiert, ich halte euch hier auf dem Laufenden; dann könnt ihr live mitverfolgen, wie sich der wind of change so auswirkt - wenigstens erst mal hier im Kleinen :)
Bis bald und mitpfeifen nicht vergessen,
Frau W aus F
P.S.: für alle, die sich doch noch etwas mehr für den wind of change im Größeren interessieren, hier zumindest 3 großartige Plattformen:
für die Förderung von bedeutsamen Projekten junger Erwachsener:
www.dekeyserandfriends.org/
für die Unterstützung von Jugendlichen/Schülern bei der Berufswahl:
http://www.alumni-at-school.org/index.php/Hauptseite
für die Förderung von Geschäftsmodellen im sozialen Bereich:
http://germany.ashoka.org/
Sonntag, 29. Juli 2012
Jammern für Fortgeschrittene - oder: was man aus alten Märchen alles lernen kann
Hallo zusammen,
nie komme ich zum Arbeiten - wie soll man denn bei so einem Traumwetter etwas wegschaffen?
Das ist doch viel zu heiß und zu sonnig - mitten im Juli.
Und dabei hätte ich so viel zu tun, aber bei diesem Wetter?
Ach, ich habs so schwer - da würde ich gerne endlich was tun und dann dieses Wetter.
So kann ja meine to-do-Liste nicht kürzer werden - wird sie sowieso nicht - ich schreib ja ständig noch was drauf - es ist aber auch so viel zu machen.
Ach, ich habs echt nicht leicht...
So . das reicht jetzt - jetzt gehts richtig los mit dem, was ich gelernt habe, als ich gerade gar nichts lernen wollte:
Jammern hilft - endgegen landläufiger Meinung sogar fast immer - wenn, ja wenn einen keiner dabei unterbricht mit guten Ratschlägen oder Kopf zurecht rücken oder so.
Hätte ich eure Gedanken jetzt frei schalten können, dann wäre da so was rausgekommen, wie:
nie komme ich zum Arbeiten - wieso denn nicht?
na, bei dem Wetter - wie, du beschwerst dich übers Wetter, wo endlich der Sommer da ist?
aber so kann ich doch nichts wegschaffen - dann machs doch draußen
aber dafür ist es doch viel zu heiß - dann geh doch rein
aber dann komme ich doch nicht in die Sonne - dann machs doch nacheinander
aber ich hab doch gar keine Lust zum Arbeiten - dann beschwer dich nicht
aber ich hab doch so viel zu tun...
Anstrengend, so ´ne Schleife (uns Coaches im übrigen sehr vertraut), aber was macht man dagegen?
Ganz einfach jammern lassen - jammern, was das Zeug hält - über Gott und die Welt, den Job, die Familie, das Leben und den ganzen Rest - das wird irgendwann langweilig und alle Energien werden wieder frei.
Und wo hab ich das nun gelernt?
Klar, bei meiner wunderbaren Lehrerin Barbara Sher in der Coaching-Ausbildung - sowohl in der Theorie als auch in der Praxis.
Apropos Praxis - und damit zu der Frage, wo ich das noch gelernt habe, als ich gerade gar nichts lernen wollte:
Am Montag war ich mit meinem 7-jährigen Sohn bei einer Märchenerzählerin ( für alle, die sich gerne mal verzaubern und in die Welt der Nomadenvölker entführen lassen möchten: Konolino-Märchenzelt - tolles Erlebnis auch für Erwachsene).
Sie hat 2 sehr unterschiedliche Märchen erzählt, die beide an Märchen aus unserem Kulturkreis erinnern. In beiden Märchen ging es um Wünsche, die einfach nicht in Erfüllung gehen wollten - und in beiden Märchen passierte dann das gleiche:
erst haben sich die Personen mit dem Zustand abgefunden
dann haben sie sich an ihre alte Sehnsucht und ihren Traum erinnert
und dann - dann haben sie ihr Schicksal beklagt - laut, intensiv und ausgiebig
Und dann?
Dann kam so was wie das "Universum" ins Spiel (ihr erinnert euch? Das sind die, die uns zu Parkplätzen in der Innenstadt verhelfen, wenn wir sie bestellen:):
"Sie haben geklagt und geklagt - dann plötzlich hörten sie eine Stimme, die sagte..."
"Sie hat geklagt und geklagt - dann hörte sie auf, zu klagen, wusch sich das Gesicht und machte das, was sie machen wollte: sie..."
An dieser Klagestelle hat die Märchenerzählerin jeweils gesungen - in ihrer Muttersprache, aber die Musik spricht ja ihre eigene Sprache, und die verstehen wir auch unabhängig vom Text.
Meinen Sohn muss das sehr beeindruckt haben, denn er erzählt von diesen Geschichten immer genau diese Passage und die glückliche Wendung.
So viel zur Praxis aus dem Nomadenzelt - und nun zur Praxis aus dem Familienleben im Einfamilienhaus im 21. Jhd.:
Mein Sohn hat heute morgen Lego gebaut - ganz für sich alleine und anscheinend im flow - jedenfalls hörte und sah man nichts von ihm.
Irgendwann gabs Geschrei - seine 14 jährige Schwester war als ungebetener Gast (sonst sehr gerne gesehen) in seinem Zimmer aufgetaucht, es gab Streit und der endete damit, dass die angefangene Ritterburg kaputt ging - ich würde mal sagen: selbst verschuldeter Unfall.
Und da fing mein Sohn doch glatt an zu jammern und ich habe ihn gelassen - einige Minuten lang - dann war der Spuk vorbei, es wurde wieder ruhig.
Eine halbe Stunde später kam er glückselig zu mir und hatte sein ganzes Zimmer aufgeräumt und hatte plötzlich Lust, mit mir und eben seiner Schwester "Mensch ärgere dich nicht" zu spielen - was im übrigen sehr nett und ausgesprochen lustig war - und das ist auch schon mal ganz anders ;)
Ich jammer auch schon mal - meistens gehts in die Richtung:
wenn ich das mache, dann kann ich ja dies nicht machen - aber da kann man nur das gleiche sagen, wie in den Märchen:
stimmt - so ist es - jammer ne Runde und dann mach eins nach dem anderen.
Und so habe ich heute mal angefangen, wenigstens hier ein bisschen was von dem zu erzählen, was ich so alles lerne, wenn ich gerade gar nichts lernen will - by the way so zu sagen.
Und demnächst starte ich damit dann auch mein Buch-Projekt mit Porträts über Menschen, die ihre Träume verwirklicht haben, was sie erzählen und was man daraus alles lernen kan - ganz besonders dann, wenn man gerade gar nichts lernen möchte.
Das Jammern in den Märchen und im Alltag paßt in dieser Form ja eher zu den Anfängern - für diejenigen, die nicht so gerne jammern, aber umso lieber lachen und Spaß haben - hier die Fortgeschrittenen-Variante:
Jammern mit Publikumsapplaus - Kostprobe gefällig?
Nie komme ich zum Arbeiten - ach du Arme - wo du das doch so gerne möchtest
Wie soll man denn bei dem Traumwetter was wegschaffen? - Ja, das geht nur bei Regen - wander doch aus nach England oder so - dann hast du immmer schlechtes Wetter
Und dabei hätte ich doch so viel zu tun - ja , das wird bestimmt weniger, wenn du auf schlechtes wartest - würde ich auch so machen
Meine to do-Liste wird nicht kürzer, ich schreib ja ständig was Neues drauf - schrecklich, diese Listen, mach deine to-dos doch direkt auf ne Klorolle - dann kann jeder mitschreiben und du kannst sicher sein, dass du nie Feierabend kriegst
Mit dieser schicken Methode von Barbara Sher brauche ich genau 2 Min., um 2 schulmüde Teenies an die Schreibtische zu beamen - ich brauch dazu nur das Zauberwort zu sagen - nein, nicht "bitte", sondern:
Wollt ihr ne Hard Times Session??
Und nun meine Bitte an alle meine lieben Kollegen - ihr seid darin Profis - wollt ihr nicht mal so eine Session hier in den Kommentar reinschreiben - ich lach doch so gerne:
Jammer-Situation - nie habe ich genug Zeit - immer muss ich...
Ich würde mich wirklich sehr, sehr, sehr freuen - 3 -2- 1-LOS:
Viel Spaß an alle und fröhliches Jammern in die Runde,
Frau W aus F
nie komme ich zum Arbeiten - wie soll man denn bei so einem Traumwetter etwas wegschaffen?
Das ist doch viel zu heiß und zu sonnig - mitten im Juli.
Und dabei hätte ich so viel zu tun, aber bei diesem Wetter?
Ach, ich habs so schwer - da würde ich gerne endlich was tun und dann dieses Wetter.
So kann ja meine to-do-Liste nicht kürzer werden - wird sie sowieso nicht - ich schreib ja ständig noch was drauf - es ist aber auch so viel zu machen.
Ach, ich habs echt nicht leicht...
So . das reicht jetzt - jetzt gehts richtig los mit dem, was ich gelernt habe, als ich gerade gar nichts lernen wollte:
Jammern hilft - endgegen landläufiger Meinung sogar fast immer - wenn, ja wenn einen keiner dabei unterbricht mit guten Ratschlägen oder Kopf zurecht rücken oder so.
Hätte ich eure Gedanken jetzt frei schalten können, dann wäre da so was rausgekommen, wie:
nie komme ich zum Arbeiten - wieso denn nicht?
na, bei dem Wetter - wie, du beschwerst dich übers Wetter, wo endlich der Sommer da ist?
aber so kann ich doch nichts wegschaffen - dann machs doch draußen
aber dafür ist es doch viel zu heiß - dann geh doch rein
aber dann komme ich doch nicht in die Sonne - dann machs doch nacheinander
aber ich hab doch gar keine Lust zum Arbeiten - dann beschwer dich nicht
aber ich hab doch so viel zu tun...
Anstrengend, so ´ne Schleife (uns Coaches im übrigen sehr vertraut), aber was macht man dagegen?
Ganz einfach jammern lassen - jammern, was das Zeug hält - über Gott und die Welt, den Job, die Familie, das Leben und den ganzen Rest - das wird irgendwann langweilig und alle Energien werden wieder frei.
Und wo hab ich das nun gelernt?
Klar, bei meiner wunderbaren Lehrerin Barbara Sher in der Coaching-Ausbildung - sowohl in der Theorie als auch in der Praxis.
Apropos Praxis - und damit zu der Frage, wo ich das noch gelernt habe, als ich gerade gar nichts lernen wollte:
Am Montag war ich mit meinem 7-jährigen Sohn bei einer Märchenerzählerin ( für alle, die sich gerne mal verzaubern und in die Welt der Nomadenvölker entführen lassen möchten: Konolino-Märchenzelt - tolles Erlebnis auch für Erwachsene).
Sie hat 2 sehr unterschiedliche Märchen erzählt, die beide an Märchen aus unserem Kulturkreis erinnern. In beiden Märchen ging es um Wünsche, die einfach nicht in Erfüllung gehen wollten - und in beiden Märchen passierte dann das gleiche:
erst haben sich die Personen mit dem Zustand abgefunden
dann haben sie sich an ihre alte Sehnsucht und ihren Traum erinnert
und dann - dann haben sie ihr Schicksal beklagt - laut, intensiv und ausgiebig
Und dann?
Dann kam so was wie das "Universum" ins Spiel (ihr erinnert euch? Das sind die, die uns zu Parkplätzen in der Innenstadt verhelfen, wenn wir sie bestellen:):
"Sie haben geklagt und geklagt - dann plötzlich hörten sie eine Stimme, die sagte..."
"Sie hat geklagt und geklagt - dann hörte sie auf, zu klagen, wusch sich das Gesicht und machte das, was sie machen wollte: sie..."
An dieser Klagestelle hat die Märchenerzählerin jeweils gesungen - in ihrer Muttersprache, aber die Musik spricht ja ihre eigene Sprache, und die verstehen wir auch unabhängig vom Text.
Meinen Sohn muss das sehr beeindruckt haben, denn er erzählt von diesen Geschichten immer genau diese Passage und die glückliche Wendung.
So viel zur Praxis aus dem Nomadenzelt - und nun zur Praxis aus dem Familienleben im Einfamilienhaus im 21. Jhd.:
Mein Sohn hat heute morgen Lego gebaut - ganz für sich alleine und anscheinend im flow - jedenfalls hörte und sah man nichts von ihm.
Irgendwann gabs Geschrei - seine 14 jährige Schwester war als ungebetener Gast (sonst sehr gerne gesehen) in seinem Zimmer aufgetaucht, es gab Streit und der endete damit, dass die angefangene Ritterburg kaputt ging - ich würde mal sagen: selbst verschuldeter Unfall.
Und da fing mein Sohn doch glatt an zu jammern und ich habe ihn gelassen - einige Minuten lang - dann war der Spuk vorbei, es wurde wieder ruhig.
Eine halbe Stunde später kam er glückselig zu mir und hatte sein ganzes Zimmer aufgeräumt und hatte plötzlich Lust, mit mir und eben seiner Schwester "Mensch ärgere dich nicht" zu spielen - was im übrigen sehr nett und ausgesprochen lustig war - und das ist auch schon mal ganz anders ;)
Ich jammer auch schon mal - meistens gehts in die Richtung:
wenn ich das mache, dann kann ich ja dies nicht machen - aber da kann man nur das gleiche sagen, wie in den Märchen:
stimmt - so ist es - jammer ne Runde und dann mach eins nach dem anderen.
Und so habe ich heute mal angefangen, wenigstens hier ein bisschen was von dem zu erzählen, was ich so alles lerne, wenn ich gerade gar nichts lernen will - by the way so zu sagen.
Und demnächst starte ich damit dann auch mein Buch-Projekt mit Porträts über Menschen, die ihre Träume verwirklicht haben, was sie erzählen und was man daraus alles lernen kan - ganz besonders dann, wenn man gerade gar nichts lernen möchte.
Das Jammern in den Märchen und im Alltag paßt in dieser Form ja eher zu den Anfängern - für diejenigen, die nicht so gerne jammern, aber umso lieber lachen und Spaß haben - hier die Fortgeschrittenen-Variante:
Jammern mit Publikumsapplaus - Kostprobe gefällig?
Nie komme ich zum Arbeiten - ach du Arme - wo du das doch so gerne möchtest
Wie soll man denn bei dem Traumwetter was wegschaffen? - Ja, das geht nur bei Regen - wander doch aus nach England oder so - dann hast du immmer schlechtes Wetter
Und dabei hätte ich doch so viel zu tun - ja , das wird bestimmt weniger, wenn du auf schlechtes wartest - würde ich auch so machen
Meine to do-Liste wird nicht kürzer, ich schreib ja ständig was Neues drauf - schrecklich, diese Listen, mach deine to-dos doch direkt auf ne Klorolle - dann kann jeder mitschreiben und du kannst sicher sein, dass du nie Feierabend kriegst
Mit dieser schicken Methode von Barbara Sher brauche ich genau 2 Min., um 2 schulmüde Teenies an die Schreibtische zu beamen - ich brauch dazu nur das Zauberwort zu sagen - nein, nicht "bitte", sondern:
Wollt ihr ne Hard Times Session??
Und nun meine Bitte an alle meine lieben Kollegen - ihr seid darin Profis - wollt ihr nicht mal so eine Session hier in den Kommentar reinschreiben - ich lach doch so gerne:
Jammer-Situation - nie habe ich genug Zeit - immer muss ich...
Ich würde mich wirklich sehr, sehr, sehr freuen - 3 -2- 1-LOS:
Viel Spaß an alle und fröhliches Jammern in die Runde,
Frau W aus F
Sonntag, 22. Juli 2012
Einfach gut erholt - oder: kleine Ziele - große Wirkung
Hallo zusammen,
wenn ich so den "Untertext" zu diesem Blog hier lese - und zwar nach einiger Zeit mal wieder - denke ich sofort: "Ja, darüber sollte man wirklich mal was schreiben - ...und verschiedene eigene Interessen unter einen Hut kriegen - nur, wie komme ich darauf, dass ausgerechnet ich diejenige sein sollte?"
Aber dann fällt mir doch glatt wieder meine Untermission ein - ich wollte mich doch nebenbei mitcoachen - wie gut, dass ich mich mitten im Selbstversuch befinde ;)
Die Kurzfassung:
es gelingt immer dann, wenn ich mich an alles erinnere, was so ansteht - wenn ich noch den Überblick behalte über alle Aufgaben, Dringlichkeiten und die schönen Dinge des Lebens.
Und wenn es mir dann noch gelingt, beim Spielen mit meinen Kindern beim Spiel und bei meinen Kindern zu sein ( anstatt bspw. an das nächste wichtige Telefonat, das Konzept für den Workshop oder mein aktuelles Schreib-Projekt zu denken - und umgekehrt).
Im Urlaub war das so ähnlich:
da hab ich mich doch glatt aufs Urlaub machen konzentriert - also schön ausschlafen, gemütlich frühstücken, viel draußen sein - nix besonderes, oder?
Von wegen - früher hatte ich das auch vor, aber stattdessen war da ständig irgend so ein Pflicht-Monster mit an Bord: jetzt hast du Zeit, täglich schwimmen zu gehen und zu laufen (hatte ich erwähnt, dass ich ein absoluter Sportmuffel bin? Hatte ich, glaube ich!) und x Bücher zu lesen und meine Brigitte(s) (sind ja genug auf Halde so zu sagen) und meinem jeweils jüngsten Kind schwimmen beizubringen (nur, weil die anderen Eltern in meinem Umfeld ständig davon erzählen, wie ihre Kinder im Urlaub schwimmen lernen).
Und - was war das Ergebnis? Richtig - niemand hat schwimmen gelernt, mein Sportprogramm hat an maximal 3 aufeinanderfolgenden Tagen statt gefunden, ich konnte mich zwischen den ganzen Büchern und Brigitte(s) nicht entscheiden und mußte deshalb ständig viel zu viel Zeug mit an den Strand schleppen.
Bis auf den letzten Punkt und die Tatsache, dass ich auch nicht einen Funken von schlechtem Gewissen mit nach Hause gebracht habe, war es dieses Jahr auch nicht anders - nur diesmal hatte ich mir auch nichts anderes vorgenommen, außer mich maximal zu erholen und genau dieses Ziel habe ich dann auch erreicht.
Ach so, es stellt sich nun die Frage, was denn meine armen Kinder in der Zeit gemacht haben, in der ich mich maximal erholt habe. Ganz simpel: sie haben andere Kinder in ihrer Altersklasse gefunden (also genauer gesagt: wir haben einfach den ersten Tag in unserer Ferienanlage verbracht - der Rest war eine Mischung aus Glück und so´n Zufall) - naja, und zeitweise haben wir uns natürlich auch miteinander erholt ;)
Aber jetzt kommts - warum konnte ich den Urlaub in diesem Jahr so anders gestalten?
Weil ich wusste, was ich am Ende des Urlaubs erreicht haben wollte - nämlich maximal erholt zu sein.
Und warum wusste ich das diesmal so genau?
Weil ich ein Support-Team habe, in dem wir uns gegenseitig unterstützen, unsere Träume zu verwirklichen und unsere Ziele zu erreichen. Und genau dort bekam ich diese Frage gestellt: "Was möchtest du am Ende deines Urlaubs erreicht haben?" Und da hörte ich mich doch glatt sagen "Ich möchte mich so erholt haben, dass ich danach wieder mit meinen ganzen Projekten durchstarten kann".
Nun bin ich also wieder zu Hause und zwar bereits seit einer Woche - was ich seit dem alles gemacht habe, obwohl meine Kids wegen Schulferien zu Hause sind ?
Meine Homepage überarbeitet
schreckliche Behörden-Anträge bearbeitet (inkl. Unterlagen raussuchen und pers. Vorsprechen)
an 2 Webinaren teilgenommen
an unserem Support-Team teilgenommen
eine Grobplanung für alle meine Coaching-Projekte erstellt
Coaching-Session mit einer Klientin abgehalten
Rasen gemäht
Fenster geputzt
meinen Kleiderschrank aufgeräumt
alle Urlaubs-Wäsche gewaschen
unseren kleinen Balkon neu eingerichtet
Zeug zum Müllplatz gefahren
jeden Tag mit meinen Kindern was gespielt
mit den Kindern gemeinsam gekocht
beim Feldenkrais gewesen
und diesen Blogbeitrag hier verfasst
Ach, tut das gut - denn in Wirklichkeit standen da noch ganz andere Dinge auf meiner Liste - und die hab ich (noch) nicht gemacht.
Da wartet nämlich u.a. noch ein spannendes Buchprojekt auf seine Verwirklichung - ein Buch mit Portraits/Interviews von Menschen, die ihre ganz speziellen Träume umgesetzt haben.
Eine davon habe ich in meinem Urlaub vor 2 Jahren am gleichen Ort kennengelernt - eine deutsche Skipperin, die seit 20 Jahren in Holland ihren Traum lebt - und in diesem Jahr habe ich mich endlich getraut, mit ihr ein Interview zu führen (das stand schon seit eben diesen 2 Jahren in meinem Ideen-Buch - nie hätte ich geglaubt, dass ich das wirklich einmal machen würde!).
Und spätestens durch die Geschichte dieser Frau weiß ich, wie wahr das alles ist, was wir nur in der Theorie gelernt haben und wohin es einen in der Praxis tatsächlich führen kann - für mich ein roter Faden, der sich durch alle Erfolgsgeschichten von Menschen zieht - spannendes Thema.
Sobald alle anderen Fenster auch geputzt sind, fange ich damit an ;)
Wie es mir jetzt geht - nach dieser Woche?
Sagen wir so: heute geht es wieder, nachdem mir gestern Abend aufgefallen ist, dass meine to-dos mal wieder drauf und dran waren, meine ganz schlichte Freizeit aufzufressen.
Da habe ich mir gestern Abend mal schnell einen schönen Abend gemacht - mit Kerzen und roter Schorle, Musik von Caro Emerald und meiner Brigitte auf`m Sofa - herrlich.
Vielleicht sollte ich doch darüber schreiben, wie man vieles unter einen Hut kriegen kann - zum Beispiel to do´s und nice to do`s :)
Und jetzt würden mich eure Erfahrungen interessieren:
Wie leicht oder schwer fällt es euch, passende Ziele für euch auszusuchen bzw. euch bewusst zu machen?
Und: was hilft euch dabei? (Diese Frage besonders gerne an alle, denen genau das so herrlich leicht fällt)
Schreibt eure Kommentare unter diesen Artikel (einfach im weißen Kommentarfeld losschreiben) - ich freu mich drauf :)
Und allen, die noch etwas davon haben:
schönen, erholsamen Urlaub!
Frau W aus F
wenn ich so den "Untertext" zu diesem Blog hier lese - und zwar nach einiger Zeit mal wieder - denke ich sofort: "Ja, darüber sollte man wirklich mal was schreiben - ...und verschiedene eigene Interessen unter einen Hut kriegen - nur, wie komme ich darauf, dass ausgerechnet ich diejenige sein sollte?"
Aber dann fällt mir doch glatt wieder meine Untermission ein - ich wollte mich doch nebenbei mitcoachen - wie gut, dass ich mich mitten im Selbstversuch befinde ;)
Die Kurzfassung:
es gelingt immer dann, wenn ich mich an alles erinnere, was so ansteht - wenn ich noch den Überblick behalte über alle Aufgaben, Dringlichkeiten und die schönen Dinge des Lebens.
Und wenn es mir dann noch gelingt, beim Spielen mit meinen Kindern beim Spiel und bei meinen Kindern zu sein ( anstatt bspw. an das nächste wichtige Telefonat, das Konzept für den Workshop oder mein aktuelles Schreib-Projekt zu denken - und umgekehrt).
Im Urlaub war das so ähnlich:
da hab ich mich doch glatt aufs Urlaub machen konzentriert - also schön ausschlafen, gemütlich frühstücken, viel draußen sein - nix besonderes, oder?
Von wegen - früher hatte ich das auch vor, aber stattdessen war da ständig irgend so ein Pflicht-Monster mit an Bord: jetzt hast du Zeit, täglich schwimmen zu gehen und zu laufen (hatte ich erwähnt, dass ich ein absoluter Sportmuffel bin? Hatte ich, glaube ich!) und x Bücher zu lesen und meine Brigitte(s) (sind ja genug auf Halde so zu sagen) und meinem jeweils jüngsten Kind schwimmen beizubringen (nur, weil die anderen Eltern in meinem Umfeld ständig davon erzählen, wie ihre Kinder im Urlaub schwimmen lernen).
Und - was war das Ergebnis? Richtig - niemand hat schwimmen gelernt, mein Sportprogramm hat an maximal 3 aufeinanderfolgenden Tagen statt gefunden, ich konnte mich zwischen den ganzen Büchern und Brigitte(s) nicht entscheiden und mußte deshalb ständig viel zu viel Zeug mit an den Strand schleppen.
Bis auf den letzten Punkt und die Tatsache, dass ich auch nicht einen Funken von schlechtem Gewissen mit nach Hause gebracht habe, war es dieses Jahr auch nicht anders - nur diesmal hatte ich mir auch nichts anderes vorgenommen, außer mich maximal zu erholen und genau dieses Ziel habe ich dann auch erreicht.
Ach so, es stellt sich nun die Frage, was denn meine armen Kinder in der Zeit gemacht haben, in der ich mich maximal erholt habe. Ganz simpel: sie haben andere Kinder in ihrer Altersklasse gefunden (also genauer gesagt: wir haben einfach den ersten Tag in unserer Ferienanlage verbracht - der Rest war eine Mischung aus Glück und so´n Zufall) - naja, und zeitweise haben wir uns natürlich auch miteinander erholt ;)
Aber jetzt kommts - warum konnte ich den Urlaub in diesem Jahr so anders gestalten?
Weil ich wusste, was ich am Ende des Urlaubs erreicht haben wollte - nämlich maximal erholt zu sein.
Und warum wusste ich das diesmal so genau?
Weil ich ein Support-Team habe, in dem wir uns gegenseitig unterstützen, unsere Träume zu verwirklichen und unsere Ziele zu erreichen. Und genau dort bekam ich diese Frage gestellt: "Was möchtest du am Ende deines Urlaubs erreicht haben?" Und da hörte ich mich doch glatt sagen "Ich möchte mich so erholt haben, dass ich danach wieder mit meinen ganzen Projekten durchstarten kann".
Nun bin ich also wieder zu Hause und zwar bereits seit einer Woche - was ich seit dem alles gemacht habe, obwohl meine Kids wegen Schulferien zu Hause sind ?
Meine Homepage überarbeitet
schreckliche Behörden-Anträge bearbeitet (inkl. Unterlagen raussuchen und pers. Vorsprechen)
an 2 Webinaren teilgenommen
an unserem Support-Team teilgenommen
eine Grobplanung für alle meine Coaching-Projekte erstellt
Coaching-Session mit einer Klientin abgehalten
Rasen gemäht
Fenster geputzt
meinen Kleiderschrank aufgeräumt
alle Urlaubs-Wäsche gewaschen
unseren kleinen Balkon neu eingerichtet
Zeug zum Müllplatz gefahren
jeden Tag mit meinen Kindern was gespielt
mit den Kindern gemeinsam gekocht
beim Feldenkrais gewesen
und diesen Blogbeitrag hier verfasst
Ach, tut das gut - denn in Wirklichkeit standen da noch ganz andere Dinge auf meiner Liste - und die hab ich (noch) nicht gemacht.
Da wartet nämlich u.a. noch ein spannendes Buchprojekt auf seine Verwirklichung - ein Buch mit Portraits/Interviews von Menschen, die ihre ganz speziellen Träume umgesetzt haben.
Eine davon habe ich in meinem Urlaub vor 2 Jahren am gleichen Ort kennengelernt - eine deutsche Skipperin, die seit 20 Jahren in Holland ihren Traum lebt - und in diesem Jahr habe ich mich endlich getraut, mit ihr ein Interview zu führen (das stand schon seit eben diesen 2 Jahren in meinem Ideen-Buch - nie hätte ich geglaubt, dass ich das wirklich einmal machen würde!).
Und spätestens durch die Geschichte dieser Frau weiß ich, wie wahr das alles ist, was wir nur in der Theorie gelernt haben und wohin es einen in der Praxis tatsächlich führen kann - für mich ein roter Faden, der sich durch alle Erfolgsgeschichten von Menschen zieht - spannendes Thema.
Sobald alle anderen Fenster auch geputzt sind, fange ich damit an ;)
Wie es mir jetzt geht - nach dieser Woche?
Sagen wir so: heute geht es wieder, nachdem mir gestern Abend aufgefallen ist, dass meine to-dos mal wieder drauf und dran waren, meine ganz schlichte Freizeit aufzufressen.
Da habe ich mir gestern Abend mal schnell einen schönen Abend gemacht - mit Kerzen und roter Schorle, Musik von Caro Emerald und meiner Brigitte auf`m Sofa - herrlich.
Vielleicht sollte ich doch darüber schreiben, wie man vieles unter einen Hut kriegen kann - zum Beispiel to do´s und nice to do`s :)
Und jetzt würden mich eure Erfahrungen interessieren:
Wie leicht oder schwer fällt es euch, passende Ziele für euch auszusuchen bzw. euch bewusst zu machen?
Und: was hilft euch dabei? (Diese Frage besonders gerne an alle, denen genau das so herrlich leicht fällt)
Schreibt eure Kommentare unter diesen Artikel (einfach im weißen Kommentarfeld losschreiben) - ich freu mich drauf :)
Und allen, die noch etwas davon haben:
schönen, erholsamen Urlaub!
Frau W aus F
Samstag, 30. Juni 2012
Bubbletea, Freiheiten und Familienurlaub - oder: reden hilft
Hallo zusammen,
ja, mir geht es gerade ganz ähnlich, wenn ich diesen Titel hier lese: wie, bitte schön, soll das alles in einem Artikel abgehandelt werden und - was noch viel schlimmer ist - warum?
Sagen wir mal so:
in diesen 3 Begriffen stecken gerade meine aktuellen Erkenntnisse und Erfahrungen der letzten 24 Std. und für die nächsten 14 Tage.
Aber ich fange mal hinten an - beim Familienurlaub.
Wenn unsere Familie in Urlaub fahren möchte, bedeutet das neben endlosen Pack-Sessions vor allem eines: das unter-einen-Hut-bringen der Interessen von 3 Altersstufen Kinder (17, 14, 7 !!!), 3 (fast) Frauen, 2 (fast) Männern, 3 Langschläfern, 2 Frühaufstehern, 4 Sportlern, 1 Nicht-Sportlerin (ja, das bin ich) und so weiter und so weiter.
Das klingt nicht nur nach Stress - das ist Stress - wenn man versucht, möglichst viel gemeinsam zu machen.
Das ist aber sehr abwechslungsreich und bereichernd, wenn man Familienurlaub einfach eine Runde "umdefiniert":
alle in der Regel am gleichen Ort oder eben auch nicht - zum Beispiel.
Genau das ist nun meine Lösung für die nette Idee, meiner Ältesten (3 Monate nach dem ausdrücklichen Wunsch, mitzufahren, 2 1/2 Monate nach dem Buchen einer ausreichend großen Ferienwohnung, 1 Tag vor Packen, 2 Tage vor Losfahren): "Ich fahre doch nicht mit!".
Es folgte eine längere Auseinandersetzung über eigene Freiräume, eigene Entscheidungen und die Konsequenzen für den Rest der Welt - Ergebnis s.o. und sie fährt nun mit :)
Warum mir das so wichtig war?
Ich hab sie einfach gerne um mich, wir führen oft tolle Gespräche und haben meistens viel zu lachen. Und beides hat sich dann ein paar Stunden später bestätigt - gut, das Lachen war in dem Fall auf meine Kosten (und über meine neue Sonnenbrille - beide Mädels waren sich über den Amüsierfaktor erschreckend einig), aber das tolle Gespräch war zum Thema "Bubbletea".
Bubbletea - für alle, die keine Teenies haben, die ihnen die Welt erklären - Bubbletea ist ein Getränk, dass man sich in Details nach dem eigenen Geschmack zusammenstellen lassen kann. Die Basis ist Eistee und dazu kommen dann spezielle Geschmackskügelchen, die ihre ganze Pracht erst nach und nach im Mund entfalten - und die kann man sich eben ganz genau aussuchen:
"Einen Bubbletea bitte, mit 2x Lemon, 1x Vanille, 3x Pfefferminz, 1x Chai und 2 x Schokolade" - variabel nach oben offen.
"Ah", sage ich "das ist wohl Trend - wie bei den gebrannten Mandeln auf dem Weihnachtsmarkt - 2 hier von 1 davon - damit man alles probieren kann."
"Genau", sagt da die Teenie-Tochter, die sich jetzt doch auf einen Familienurlaub mit leicht eingeschränkten Freiheiten eingestellt hat - "das ist für die ganzen Leute, die sich nie für was entscheiden können."
"Hey, das stimmt", sage ich und denke u.a. auch daran, wie unverbindlich und unklar die Verabredungen in der Clique meiner Tochter laufen - alles per SMS und facebook und buchstäblich auf die allerletzte Minute.
Vielleicht ganz gut, wenn ab und zu mal jemand dagegen steuert und daran erinnert, dass sich andere vielleicht schon darauf gefreut und eingestellt haben.
Dabei fällt mir gerade was auf zum Thema Vorfreude:
liebe Bubbletea-Generation, stellt euch doch mal bitte vor, euer extra ausgesuchtes Pfefferminz-Kügelchen überlegt es sich in letzter Sekunde doch noch anders und entwickelt die Geschmackspartikel von - sagen wir mal - Aloe Vera - wäre jetzt auch nicht so schön, oder?
So ein bisschen Festlegen und Zuverlässigkeit hat auch was - zumindest anderen gegenüber.
Aber woher weiß ich jetzt, ob meine Zusage von vor 3 Monaten oder meine Absage heute richtig ist?
Schlecht, wenn man damit alleine ist - denn die anderen drum rum sehen das sofort - in diesem Fall gings meiner Teenie-Tochter gut, als sie sich auf den Urlaub gefreut hatte - auch noch vor 3 Tagen übrigens und eindeutig nicht gut, als sie meinte, sie könnte sich nicht erholen, wenn sie mit uns zusammen wäre.
Und jetzt kommt das Beste:
gerade eben kommt sie nach Hause von ihrem üblichen Wochenend-Chillen im Park mit ihren Freunden - und was erzählt sie mir? Sie hat einen lang dauernden Streit mit einer Freundin gerade mit ihr geklärt - es gibt keine Zufälle :)
Und die Moral von der Geschicht:
Denken lohnt sich (ja, Herrr Ebert - das stimmt schon) - alleine hilft es aber nicht ;)
Morgen also ist Packtag - für mich eine Herausforderung, die ich letztes Jahr um diese Zeit zum ersten Mal in meinem Familiendasein ohne größere Dramen gemeistert habe. Der Grund war mein damaliger täglicher Blog zum Thema "the next good-enough-step-right-now" - wer mag, hier ist der link zu dem Blog-Beitrag mit nahezu revolutionären Gedanken über die Einteilung der Gesellschaft in 2 sich leider überhaupt nicht verstehende Untergruppierungen:
http://good-enough-step.blogspot.de/2011/07/day-11-packing-for-family-vacations-and.html
ach so, is auf englisch - also Schul-Englisch, 2. Fremdsprache - versteht also jeder!
So, wenn ich jetzt auf die richtige Seite des Lebens gucke, dann wird es dringend Zeit, zu schlafen, morgen meine eigenen Pack-Strategien aus der Kiste zu holen und dann loszulegen.
Bis bald also - vielleicht sogar mit Berichten aus dem Familienurlaub mit Extrembesetzung.
Frau W aus F
ja, mir geht es gerade ganz ähnlich, wenn ich diesen Titel hier lese: wie, bitte schön, soll das alles in einem Artikel abgehandelt werden und - was noch viel schlimmer ist - warum?
Sagen wir mal so:
in diesen 3 Begriffen stecken gerade meine aktuellen Erkenntnisse und Erfahrungen der letzten 24 Std. und für die nächsten 14 Tage.
Aber ich fange mal hinten an - beim Familienurlaub.
Wenn unsere Familie in Urlaub fahren möchte, bedeutet das neben endlosen Pack-Sessions vor allem eines: das unter-einen-Hut-bringen der Interessen von 3 Altersstufen Kinder (17, 14, 7 !!!), 3 (fast) Frauen, 2 (fast) Männern, 3 Langschläfern, 2 Frühaufstehern, 4 Sportlern, 1 Nicht-Sportlerin (ja, das bin ich) und so weiter und so weiter.
Das klingt nicht nur nach Stress - das ist Stress - wenn man versucht, möglichst viel gemeinsam zu machen.
Das ist aber sehr abwechslungsreich und bereichernd, wenn man Familienurlaub einfach eine Runde "umdefiniert":
alle in der Regel am gleichen Ort oder eben auch nicht - zum Beispiel.
Genau das ist nun meine Lösung für die nette Idee, meiner Ältesten (3 Monate nach dem ausdrücklichen Wunsch, mitzufahren, 2 1/2 Monate nach dem Buchen einer ausreichend großen Ferienwohnung, 1 Tag vor Packen, 2 Tage vor Losfahren): "Ich fahre doch nicht mit!".
Es folgte eine längere Auseinandersetzung über eigene Freiräume, eigene Entscheidungen und die Konsequenzen für den Rest der Welt - Ergebnis s.o. und sie fährt nun mit :)
Warum mir das so wichtig war?
Ich hab sie einfach gerne um mich, wir führen oft tolle Gespräche und haben meistens viel zu lachen. Und beides hat sich dann ein paar Stunden später bestätigt - gut, das Lachen war in dem Fall auf meine Kosten (und über meine neue Sonnenbrille - beide Mädels waren sich über den Amüsierfaktor erschreckend einig), aber das tolle Gespräch war zum Thema "Bubbletea".
Bubbletea - für alle, die keine Teenies haben, die ihnen die Welt erklären - Bubbletea ist ein Getränk, dass man sich in Details nach dem eigenen Geschmack zusammenstellen lassen kann. Die Basis ist Eistee und dazu kommen dann spezielle Geschmackskügelchen, die ihre ganze Pracht erst nach und nach im Mund entfalten - und die kann man sich eben ganz genau aussuchen:
"Einen Bubbletea bitte, mit 2x Lemon, 1x Vanille, 3x Pfefferminz, 1x Chai und 2 x Schokolade" - variabel nach oben offen.
"Ah", sage ich "das ist wohl Trend - wie bei den gebrannten Mandeln auf dem Weihnachtsmarkt - 2 hier von 1 davon - damit man alles probieren kann."
"Genau", sagt da die Teenie-Tochter, die sich jetzt doch auf einen Familienurlaub mit leicht eingeschränkten Freiheiten eingestellt hat - "das ist für die ganzen Leute, die sich nie für was entscheiden können."
"Hey, das stimmt", sage ich und denke u.a. auch daran, wie unverbindlich und unklar die Verabredungen in der Clique meiner Tochter laufen - alles per SMS und facebook und buchstäblich auf die allerletzte Minute.
Vielleicht ganz gut, wenn ab und zu mal jemand dagegen steuert und daran erinnert, dass sich andere vielleicht schon darauf gefreut und eingestellt haben.
Dabei fällt mir gerade was auf zum Thema Vorfreude:
liebe Bubbletea-Generation, stellt euch doch mal bitte vor, euer extra ausgesuchtes Pfefferminz-Kügelchen überlegt es sich in letzter Sekunde doch noch anders und entwickelt die Geschmackspartikel von - sagen wir mal - Aloe Vera - wäre jetzt auch nicht so schön, oder?
So ein bisschen Festlegen und Zuverlässigkeit hat auch was - zumindest anderen gegenüber.
Aber woher weiß ich jetzt, ob meine Zusage von vor 3 Monaten oder meine Absage heute richtig ist?
Schlecht, wenn man damit alleine ist - denn die anderen drum rum sehen das sofort - in diesem Fall gings meiner Teenie-Tochter gut, als sie sich auf den Urlaub gefreut hatte - auch noch vor 3 Tagen übrigens und eindeutig nicht gut, als sie meinte, sie könnte sich nicht erholen, wenn sie mit uns zusammen wäre.
Und jetzt kommt das Beste:
gerade eben kommt sie nach Hause von ihrem üblichen Wochenend-Chillen im Park mit ihren Freunden - und was erzählt sie mir? Sie hat einen lang dauernden Streit mit einer Freundin gerade mit ihr geklärt - es gibt keine Zufälle :)
Und die Moral von der Geschicht:
Denken lohnt sich (ja, Herrr Ebert - das stimmt schon) - alleine hilft es aber nicht ;)
Morgen also ist Packtag - für mich eine Herausforderung, die ich letztes Jahr um diese Zeit zum ersten Mal in meinem Familiendasein ohne größere Dramen gemeistert habe. Der Grund war mein damaliger täglicher Blog zum Thema "the next good-enough-step-right-now" - wer mag, hier ist der link zu dem Blog-Beitrag mit nahezu revolutionären Gedanken über die Einteilung der Gesellschaft in 2 sich leider überhaupt nicht verstehende Untergruppierungen:
http://good-enough-step.blogspot.de/2011/07/day-11-packing-for-family-vacations-and.html
ach so, is auf englisch - also Schul-Englisch, 2. Fremdsprache - versteht also jeder!
So, wenn ich jetzt auf die richtige Seite des Lebens gucke, dann wird es dringend Zeit, zu schlafen, morgen meine eigenen Pack-Strategien aus der Kiste zu holen und dann loszulegen.
Bis bald also - vielleicht sogar mit Berichten aus dem Familienurlaub mit Extrembesetzung.
Frau W aus F
Donnerstag, 14. Juni 2012
Eigentlich...sollte man sich ruhig mal eine kleine Selbstzensur gönnen
Hallo zusammen,
eigentlich - also eigentlich möchte ich, wenn nichts anderes dazwischen kommt - also eigentlich möchte ich ja jetzt diesen Blog-Post schreiben.
Eigentlich soll das Thema sein, wie man möglichst schnell zu den richtigen Entscheidungen kommt. Und eigentlich geht es darum, dass man sich diese Entscheidungen und dann auch das Umsetzen viel leichter machen kann, wenn man sich sprachlich eine kleine Selbstzensur gönnt und auf das kleine Wort "eigentlich" ganz einfach verzichtet.
Irgendwie zäh, oder?
Da geht die ganze Energie weg, es kommen immer mehr Zweifel, man kommt nicht in Bewegung und es kostet Zeit ohne Ende, die man nicht nur eigentlich viel besser nutzen könnte.
Also noch mal - aber ohne eigentlich:
Ich möchte diesen Blogpost schreiben. Das Thema soll sein, wie man möglichst schnell zu den richtigen Entscheidungen kommt.
Es geht darum, dass man sich diese Entscheidungen und dann auch das Umsetzen viel leichter machen kann, wenn man sich sprachlich eine kleine Selbstzensur gönnt und auf das kleine Wort "eigentlich" ganz einfach verzichtet.
Na, klingt schon besser, oder?
Nicht unbedingt poetisch, geschmackvoll oder sonst wie rund - also nicht perfekt, aber man hat das Gefühl: jetzt gehts tatsächlich los ( dumm nur, dass es immer noch nicht richtig losgegangen ist, aber das werde ich jetzt ändern).
Hier kommt meine kleine Geschichte über die Irrungen und Wirrungen einer angehenden selbständigen Beraterin (wie heißt noch mal die weibliche Form von Coach - naja egal ) und die besondere Bedeutung des Wortes "eigentlich" für das Ausbremsen auf höchstem Niveau:
Vor kurzem hat sich ein kleines Wunder ereignet - ich saß an meinem Lieblingsschreibtisch vorm Fenster und hatte äußerst Wichtiges am PC zu tun, da kam eine Nachricht von einem großen deutschen Immobilien-Portal :
sinngemäß "Hier ist die eierlegende Wollmilchsau für Familie Wietschorke - kontaktieren Sie mich für einen Besichtigungstermin".
Sinngemäß bedeutet, dass es genau das Angebot war, auf das wir schon seit Jahren warten: Größe, Zimmer, Lage, Preis, Ausstattung - es stimmte einfach alles.
Nach kurzer Absprache mit meinem Mann (es lebe Handy und Mail-Box) hatte ich auch schon einen sehr netten und angenehmen Makler an der Strippe und 2 Min. später einen Besichtigungstermin.
Was dann folgte, fasse ich hier nur kurz zusammen - denn es geht ja um etwas anderes: Wohnung toll, Makler uns zu getan, Vermieter nicht kennengelernt, 6 Tage Nervosität und schießlich - die Absage!
Schon während dieser Zeit war ich sehr froh, über einen Haufen moralischer Unterstützung von meinen Freunden - aber danach - also zum Verarbeiten des Dramas und zur Entscheidung, wie es jetzt weitergehen soll mit dem Wohnungssuch-Thema war ich mehr als dankbar darüber, sie alle an meiner Seite zu haben.
In dieser ganzen Diskussion hörte ich mich irgendwann sagen: "Eigentlich möchte ich doch wieder mehr für unseren gemeinsamen Start als Coaches tun - und jetzt auf allen Kanälen eine Wohnung suchen - on top zum ganz normalen Alltag mit einer 5-köpfigen Familie und einem Schuljahres-Endspurt - wie soll das gehen?"
Dazu muss man wissen, dass ich wegen dieser vielen Aufgaben (ach ja, da war auch noch die Konfirmation von unserer Tochter - Gäste, Geschenke, Klamotten - das ganze Programm eben) einfach nicht mehr dazu gekommen bin, mich um unsere geplante Webinar-Reihe zu kümmern oder andere Aufgaben zu übernehmen - selbst das Blog-Schreiben hatte gelitten.
Aber jetzt kommts:
während dieser ganzen Zeit hatte ich ordentliche Nacken-Schulter-Probleme und zwar schon beim Aufwachen.
Als das "eigentlich" sich dann endlich in "na gut" gewandelt hatte und ich wieder in dieses Arbeitsprojekt eingestiegen bin - und zwar ganz klein - , passierten 3 Dinge:
1. ich habe wieder gemerkt, wie viel Spaß mir diese ganze Arbeit macht und was ich dazu beitragen möchte
und
2. am nächsten Morgen bin ich aufgewacht - entspannt wie nach einer Massage oder einer Runde Feldenkrais ( dazu demnächst mal mehr - eine tolle Bewegungslehre - in jeder Hinsicht)
und
3. ich bin wieder im Arbeits-Flow - Blog schreiben, Finanzen regeln, Konzepte entwickeln - ich kann mich vor Ideen mal wieder nicht retten.
Und jetzt habe ich folgenden Verdacht:
es könnte sein, dass sich hinter dem Wort "eigentlich" das verbirgt, was genau jetzt dran ist, seit langem schon dran gewesen wäre oder anders ausgedrückt: was möglich gemacht werden möchte.
Mal ein Beispiel:
Eigentlich möchte ich gerne meinen Haushalt wenigstens good-enough kriegen - funktioniert bei mir als Satz ohne "eigentlich", denn das möchte ich wirklich
Eigentlich möchte ich gerne unseren Speicher entrümpeln - funktioniert bei mir ohne "eigentlich" schlicht gar nicht - das ist jetzt nicht dran
Eigentlich möchte ich gerne mit der ganzen Familie in einer schönen Altbau-Wohnung im Frankfurter Nordend leben - funktioniert
Eigentlich möchte ich eine Weltreise machen - wahlweise einen Pelzmantel oder einen Diamanten -
nee- weder eigentlich noch sonst wie - einfach gar nicht.
Und so komme ich auf die Idee des "Eigentlich-Orakels":
1. Den Satz mit eigentlich formulieren
2. Den Satz ohne eigentlich formulieren
3. entweder der Satz passt jetzt, dann loslegen oder es gibt noch irgendein Hindernis (Zeit, Geld, Bequemlichkeit, Umfeld) - dann erst noch einen einfachen Zwischenritt einlegen.
Na - eigentlich doch ganz einfach, oder?
Ok, dann eine kleine Übung in Richtung Urlaubsgefühle:
Nehmt euch ein Blatt Papier und schreibt oben auf die Seite als Überschrift "Eigentlich möchte ich gerne..." - und schon sind wir wieder bei Pausen statt Pralinen - nur dass mir dazu im Moment gar nicht viel einfällt, weil ich ja nun mal so viel Spaß an meiner Arbeit habe.
Aber gut, ich wollte mich ja auch pausentechnisch mit-coachen - also:
*im Straßencafe Latte Macchiato in der Sonne trinken
*mit meiner Freundin nett unterwegs sein
*einen schönen Film im Kino oder TV ansehen (unser Fernseher kann sich vermutlich nicht mehr an mich erinnern und verweigert daher jegliche Zusammenarbeit)
*zu einem Rock/Pop/Soul/Swing/Musical-Konzert gehen
*schlimmer noch: selbst wieder singen
*in Holland am Strand sitzen (ist bald soweit)
Soweit so gut - jetzt lesen, umformulieren und loslegen:)
Und nun würden mich brennend eure Meinungen dazu interessieren - oder auch eure Erfahrungen, wenn ihr das "eigentlich"-Orakel vielleicht mal ausprobiert habt.
Wer also jetzt denkt "eigentlich könnte ich das ja mal testen" oder "eigentlich würde ich gerne mal einen Kommentar dazu schreiben", ist herzlich eingeladen, das zu tun - einfach ganz unten auf dieser Seite auf "Kommentare" klicken und loslegen:)
Eigentlich habe ich jetzt alles gesagt, was ich sagen wollte - ähh..
...jetzt habe ich alles gesagt alles gesagt, was ich sagen wollte.
Ich freue mich schon auf alle eure Kommentare,
Frau W aus F
P.S.: Das Ganze funktioniert auch mit "Eigentlich möchte ich nicht..." :)
...und leider auch mit "eigentlich müsste ich..." ;)
eigentlich - also eigentlich möchte ich, wenn nichts anderes dazwischen kommt - also eigentlich möchte ich ja jetzt diesen Blog-Post schreiben.
Eigentlich soll das Thema sein, wie man möglichst schnell zu den richtigen Entscheidungen kommt. Und eigentlich geht es darum, dass man sich diese Entscheidungen und dann auch das Umsetzen viel leichter machen kann, wenn man sich sprachlich eine kleine Selbstzensur gönnt und auf das kleine Wort "eigentlich" ganz einfach verzichtet.
Irgendwie zäh, oder?
Da geht die ganze Energie weg, es kommen immer mehr Zweifel, man kommt nicht in Bewegung und es kostet Zeit ohne Ende, die man nicht nur eigentlich viel besser nutzen könnte.
Also noch mal - aber ohne eigentlich:
Ich möchte diesen Blogpost schreiben. Das Thema soll sein, wie man möglichst schnell zu den richtigen Entscheidungen kommt.
Es geht darum, dass man sich diese Entscheidungen und dann auch das Umsetzen viel leichter machen kann, wenn man sich sprachlich eine kleine Selbstzensur gönnt und auf das kleine Wort "eigentlich" ganz einfach verzichtet.
Na, klingt schon besser, oder?
Nicht unbedingt poetisch, geschmackvoll oder sonst wie rund - also nicht perfekt, aber man hat das Gefühl: jetzt gehts tatsächlich los ( dumm nur, dass es immer noch nicht richtig losgegangen ist, aber das werde ich jetzt ändern).
Hier kommt meine kleine Geschichte über die Irrungen und Wirrungen einer angehenden selbständigen Beraterin (wie heißt noch mal die weibliche Form von Coach - naja egal ) und die besondere Bedeutung des Wortes "eigentlich" für das Ausbremsen auf höchstem Niveau:
Vor kurzem hat sich ein kleines Wunder ereignet - ich saß an meinem Lieblingsschreibtisch vorm Fenster und hatte äußerst Wichtiges am PC zu tun, da kam eine Nachricht von einem großen deutschen Immobilien-Portal :
sinngemäß "Hier ist die eierlegende Wollmilchsau für Familie Wietschorke - kontaktieren Sie mich für einen Besichtigungstermin".
Sinngemäß bedeutet, dass es genau das Angebot war, auf das wir schon seit Jahren warten: Größe, Zimmer, Lage, Preis, Ausstattung - es stimmte einfach alles.
Nach kurzer Absprache mit meinem Mann (es lebe Handy und Mail-Box) hatte ich auch schon einen sehr netten und angenehmen Makler an der Strippe und 2 Min. später einen Besichtigungstermin.
Was dann folgte, fasse ich hier nur kurz zusammen - denn es geht ja um etwas anderes: Wohnung toll, Makler uns zu getan, Vermieter nicht kennengelernt, 6 Tage Nervosität und schießlich - die Absage!
Schon während dieser Zeit war ich sehr froh, über einen Haufen moralischer Unterstützung von meinen Freunden - aber danach - also zum Verarbeiten des Dramas und zur Entscheidung, wie es jetzt weitergehen soll mit dem Wohnungssuch-Thema war ich mehr als dankbar darüber, sie alle an meiner Seite zu haben.
In dieser ganzen Diskussion hörte ich mich irgendwann sagen: "Eigentlich möchte ich doch wieder mehr für unseren gemeinsamen Start als Coaches tun - und jetzt auf allen Kanälen eine Wohnung suchen - on top zum ganz normalen Alltag mit einer 5-köpfigen Familie und einem Schuljahres-Endspurt - wie soll das gehen?"
Dazu muss man wissen, dass ich wegen dieser vielen Aufgaben (ach ja, da war auch noch die Konfirmation von unserer Tochter - Gäste, Geschenke, Klamotten - das ganze Programm eben) einfach nicht mehr dazu gekommen bin, mich um unsere geplante Webinar-Reihe zu kümmern oder andere Aufgaben zu übernehmen - selbst das Blog-Schreiben hatte gelitten.
Aber jetzt kommts:
während dieser ganzen Zeit hatte ich ordentliche Nacken-Schulter-Probleme und zwar schon beim Aufwachen.
Als das "eigentlich" sich dann endlich in "na gut" gewandelt hatte und ich wieder in dieses Arbeitsprojekt eingestiegen bin - und zwar ganz klein - , passierten 3 Dinge:
1. ich habe wieder gemerkt, wie viel Spaß mir diese ganze Arbeit macht und was ich dazu beitragen möchte
und
2. am nächsten Morgen bin ich aufgewacht - entspannt wie nach einer Massage oder einer Runde Feldenkrais ( dazu demnächst mal mehr - eine tolle Bewegungslehre - in jeder Hinsicht)
und
3. ich bin wieder im Arbeits-Flow - Blog schreiben, Finanzen regeln, Konzepte entwickeln - ich kann mich vor Ideen mal wieder nicht retten.
Und jetzt habe ich folgenden Verdacht:
es könnte sein, dass sich hinter dem Wort "eigentlich" das verbirgt, was genau jetzt dran ist, seit langem schon dran gewesen wäre oder anders ausgedrückt: was möglich gemacht werden möchte.
Mal ein Beispiel:
Eigentlich möchte ich gerne meinen Haushalt wenigstens good-enough kriegen - funktioniert bei mir als Satz ohne "eigentlich", denn das möchte ich wirklich
Eigentlich möchte ich gerne unseren Speicher entrümpeln - funktioniert bei mir ohne "eigentlich" schlicht gar nicht - das ist jetzt nicht dran
Eigentlich möchte ich gerne mit der ganzen Familie in einer schönen Altbau-Wohnung im Frankfurter Nordend leben - funktioniert
Eigentlich möchte ich eine Weltreise machen - wahlweise einen Pelzmantel oder einen Diamanten -
nee- weder eigentlich noch sonst wie - einfach gar nicht.
Und so komme ich auf die Idee des "Eigentlich-Orakels":
1. Den Satz mit eigentlich formulieren
2. Den Satz ohne eigentlich formulieren
3. entweder der Satz passt jetzt, dann loslegen oder es gibt noch irgendein Hindernis (Zeit, Geld, Bequemlichkeit, Umfeld) - dann erst noch einen einfachen Zwischenritt einlegen.
Na - eigentlich doch ganz einfach, oder?
Ok, dann eine kleine Übung in Richtung Urlaubsgefühle:
Nehmt euch ein Blatt Papier und schreibt oben auf die Seite als Überschrift "Eigentlich möchte ich gerne..." - und schon sind wir wieder bei Pausen statt Pralinen - nur dass mir dazu im Moment gar nicht viel einfällt, weil ich ja nun mal so viel Spaß an meiner Arbeit habe.
Aber gut, ich wollte mich ja auch pausentechnisch mit-coachen - also:
*im Straßencafe Latte Macchiato in der Sonne trinken
*mit meiner Freundin nett unterwegs sein
*einen schönen Film im Kino oder TV ansehen (unser Fernseher kann sich vermutlich nicht mehr an mich erinnern und verweigert daher jegliche Zusammenarbeit)
*zu einem Rock/Pop/Soul/Swing/Musical-Konzert gehen
*schlimmer noch: selbst wieder singen
*in Holland am Strand sitzen (ist bald soweit)
Soweit so gut - jetzt lesen, umformulieren und loslegen:)
Und nun würden mich brennend eure Meinungen dazu interessieren - oder auch eure Erfahrungen, wenn ihr das "eigentlich"-Orakel vielleicht mal ausprobiert habt.
Wer also jetzt denkt "eigentlich könnte ich das ja mal testen" oder "eigentlich würde ich gerne mal einen Kommentar dazu schreiben", ist herzlich eingeladen, das zu tun - einfach ganz unten auf dieser Seite auf "Kommentare" klicken und loslegen:)
Eigentlich habe ich jetzt alles gesagt, was ich sagen wollte - ähh..
...jetzt habe ich alles gesagt alles gesagt, was ich sagen wollte.
Ich freue mich schon auf alle eure Kommentare,
Frau W aus F
P.S.: Das Ganze funktioniert auch mit "Eigentlich möchte ich nicht..." :)
...und leider auch mit "eigentlich müsste ich..." ;)
Sonntag, 27. Mai 2012
Warum ich in Frauenzeitschriften gerne mal was über Hirnforschung lese
Hallo zusammen,
ich weiß, ich hatte versprochen, hier demnächst darüber zu berichten, wie man innerhalb von 3 Tagen eine Geb.-Feier für einen Haufen wunderbarere Freunde auf die Beine stellt, die man eine ganze Weile aus den Augen verloeren hatte und das Ganze inkl. Job und Familie, aber ohne einen Nervenzusammenbruch zu bekommen.
Da diese Feier rundum wirklich sehr schön und entspannt war, werde ich auf jeden Fall darüber berichten - demnächst in diesem Theater.
Aber für heute gilt der schöne Spruch "Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt".
Ich war nämlich gerade im Park und hatte endlich die Gelegenheit, mal wieder in der Sonne zu liegen und meine "Brigitte" zu lesen - ich bin bekennende Brigitte-Leserin seit über 15 Jahren. Nicht nur das:
ich bin sogar Brigitte-Abonnentin leider mit viel zu wenig Zeit und mit dem Effekt, dass sich in unserem Wohnzimmer auf annähernd jeder freien Fläche zwischen 2 und 5 Brigitte-Ausgaben stapeln - zu viele davon noch nicht einmal gelesen - aber dazu komme ich noch - ganz bestimmt.
Was mich an dieser Zeitschrift so begeistert, ist zunächst einmal die intelligente und lebendige Sprache der Texte - von den Kolumnen über die Reportagen und Interviews bis hin zu den Bildunterschriften. Aber da ist noch etwas anderes: es ist eine ganz besondere Mischung aus vielen verschiedenen Themen und Ideen, die mich über die Jahre so weit begleietet und inspiriert haben, dass ich daraus mein ganz persönliches Lebens-Mosaik gestalte.
Und so habe ich inspiriert durch einen Artikel über persönliche Stadtführungen in Berlin aus dem letzten September glaube ich und natürlich durch meine Coaching-Ausbildung bei Barbara Sher mein eigenes Coaching-Konzept für Frauen entwickelt - eine Mischung aus entspanntem Statdbummel durch eines meiner Frankfurter Lieblingsviertel und professionellem Coaching - beides mit Urlaubsgefühlen zum Mitnehmen und entspr. Langzeitwirkung.
Und nun liege ich heute im Park in der Sonne und lese zur Abwechselung mal die aktuelle Ausgabe meiner Lieblingsszeitschrift und da stoße ich doch tatsächlich auf den Artikel - genauer ein tolles Dossier inkl. Interview mit dem renomierten Hirnforscher Gerald Hüther zum Thema "Leichter Leben" und eine Fotoreportage zum Thema "Mein anderes Ich entdecken".
Und in annähernd jeder Zeile finde ich nun eine schriftliche Bestätigung für den Effekt dieser Coaching-Stadtbummel-Idee - so zu sagen wissenschaftlich unterfüttert, was ich seit einigen Monaten immer wieder mit Staunen beobachte:
- in jeder meiner bisherigen Klientinnen steckt ein Potential, von dem sie entweder nichts geahnt oder es schlicht für selbstverständlich gehalten hatte (genau wie in der Styling-Reportage über unentdeckte Persönlichkeitsanteile)
- über das Körpergefühl lassen sich sehr einfach und nachhaltig viele gute Entscheidungen treffen ( wie in der Sammlung von Tipps zum Leichterern Leben )
- durch die Verknüpfung von schönen und glücklich machenden Erfahrungen mit bisherigen blockierenden Widerständen werden auf ganz einfache Weise neue und oft bahnbrechende Entwicklungen möglich (wie im Interwiew mit dem Neurobiologen Gerald Hüther beschrieben)
"Wenn sich so etwas wie Genuss andeutet, sollte sie innehalten und der Freude nachspüren, vielleicht in Worte fassen", sagt der Hirnforscher - es geht um eine Bekannte der Journalistin, die Unordnung nicht ertragen kann und unter ihrem eigenen Kontrollzwang leidet - "Gut, dass die hier nicht vorbeikommt", denke ich gerade im Hinblick auf meinen leicht chaotischen Familienhaushalt.
Sie soll also mal alles einen Tag einfach laufen lassen und der Freude nachspüren - herrlicher Tipp von einem Neurobiologen.
Und dann kommt der entscheidende Satz "Oder, noch besser, dazu tanzen, damit die neue Erfahrung auch körperlich verankert wird, dann bleibt sie am besten hängen."
"Genau das ist es", sage ich da zu meinem Mann auf der Picknickdecke im Park "Genau das ist es, was da immer passiert beim Coaching-by-the-way (so nenne ich meinen Stadtbummel-Coaching-Mix) - wir verankern die schönen Erlebnisse über die Bewegung. Deshalb kommt da auch immer so schnell so viel bei raus." "Na," sagt er trocken "dann hast du´s ja endlich auch schriftlich".
Ich lese also weiter "Endlich fängt die Forschung an, zu begreifen, dass das Hirn nicht dazu da ist, sich zu merken, was furchtbar war, sondern wie wir aus einer Krise herausgekommen sind" - dann spricht der Hirnforscher noch von erlernter Hilflosigkeit, wenn wir auf Krisen mit Erstarrung, Angriff oder Flucht reagieren (übrigens meistens im Job - auch interressant) und auf die Frage, wie man da wieder rauskommt, sagt er:
"Wir brauchen einen Menschen, der uns liebevoll einlädt, ermutigt und inspiriert" - ja, das glaube ich auch - da gibt es oft gute Freunde oder Partner, die das tun. Aber die wiederum sehen manchmal gar nicht diese anderen Persönlichkeitsanteile und Potentiale, die da in einem schlummern - ist ja auch kein Wunder - je nach Situation lassen wir die ja auch gar nicht sichtbar werden.
Aber da gibt es ein Zeichen, das ganz eindeutig die richtige Richtung anzeigt: Strahlende Stimme, leuchtende Augen und Kribbeln im Bauch - Vorfreude könnte man es nennen, endlich das tun zu dürfen, was man wirklich gerne macht - und diese Freude und Begeisterung entsteht genau dort, wo ein verstecktes Talent oder Potential nach draußen will - und zwar genau da hin, wo es auch hingehört.
Meine letzte Klientin wird - wie ich hoffe - nun ein großes Projekt auf die Beine stellen, mit dem sie Schulabgänger auf die für jeden einzelnen passende Berufslaufbahn bringt - unterstützt und begleitet von einem Mentoren-Netzwerk aus Studium und Business und gleichzeitig einem Unterstützerteam untereinander. Ein wunderbares Projekt, das zu ihr warmherzigen, sozialen Art und allen ihren tollen Talenten und Erfahrungen aus 2 großartigen Berufskarrieren passt.
"...auf allen Ebenen verschiebt sich etwas in eine aus meiner Sicht günstige Richtung", sagt Gerald Hüther und spricht von entstehenden Netzwerken und das "sich um andere kümmern" als Win-win-Situation " ...das stärkt und richtet den Blick auf das, was wirklich wichtig ist", erklärt er dazu.
Und dann kommt der Satz, der einen Großteil meiner Motivation ausmacht:
"Dieser Prozess beginnt von unten, bei jedem Einzelnen" - "Genau", denke ich diesmal leise für mich und erinnere mich an eine andere Klientin, die ihre Widerstände überwunden hat und sich endlich traut, mit ihren Angeboten an die Öffentlichkeit zu gehen.
Was sie macht: sie leitet Spielgruppen, Workshops und Seminare für Eltern mit Babies und legt dabei vermutlich einen wunderbaren Grundstein dafür, dass diese Kinder vielleicht gar nicht erst in diese erlernte Hilflosigkeit kommen, von der Gerald Hüther so deutlich gesprochen hat.
Denn "Die Wissenschaft fängt an einzusehen, dass nicht die genetischen Anlagen, sondern soziale Erfahrungen unsere Persönlichkeit prägen" und "Wenn ein neues Gefühl stark genug wird, kann es ein altes überlagern."
Liebe Brigitte-Redaktion, vielen Dank für dieses aufschlussreiche Dossier und für die vielen, vielen tollen Inspirationen, die mich genau dahin geführt haben, wo ich heute bin:
auf dem Weg zu meinem Traumberuf und einem schönen leichten Leben - jeden Tag komme ich beidem einen Schritt weiter - auch dafür habe ich einen Satz, der mir das ermöglicht und den ich später in eurem aktuellen Slogan "lebe lieber unperfekt" wieder gefunden habe:
bei mir heisst das "mach es einfach nur good enough"- so zieht sich das durch meinen Haushalt, mein Styling, meine Homepage und meine Blogs - aber es macht einfach Spaß, entlastet sehr und tut einfach nur gut.
Ein langer Text geht zu Ende - und auf mich und meine Familie wartet jetzt ein schöner Vorsommer-Abend mit Spargel und Schinken auf unserer Terrasse - eben Urlaubsgefühle am Wochenende :)
Euch allen ein schönes Wochenende - mit oder ohne Frauenzeitschrift:)
Frau W aus F
P.S.: Für alle, die sich über Stadtbummel mit Coaching ein Bild machen möchten:
www.coaching-by-the-way.de
ich weiß, ich hatte versprochen, hier demnächst darüber zu berichten, wie man innerhalb von 3 Tagen eine Geb.-Feier für einen Haufen wunderbarere Freunde auf die Beine stellt, die man eine ganze Weile aus den Augen verloeren hatte und das Ganze inkl. Job und Familie, aber ohne einen Nervenzusammenbruch zu bekommen.
Da diese Feier rundum wirklich sehr schön und entspannt war, werde ich auf jeden Fall darüber berichten - demnächst in diesem Theater.
Aber für heute gilt der schöne Spruch "Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt".
Ich war nämlich gerade im Park und hatte endlich die Gelegenheit, mal wieder in der Sonne zu liegen und meine "Brigitte" zu lesen - ich bin bekennende Brigitte-Leserin seit über 15 Jahren. Nicht nur das:
ich bin sogar Brigitte-Abonnentin leider mit viel zu wenig Zeit und mit dem Effekt, dass sich in unserem Wohnzimmer auf annähernd jeder freien Fläche zwischen 2 und 5 Brigitte-Ausgaben stapeln - zu viele davon noch nicht einmal gelesen - aber dazu komme ich noch - ganz bestimmt.
Was mich an dieser Zeitschrift so begeistert, ist zunächst einmal die intelligente und lebendige Sprache der Texte - von den Kolumnen über die Reportagen und Interviews bis hin zu den Bildunterschriften. Aber da ist noch etwas anderes: es ist eine ganz besondere Mischung aus vielen verschiedenen Themen und Ideen, die mich über die Jahre so weit begleietet und inspiriert haben, dass ich daraus mein ganz persönliches Lebens-Mosaik gestalte.
Und so habe ich inspiriert durch einen Artikel über persönliche Stadtführungen in Berlin aus dem letzten September glaube ich und natürlich durch meine Coaching-Ausbildung bei Barbara Sher mein eigenes Coaching-Konzept für Frauen entwickelt - eine Mischung aus entspanntem Statdbummel durch eines meiner Frankfurter Lieblingsviertel und professionellem Coaching - beides mit Urlaubsgefühlen zum Mitnehmen und entspr. Langzeitwirkung.
Und nun liege ich heute im Park in der Sonne und lese zur Abwechselung mal die aktuelle Ausgabe meiner Lieblingsszeitschrift und da stoße ich doch tatsächlich auf den Artikel - genauer ein tolles Dossier inkl. Interview mit dem renomierten Hirnforscher Gerald Hüther zum Thema "Leichter Leben" und eine Fotoreportage zum Thema "Mein anderes Ich entdecken".
Und in annähernd jeder Zeile finde ich nun eine schriftliche Bestätigung für den Effekt dieser Coaching-Stadtbummel-Idee - so zu sagen wissenschaftlich unterfüttert, was ich seit einigen Monaten immer wieder mit Staunen beobachte:
- in jeder meiner bisherigen Klientinnen steckt ein Potential, von dem sie entweder nichts geahnt oder es schlicht für selbstverständlich gehalten hatte (genau wie in der Styling-Reportage über unentdeckte Persönlichkeitsanteile)
- über das Körpergefühl lassen sich sehr einfach und nachhaltig viele gute Entscheidungen treffen ( wie in der Sammlung von Tipps zum Leichterern Leben )
- durch die Verknüpfung von schönen und glücklich machenden Erfahrungen mit bisherigen blockierenden Widerständen werden auf ganz einfache Weise neue und oft bahnbrechende Entwicklungen möglich (wie im Interwiew mit dem Neurobiologen Gerald Hüther beschrieben)
"Wenn sich so etwas wie Genuss andeutet, sollte sie innehalten und der Freude nachspüren, vielleicht in Worte fassen", sagt der Hirnforscher - es geht um eine Bekannte der Journalistin, die Unordnung nicht ertragen kann und unter ihrem eigenen Kontrollzwang leidet - "Gut, dass die hier nicht vorbeikommt", denke ich gerade im Hinblick auf meinen leicht chaotischen Familienhaushalt.
Sie soll also mal alles einen Tag einfach laufen lassen und der Freude nachspüren - herrlicher Tipp von einem Neurobiologen.
Und dann kommt der entscheidende Satz "Oder, noch besser, dazu tanzen, damit die neue Erfahrung auch körperlich verankert wird, dann bleibt sie am besten hängen."
"Genau das ist es", sage ich da zu meinem Mann auf der Picknickdecke im Park "Genau das ist es, was da immer passiert beim Coaching-by-the-way (so nenne ich meinen Stadtbummel-Coaching-Mix) - wir verankern die schönen Erlebnisse über die Bewegung. Deshalb kommt da auch immer so schnell so viel bei raus." "Na," sagt er trocken "dann hast du´s ja endlich auch schriftlich".
Ich lese also weiter "Endlich fängt die Forschung an, zu begreifen, dass das Hirn nicht dazu da ist, sich zu merken, was furchtbar war, sondern wie wir aus einer Krise herausgekommen sind" - dann spricht der Hirnforscher noch von erlernter Hilflosigkeit, wenn wir auf Krisen mit Erstarrung, Angriff oder Flucht reagieren (übrigens meistens im Job - auch interressant) und auf die Frage, wie man da wieder rauskommt, sagt er:
"Wir brauchen einen Menschen, der uns liebevoll einlädt, ermutigt und inspiriert" - ja, das glaube ich auch - da gibt es oft gute Freunde oder Partner, die das tun. Aber die wiederum sehen manchmal gar nicht diese anderen Persönlichkeitsanteile und Potentiale, die da in einem schlummern - ist ja auch kein Wunder - je nach Situation lassen wir die ja auch gar nicht sichtbar werden.
Aber da gibt es ein Zeichen, das ganz eindeutig die richtige Richtung anzeigt: Strahlende Stimme, leuchtende Augen und Kribbeln im Bauch - Vorfreude könnte man es nennen, endlich das tun zu dürfen, was man wirklich gerne macht - und diese Freude und Begeisterung entsteht genau dort, wo ein verstecktes Talent oder Potential nach draußen will - und zwar genau da hin, wo es auch hingehört.
Meine letzte Klientin wird - wie ich hoffe - nun ein großes Projekt auf die Beine stellen, mit dem sie Schulabgänger auf die für jeden einzelnen passende Berufslaufbahn bringt - unterstützt und begleitet von einem Mentoren-Netzwerk aus Studium und Business und gleichzeitig einem Unterstützerteam untereinander. Ein wunderbares Projekt, das zu ihr warmherzigen, sozialen Art und allen ihren tollen Talenten und Erfahrungen aus 2 großartigen Berufskarrieren passt.
"...auf allen Ebenen verschiebt sich etwas in eine aus meiner Sicht günstige Richtung", sagt Gerald Hüther und spricht von entstehenden Netzwerken und das "sich um andere kümmern" als Win-win-Situation " ...das stärkt und richtet den Blick auf das, was wirklich wichtig ist", erklärt er dazu.
Und dann kommt der Satz, der einen Großteil meiner Motivation ausmacht:
"Dieser Prozess beginnt von unten, bei jedem Einzelnen" - "Genau", denke ich diesmal leise für mich und erinnere mich an eine andere Klientin, die ihre Widerstände überwunden hat und sich endlich traut, mit ihren Angeboten an die Öffentlichkeit zu gehen.
Was sie macht: sie leitet Spielgruppen, Workshops und Seminare für Eltern mit Babies und legt dabei vermutlich einen wunderbaren Grundstein dafür, dass diese Kinder vielleicht gar nicht erst in diese erlernte Hilflosigkeit kommen, von der Gerald Hüther so deutlich gesprochen hat.
Denn "Die Wissenschaft fängt an einzusehen, dass nicht die genetischen Anlagen, sondern soziale Erfahrungen unsere Persönlichkeit prägen" und "Wenn ein neues Gefühl stark genug wird, kann es ein altes überlagern."
Liebe Brigitte-Redaktion, vielen Dank für dieses aufschlussreiche Dossier und für die vielen, vielen tollen Inspirationen, die mich genau dahin geführt haben, wo ich heute bin:
auf dem Weg zu meinem Traumberuf und einem schönen leichten Leben - jeden Tag komme ich beidem einen Schritt weiter - auch dafür habe ich einen Satz, der mir das ermöglicht und den ich später in eurem aktuellen Slogan "lebe lieber unperfekt" wieder gefunden habe:
bei mir heisst das "mach es einfach nur good enough"- so zieht sich das durch meinen Haushalt, mein Styling, meine Homepage und meine Blogs - aber es macht einfach Spaß, entlastet sehr und tut einfach nur gut.
Ein langer Text geht zu Ende - und auf mich und meine Familie wartet jetzt ein schöner Vorsommer-Abend mit Spargel und Schinken auf unserer Terrasse - eben Urlaubsgefühle am Wochenende :)
Euch allen ein schönes Wochenende - mit oder ohne Frauenzeitschrift:)
Frau W aus F
P.S.: Für alle, die sich über Stadtbummel mit Coaching ein Bild machen möchten:
www.coaching-by-the-way.de
Sonntag, 13. Mai 2012
Pausen statt Pralinen - die Nachlese
Hallo zusammen,
jetzt bin ich aber platt: so viele Menschen haben sich den Artikel zum Muttertag immerhin angesehen.
Die große Preisfrage ist:
wie viele davon haben ihn sogar gelesen und warum?
wie viele konnten etwas damit anfangen und was?
und wie viele haben sich selbst oder wahlweise ihrer Mutter einen schönen Muttertag gestaltet?
Die größte Preisfrage von allen aber ist diese - und dazu würde ich mich wirklich über einen regen Austausch mit euch allen hier in den Kommentaren freuen:
wie geht es euch und euren Familien jetzt in den Tagen danach?
Mir zum Beispiel geht es richtig gut - rundum - und wenn es in den nächsten Tagen mal wieder stressig wird, kann ich mich gut an diesen Tag erinnern:
Frühstück von meinem 7-jährigen Sohn - mit kleinen Schoko-Käfern auf dem Tisch:) - und er war soo stolz darauf !
Zeit zum Blog und mails schreiben und das vor 21.30h
Im Liegestuhl in der Sonne mit Robbie Williams auf den Ohren
Familienessen beim Lieblings-Italiener ( meine Tochter hatte den Tisch bestellt )
Sagt doch mal selbst: wer braucht da schon Pralinen - ( und ich liebe Pralinen :) ???
Bitte schreibt einfach kurz euer Highlight des ( Mutter- ) Tages hier in den Kommentar - und vielleicht auch, was euch daran so gut getan hat, dass ihr euch auch in stürmischen Zeiten gerne daran erinnern wollt.
Ich freue mich auf alle Kommentare von euch - bin gespannt, was da alles zusammen kommt:)
Frau W aus F
jetzt bin ich aber platt: so viele Menschen haben sich den Artikel zum Muttertag immerhin angesehen.
Die große Preisfrage ist:
wie viele davon haben ihn sogar gelesen und warum?
wie viele konnten etwas damit anfangen und was?
und wie viele haben sich selbst oder wahlweise ihrer Mutter einen schönen Muttertag gestaltet?
Die größte Preisfrage von allen aber ist diese - und dazu würde ich mich wirklich über einen regen Austausch mit euch allen hier in den Kommentaren freuen:
wie geht es euch und euren Familien jetzt in den Tagen danach?
Mir zum Beispiel geht es richtig gut - rundum - und wenn es in den nächsten Tagen mal wieder stressig wird, kann ich mich gut an diesen Tag erinnern:
Frühstück von meinem 7-jährigen Sohn - mit kleinen Schoko-Käfern auf dem Tisch:) - und er war soo stolz darauf !
Zeit zum Blog und mails schreiben und das vor 21.30h
Im Liegestuhl in der Sonne mit Robbie Williams auf den Ohren
Familienessen beim Lieblings-Italiener ( meine Tochter hatte den Tisch bestellt )
Sagt doch mal selbst: wer braucht da schon Pralinen - ( und ich liebe Pralinen :) ???
Bitte schreibt einfach kurz euer Highlight des ( Mutter- ) Tages hier in den Kommentar - und vielleicht auch, was euch daran so gut getan hat, dass ihr euch auch in stürmischen Zeiten gerne daran erinnern wollt.
Ich freue mich auf alle Kommentare von euch - bin gespannt, was da alles zusammen kommt:)
Frau W aus F
Montag, 7. Mai 2012
Pausen statt Pralinen - Muttertag für Fortgeschrittene
Hallo zusammen,
schon wieder Muttertag - ich weiss - ist nicht jedermanns Sache - noch nicht einmal jeder Mutter Sache - aber wenn der doch nun schon einmal da ist, könnten wir ja auch das Beste daraus machen - und zwar für alle Beteiligten, findet ihr nicht?
Darum möchte ich euch alle gerne zu einer netten kleinen - oder lieber großen - Mitmach-Aktion einladen für einen mütter- und familienfreundlichen Muttertag in so vielen Familien wie möglich - die genau Anleitung findet ihr weiter unten und hier ist der Hintergrund dazu:
Nehmen wir mal den 1 Mai. - das ist der Tag der Arbeit, wie wir alle wissen.
Und was macht die Arbeit da?? Richtig:
PAUSE
An dieser Stelle könnte ich schon fast den Text abschliessen, schliesslich ist meine Botschaft bereits durch - mache ich aber nicht.
Der Grund liegt in einem netten Gespräch über den Sinn und Unsinn des Muttertags, das ich heute mit meinen Kursteilnehmerinnen in der Musikschule hatte.
Sie haben alle Kinder im Kleinkindalter und kommen 1x pro Woche zu mir in die Musikschule, um gemeinsam mit den Kindern Musik zu machen und mit ihren Kindern einfach eine schöne gemeinsame Stunde zu geniessen.
Ich schreibe das, weil meine älteste Tochter in einem Jahr Abitur macht - ich bin also inzwischen 17 Jahre im Geschäft und verbinde mit diesem Tag ganz offensichtlich etwas ganz anderes.
Meine Kursmütter haben einfach noch keinen Bezug dazu, da die Kinder noch nicht im Kindergarten sind und sich folglich auch noch keine selbstgebastelten Blumen, Herzen und Gedichte über die Jahre angesammelt haben.
Und sie haben auch keinerlei Bedürfnis, an diesem Tag besonders wertgeschätzt oder geehrt zu werden oder mit Geschenken überhäuft zu werden - ich übrigens auch nicht.
Das sieht nun natürlich die Pralinen-Geschenke-Blumen-Industrie ganz anders - und so mancher halb verzweifelte Partner, der das Schenken stellvertretend für die viel zu kleinen Kinder übernehmen möchte, auch.
Frage ich meine fortgeschrittenen Mütterkolleginnen eine Woche nach dem besagten Ehrentag, hört sich das meist schon ganz anders an:
" Am liebsten hätte ich ja mal gar nichts gemacht - aber immerhin haben sie heute die Spülmaschine ausgeräumt - ach so, und sie haben mir ein Bild, Gedicht, Blumen, Pralinen...geschenkt"
Die armen Kinder - woher sollen sie das wissen?
Da gibt es aus meiner bescheidenen Sicht nur eine Lösung und die ist so einfach wie machbar:
jemand muss es ihnen sagen - vorzugsweise die eigene Mutter;)
By the way: liebe Erzieherinnen, Betreuerinnen, Grundschullehrerinnen, macht euch nicht jedes Jahr wieder so viele Gedanken um bastelbare Muttertagsgeschenkideen - manche Kinder basteln gerne, umso besser - aber manche nicht - können die nicht einfach dafür am Muttertag den Frühstückstisch decken?
Und liebe Väter und Partner eurer Frauen, wie wäre es, wenn ihr eure Partnerin einfach mal fragt, wie sie sich denn diesen Muttertag wünscht?
Und liebe Mütter - ja, ihr seid jetzt auch dran - und zwar mit Recht:
es geht nicht darum, dass wir geehrt werden - das ist klar - aber, dass wir mal genau so Pause machen können vom Familien-Wochenend-Alltag, wie die Arbeit am Tag der Arbeit, und dass der Laden trotzdem läuft, das sollte doch zumindest einmal im Jahr drin sein, findet ihr nicht?
Na, was hättet ihr denn gerne:
Frühstück ans Bett, Chillen in der Sonne ( wahlweise Wanne, Sauna, Whirlpool, Parkbank ), Laufen mit der besten Freundin, 1 Std. telefonieren, Kino am Nachmittag, Ausflug ins Grüne ( aber die anderen bereiten das Picknick vor ;), Essen gehen, Ausstellung besuchen, Musik hören auf dem Sofa...
alles irgendwie machbar und besser als Pralinen, oder?
Wollen wir uns auf ein Experiment verständigen?
Wenn ja, dann lest euch bitte die kleine Bedienungsanleitung durch, macht die Aktion mit und möglichst bekannt und meldet euch hier in den Kommentaren:
1. Wir überlegen uns unsere Wünsche für den Muttertag
2. Wir sprechen darüber mit unseren Partnern und Kindern
3. Wir finden gemeinsam einen Weg, den Tag so schön zu gestalten
4.Und wir erzählen uns hinterher gegenseitig, ob das besser war als Pralinen und für wen:)
Heute ist erst Dienstag - also noch genügend Zeit, um einen schönen Muttertag auf den Weg zu bringen - und dabei wünsche ich euch jetzt viele schöne Ideen und eine schöne Woche :)
Frau W aus F
P.S.: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es wichtig ist, sich etwas zu gönnen, bevor man es wirklich dringend braucht - über Wichtiges und Dringendes demnächst mehr - hier in diesem Theater.
schon wieder Muttertag - ich weiss - ist nicht jedermanns Sache - noch nicht einmal jeder Mutter Sache - aber wenn der doch nun schon einmal da ist, könnten wir ja auch das Beste daraus machen - und zwar für alle Beteiligten, findet ihr nicht?
Darum möchte ich euch alle gerne zu einer netten kleinen - oder lieber großen - Mitmach-Aktion einladen für einen mütter- und familienfreundlichen Muttertag in so vielen Familien wie möglich - die genau Anleitung findet ihr weiter unten und hier ist der Hintergrund dazu:
Nehmen wir mal den 1 Mai. - das ist der Tag der Arbeit, wie wir alle wissen.
Und was macht die Arbeit da?? Richtig:
PAUSE
An dieser Stelle könnte ich schon fast den Text abschliessen, schliesslich ist meine Botschaft bereits durch - mache ich aber nicht.
Der Grund liegt in einem netten Gespräch über den Sinn und Unsinn des Muttertags, das ich heute mit meinen Kursteilnehmerinnen in der Musikschule hatte.
Sie haben alle Kinder im Kleinkindalter und kommen 1x pro Woche zu mir in die Musikschule, um gemeinsam mit den Kindern Musik zu machen und mit ihren Kindern einfach eine schöne gemeinsame Stunde zu geniessen.
Ich schreibe das, weil meine älteste Tochter in einem Jahr Abitur macht - ich bin also inzwischen 17 Jahre im Geschäft und verbinde mit diesem Tag ganz offensichtlich etwas ganz anderes.
Meine Kursmütter haben einfach noch keinen Bezug dazu, da die Kinder noch nicht im Kindergarten sind und sich folglich auch noch keine selbstgebastelten Blumen, Herzen und Gedichte über die Jahre angesammelt haben.
Und sie haben auch keinerlei Bedürfnis, an diesem Tag besonders wertgeschätzt oder geehrt zu werden oder mit Geschenken überhäuft zu werden - ich übrigens auch nicht.
Das sieht nun natürlich die Pralinen-Geschenke-Blumen-Industrie ganz anders - und so mancher halb verzweifelte Partner, der das Schenken stellvertretend für die viel zu kleinen Kinder übernehmen möchte, auch.
Frage ich meine fortgeschrittenen Mütterkolleginnen eine Woche nach dem besagten Ehrentag, hört sich das meist schon ganz anders an:
" Am liebsten hätte ich ja mal gar nichts gemacht - aber immerhin haben sie heute die Spülmaschine ausgeräumt - ach so, und sie haben mir ein Bild, Gedicht, Blumen, Pralinen...geschenkt"
Die armen Kinder - woher sollen sie das wissen?
Da gibt es aus meiner bescheidenen Sicht nur eine Lösung und die ist so einfach wie machbar:
jemand muss es ihnen sagen - vorzugsweise die eigene Mutter;)
By the way: liebe Erzieherinnen, Betreuerinnen, Grundschullehrerinnen, macht euch nicht jedes Jahr wieder so viele Gedanken um bastelbare Muttertagsgeschenkideen - manche Kinder basteln gerne, umso besser - aber manche nicht - können die nicht einfach dafür am Muttertag den Frühstückstisch decken?
Und liebe Väter und Partner eurer Frauen, wie wäre es, wenn ihr eure Partnerin einfach mal fragt, wie sie sich denn diesen Muttertag wünscht?
Und liebe Mütter - ja, ihr seid jetzt auch dran - und zwar mit Recht:
es geht nicht darum, dass wir geehrt werden - das ist klar - aber, dass wir mal genau so Pause machen können vom Familien-Wochenend-Alltag, wie die Arbeit am Tag der Arbeit, und dass der Laden trotzdem läuft, das sollte doch zumindest einmal im Jahr drin sein, findet ihr nicht?
Na, was hättet ihr denn gerne:
Frühstück ans Bett, Chillen in der Sonne ( wahlweise Wanne, Sauna, Whirlpool, Parkbank ), Laufen mit der besten Freundin, 1 Std. telefonieren, Kino am Nachmittag, Ausflug ins Grüne ( aber die anderen bereiten das Picknick vor ;), Essen gehen, Ausstellung besuchen, Musik hören auf dem Sofa...
alles irgendwie machbar und besser als Pralinen, oder?
Wollen wir uns auf ein Experiment verständigen?
Wenn ja, dann lest euch bitte die kleine Bedienungsanleitung durch, macht die Aktion mit und möglichst bekannt und meldet euch hier in den Kommentaren:
1. Wir überlegen uns unsere Wünsche für den Muttertag
2. Wir sprechen darüber mit unseren Partnern und Kindern
3. Wir finden gemeinsam einen Weg, den Tag so schön zu gestalten
4.Und wir erzählen uns hinterher gegenseitig, ob das besser war als Pralinen und für wen:)
Heute ist erst Dienstag - also noch genügend Zeit, um einen schönen Muttertag auf den Weg zu bringen - und dabei wünsche ich euch jetzt viele schöne Ideen und eine schöne Woche :)
Frau W aus F
P.S.: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es wichtig ist, sich etwas zu gönnen, bevor man es wirklich dringend braucht - über Wichtiges und Dringendes demnächst mehr - hier in diesem Theater.
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