Hallo zusammen,
nie komme ich zum Arbeiten - wie soll man denn bei so einem Traumwetter etwas wegschaffen?
Das ist doch viel zu heiß und zu sonnig - mitten im Juli.
Und dabei hätte ich so viel zu tun, aber bei diesem Wetter?
Ach, ich habs so schwer - da würde ich gerne endlich was tun und dann dieses Wetter.
So kann ja meine to-do-Liste nicht kürzer werden - wird sie sowieso nicht - ich schreib ja ständig noch was drauf - es ist aber auch so viel zu machen.
Ach, ich habs echt nicht leicht...
So . das reicht jetzt - jetzt gehts richtig los mit dem, was ich gelernt habe, als ich gerade gar nichts lernen wollte:
Jammern hilft - endgegen landläufiger Meinung sogar fast immer - wenn, ja wenn einen keiner dabei unterbricht mit guten Ratschlägen oder Kopf zurecht rücken oder so.
Hätte ich eure Gedanken jetzt frei schalten können, dann wäre da so was rausgekommen, wie:
nie komme ich zum Arbeiten - wieso denn nicht?
na, bei dem Wetter - wie, du beschwerst dich übers Wetter, wo endlich der Sommer da ist?
aber so kann ich doch nichts wegschaffen - dann machs doch draußen
aber dafür ist es doch viel zu heiß - dann geh doch rein
aber dann komme ich doch nicht in die Sonne - dann machs doch nacheinander
aber ich hab doch gar keine Lust zum Arbeiten - dann beschwer dich nicht
aber ich hab doch so viel zu tun...
Anstrengend, so ´ne Schleife (uns Coaches im übrigen sehr vertraut), aber was macht man dagegen?
Ganz einfach jammern lassen - jammern, was das Zeug hält - über Gott und die Welt, den Job, die Familie, das Leben und den ganzen Rest - das wird irgendwann langweilig und alle Energien werden wieder frei.
Und wo hab ich das nun gelernt?
Klar, bei meiner wunderbaren Lehrerin Barbara Sher in der Coaching-Ausbildung - sowohl in der Theorie als auch in der Praxis.
Apropos Praxis - und damit zu der Frage, wo ich das noch gelernt habe, als ich gerade gar nichts lernen wollte:
Am Montag war ich mit meinem 7-jährigen Sohn bei einer Märchenerzählerin ( für alle, die sich gerne mal verzaubern und in die Welt der Nomadenvölker entführen lassen möchten: Konolino-Märchenzelt - tolles Erlebnis auch für Erwachsene).
Sie hat 2 sehr unterschiedliche Märchen erzählt, die beide an Märchen aus unserem Kulturkreis erinnern. In beiden Märchen ging es um Wünsche, die einfach nicht in Erfüllung gehen wollten - und in beiden Märchen passierte dann das gleiche:
erst haben sich die Personen mit dem Zustand abgefunden
dann haben sie sich an ihre alte Sehnsucht und ihren Traum erinnert
und dann - dann haben sie ihr Schicksal beklagt - laut, intensiv und ausgiebig
Und dann?
Dann kam so was wie das "Universum" ins Spiel (ihr erinnert euch? Das sind die, die uns zu Parkplätzen in der Innenstadt verhelfen, wenn wir sie bestellen:):
"Sie haben geklagt und geklagt - dann plötzlich hörten sie eine Stimme, die sagte..."
"Sie hat geklagt und geklagt - dann hörte sie auf, zu klagen, wusch sich das Gesicht und machte das, was sie machen wollte: sie..."
An dieser Klagestelle hat die Märchenerzählerin jeweils gesungen - in ihrer Muttersprache, aber die Musik spricht ja ihre eigene Sprache, und die verstehen wir auch unabhängig vom Text.
Meinen Sohn muss das sehr beeindruckt haben, denn er erzählt von diesen Geschichten immer genau diese Passage und die glückliche Wendung.
So viel zur Praxis aus dem Nomadenzelt - und nun zur Praxis aus dem Familienleben im Einfamilienhaus im 21. Jhd.:
Mein Sohn hat heute morgen Lego gebaut - ganz für sich alleine und anscheinend im flow - jedenfalls hörte und sah man nichts von ihm.
Irgendwann gabs Geschrei - seine 14 jährige Schwester war als ungebetener Gast (sonst sehr gerne gesehen) in seinem Zimmer aufgetaucht, es gab Streit und der endete damit, dass die angefangene Ritterburg kaputt ging - ich würde mal sagen: selbst verschuldeter Unfall.
Und da fing mein Sohn doch glatt an zu jammern und ich habe ihn gelassen - einige Minuten lang - dann war der Spuk vorbei, es wurde wieder ruhig.
Eine halbe Stunde später kam er glückselig zu mir und hatte sein ganzes Zimmer aufgeräumt und hatte plötzlich Lust, mit mir und eben seiner Schwester "Mensch ärgere dich nicht" zu spielen - was im übrigen sehr nett und ausgesprochen lustig war - und das ist auch schon mal ganz anders ;)
Ich jammer auch schon mal - meistens gehts in die Richtung:
wenn ich das mache, dann kann ich ja dies nicht machen - aber da kann man nur das gleiche sagen, wie in den Märchen:
stimmt - so ist es - jammer ne Runde und dann mach eins nach dem anderen.
Und so habe ich heute mal angefangen, wenigstens hier ein bisschen was von dem zu erzählen, was ich so alles lerne, wenn ich gerade gar nichts lernen will - by the way so zu sagen.
Und demnächst starte ich damit dann auch mein Buch-Projekt mit Porträts über Menschen, die ihre Träume verwirklicht haben, was sie erzählen und was man daraus alles lernen kan - ganz besonders dann, wenn man gerade gar nichts lernen möchte.
Das Jammern in den Märchen und im Alltag paßt in dieser Form ja eher zu den Anfängern - für diejenigen, die nicht so gerne jammern, aber umso lieber lachen und Spaß haben - hier die Fortgeschrittenen-Variante:
Jammern mit Publikumsapplaus - Kostprobe gefällig?
Nie komme ich zum Arbeiten - ach du Arme - wo du das doch so gerne möchtest
Wie soll man denn bei dem Traumwetter was wegschaffen? - Ja, das geht nur bei Regen - wander doch aus nach England oder so - dann hast du immmer schlechtes Wetter
Und dabei hätte ich doch so viel zu tun - ja , das wird bestimmt weniger, wenn du auf schlechtes wartest - würde ich auch so machen
Meine to do-Liste wird nicht kürzer, ich schreib ja ständig was Neues drauf - schrecklich, diese Listen, mach deine to-dos doch direkt auf ne Klorolle - dann kann jeder mitschreiben und du kannst sicher sein, dass du nie Feierabend kriegst
Mit dieser schicken Methode von Barbara Sher brauche ich genau 2 Min., um 2 schulmüde Teenies an die Schreibtische zu beamen - ich brauch dazu nur das Zauberwort zu sagen - nein, nicht "bitte", sondern:
Wollt ihr ne Hard Times Session??
Und nun meine Bitte an alle meine lieben Kollegen - ihr seid darin Profis - wollt ihr nicht mal so eine Session hier in den Kommentar reinschreiben - ich lach doch so gerne:
Jammer-Situation - nie habe ich genug Zeit - immer muss ich...
Ich würde mich wirklich sehr, sehr, sehr freuen - 3 -2- 1-LOS:
Viel Spaß an alle und fröhliches Jammern in die Runde,
Frau W aus F
Urlaubsgefühle sind eine feine Sache und ganz besonders, wenn sie sich auch im Alltag breit machen können - wie das gehen kann, wenn man nicht nur Familie und Job, sondern auch noch viele eigene Interessen unter einen Hut bringen will, ohne einen täglichen Nervenzusammenbruch zu bekommen? Da habe ich manchmal (k)eine Lösung, bewundere aber in regelmäßigen Abständen das Problem ;) *doch, ich kann Englisch: der Titel ist ein O-Ton einer Szene aus dem Film "Shopping"
Sonntag, 29. Juli 2012
Sonntag, 22. Juli 2012
Einfach gut erholt - oder: kleine Ziele - große Wirkung
Hallo zusammen,
wenn ich so den "Untertext" zu diesem Blog hier lese - und zwar nach einiger Zeit mal wieder - denke ich sofort: "Ja, darüber sollte man wirklich mal was schreiben - ...und verschiedene eigene Interessen unter einen Hut kriegen - nur, wie komme ich darauf, dass ausgerechnet ich diejenige sein sollte?"
Aber dann fällt mir doch glatt wieder meine Untermission ein - ich wollte mich doch nebenbei mitcoachen - wie gut, dass ich mich mitten im Selbstversuch befinde ;)
Die Kurzfassung:
es gelingt immer dann, wenn ich mich an alles erinnere, was so ansteht - wenn ich noch den Überblick behalte über alle Aufgaben, Dringlichkeiten und die schönen Dinge des Lebens.
Und wenn es mir dann noch gelingt, beim Spielen mit meinen Kindern beim Spiel und bei meinen Kindern zu sein ( anstatt bspw. an das nächste wichtige Telefonat, das Konzept für den Workshop oder mein aktuelles Schreib-Projekt zu denken - und umgekehrt).
Im Urlaub war das so ähnlich:
da hab ich mich doch glatt aufs Urlaub machen konzentriert - also schön ausschlafen, gemütlich frühstücken, viel draußen sein - nix besonderes, oder?
Von wegen - früher hatte ich das auch vor, aber stattdessen war da ständig irgend so ein Pflicht-Monster mit an Bord: jetzt hast du Zeit, täglich schwimmen zu gehen und zu laufen (hatte ich erwähnt, dass ich ein absoluter Sportmuffel bin? Hatte ich, glaube ich!) und x Bücher zu lesen und meine Brigitte(s) (sind ja genug auf Halde so zu sagen) und meinem jeweils jüngsten Kind schwimmen beizubringen (nur, weil die anderen Eltern in meinem Umfeld ständig davon erzählen, wie ihre Kinder im Urlaub schwimmen lernen).
Und - was war das Ergebnis? Richtig - niemand hat schwimmen gelernt, mein Sportprogramm hat an maximal 3 aufeinanderfolgenden Tagen statt gefunden, ich konnte mich zwischen den ganzen Büchern und Brigitte(s) nicht entscheiden und mußte deshalb ständig viel zu viel Zeug mit an den Strand schleppen.
Bis auf den letzten Punkt und die Tatsache, dass ich auch nicht einen Funken von schlechtem Gewissen mit nach Hause gebracht habe, war es dieses Jahr auch nicht anders - nur diesmal hatte ich mir auch nichts anderes vorgenommen, außer mich maximal zu erholen und genau dieses Ziel habe ich dann auch erreicht.
Ach so, es stellt sich nun die Frage, was denn meine armen Kinder in der Zeit gemacht haben, in der ich mich maximal erholt habe. Ganz simpel: sie haben andere Kinder in ihrer Altersklasse gefunden (also genauer gesagt: wir haben einfach den ersten Tag in unserer Ferienanlage verbracht - der Rest war eine Mischung aus Glück und so´n Zufall) - naja, und zeitweise haben wir uns natürlich auch miteinander erholt ;)
Aber jetzt kommts - warum konnte ich den Urlaub in diesem Jahr so anders gestalten?
Weil ich wusste, was ich am Ende des Urlaubs erreicht haben wollte - nämlich maximal erholt zu sein.
Und warum wusste ich das diesmal so genau?
Weil ich ein Support-Team habe, in dem wir uns gegenseitig unterstützen, unsere Träume zu verwirklichen und unsere Ziele zu erreichen. Und genau dort bekam ich diese Frage gestellt: "Was möchtest du am Ende deines Urlaubs erreicht haben?" Und da hörte ich mich doch glatt sagen "Ich möchte mich so erholt haben, dass ich danach wieder mit meinen ganzen Projekten durchstarten kann".
Nun bin ich also wieder zu Hause und zwar bereits seit einer Woche - was ich seit dem alles gemacht habe, obwohl meine Kids wegen Schulferien zu Hause sind ?
Meine Homepage überarbeitet
schreckliche Behörden-Anträge bearbeitet (inkl. Unterlagen raussuchen und pers. Vorsprechen)
an 2 Webinaren teilgenommen
an unserem Support-Team teilgenommen
eine Grobplanung für alle meine Coaching-Projekte erstellt
Coaching-Session mit einer Klientin abgehalten
Rasen gemäht
Fenster geputzt
meinen Kleiderschrank aufgeräumt
alle Urlaubs-Wäsche gewaschen
unseren kleinen Balkon neu eingerichtet
Zeug zum Müllplatz gefahren
jeden Tag mit meinen Kindern was gespielt
mit den Kindern gemeinsam gekocht
beim Feldenkrais gewesen
und diesen Blogbeitrag hier verfasst
Ach, tut das gut - denn in Wirklichkeit standen da noch ganz andere Dinge auf meiner Liste - und die hab ich (noch) nicht gemacht.
Da wartet nämlich u.a. noch ein spannendes Buchprojekt auf seine Verwirklichung - ein Buch mit Portraits/Interviews von Menschen, die ihre ganz speziellen Träume umgesetzt haben.
Eine davon habe ich in meinem Urlaub vor 2 Jahren am gleichen Ort kennengelernt - eine deutsche Skipperin, die seit 20 Jahren in Holland ihren Traum lebt - und in diesem Jahr habe ich mich endlich getraut, mit ihr ein Interview zu führen (das stand schon seit eben diesen 2 Jahren in meinem Ideen-Buch - nie hätte ich geglaubt, dass ich das wirklich einmal machen würde!).
Und spätestens durch die Geschichte dieser Frau weiß ich, wie wahr das alles ist, was wir nur in der Theorie gelernt haben und wohin es einen in der Praxis tatsächlich führen kann - für mich ein roter Faden, der sich durch alle Erfolgsgeschichten von Menschen zieht - spannendes Thema.
Sobald alle anderen Fenster auch geputzt sind, fange ich damit an ;)
Wie es mir jetzt geht - nach dieser Woche?
Sagen wir so: heute geht es wieder, nachdem mir gestern Abend aufgefallen ist, dass meine to-dos mal wieder drauf und dran waren, meine ganz schlichte Freizeit aufzufressen.
Da habe ich mir gestern Abend mal schnell einen schönen Abend gemacht - mit Kerzen und roter Schorle, Musik von Caro Emerald und meiner Brigitte auf`m Sofa - herrlich.
Vielleicht sollte ich doch darüber schreiben, wie man vieles unter einen Hut kriegen kann - zum Beispiel to do´s und nice to do`s :)
Und jetzt würden mich eure Erfahrungen interessieren:
Wie leicht oder schwer fällt es euch, passende Ziele für euch auszusuchen bzw. euch bewusst zu machen?
Und: was hilft euch dabei? (Diese Frage besonders gerne an alle, denen genau das so herrlich leicht fällt)
Schreibt eure Kommentare unter diesen Artikel (einfach im weißen Kommentarfeld losschreiben) - ich freu mich drauf :)
Und allen, die noch etwas davon haben:
schönen, erholsamen Urlaub!
Frau W aus F
wenn ich so den "Untertext" zu diesem Blog hier lese - und zwar nach einiger Zeit mal wieder - denke ich sofort: "Ja, darüber sollte man wirklich mal was schreiben - ...und verschiedene eigene Interessen unter einen Hut kriegen - nur, wie komme ich darauf, dass ausgerechnet ich diejenige sein sollte?"
Aber dann fällt mir doch glatt wieder meine Untermission ein - ich wollte mich doch nebenbei mitcoachen - wie gut, dass ich mich mitten im Selbstversuch befinde ;)
Die Kurzfassung:
es gelingt immer dann, wenn ich mich an alles erinnere, was so ansteht - wenn ich noch den Überblick behalte über alle Aufgaben, Dringlichkeiten und die schönen Dinge des Lebens.
Und wenn es mir dann noch gelingt, beim Spielen mit meinen Kindern beim Spiel und bei meinen Kindern zu sein ( anstatt bspw. an das nächste wichtige Telefonat, das Konzept für den Workshop oder mein aktuelles Schreib-Projekt zu denken - und umgekehrt).
Im Urlaub war das so ähnlich:
da hab ich mich doch glatt aufs Urlaub machen konzentriert - also schön ausschlafen, gemütlich frühstücken, viel draußen sein - nix besonderes, oder?
Von wegen - früher hatte ich das auch vor, aber stattdessen war da ständig irgend so ein Pflicht-Monster mit an Bord: jetzt hast du Zeit, täglich schwimmen zu gehen und zu laufen (hatte ich erwähnt, dass ich ein absoluter Sportmuffel bin? Hatte ich, glaube ich!) und x Bücher zu lesen und meine Brigitte(s) (sind ja genug auf Halde so zu sagen) und meinem jeweils jüngsten Kind schwimmen beizubringen (nur, weil die anderen Eltern in meinem Umfeld ständig davon erzählen, wie ihre Kinder im Urlaub schwimmen lernen).
Und - was war das Ergebnis? Richtig - niemand hat schwimmen gelernt, mein Sportprogramm hat an maximal 3 aufeinanderfolgenden Tagen statt gefunden, ich konnte mich zwischen den ganzen Büchern und Brigitte(s) nicht entscheiden und mußte deshalb ständig viel zu viel Zeug mit an den Strand schleppen.
Bis auf den letzten Punkt und die Tatsache, dass ich auch nicht einen Funken von schlechtem Gewissen mit nach Hause gebracht habe, war es dieses Jahr auch nicht anders - nur diesmal hatte ich mir auch nichts anderes vorgenommen, außer mich maximal zu erholen und genau dieses Ziel habe ich dann auch erreicht.
Ach so, es stellt sich nun die Frage, was denn meine armen Kinder in der Zeit gemacht haben, in der ich mich maximal erholt habe. Ganz simpel: sie haben andere Kinder in ihrer Altersklasse gefunden (also genauer gesagt: wir haben einfach den ersten Tag in unserer Ferienanlage verbracht - der Rest war eine Mischung aus Glück und so´n Zufall) - naja, und zeitweise haben wir uns natürlich auch miteinander erholt ;)
Aber jetzt kommts - warum konnte ich den Urlaub in diesem Jahr so anders gestalten?
Weil ich wusste, was ich am Ende des Urlaubs erreicht haben wollte - nämlich maximal erholt zu sein.
Und warum wusste ich das diesmal so genau?
Weil ich ein Support-Team habe, in dem wir uns gegenseitig unterstützen, unsere Träume zu verwirklichen und unsere Ziele zu erreichen. Und genau dort bekam ich diese Frage gestellt: "Was möchtest du am Ende deines Urlaubs erreicht haben?" Und da hörte ich mich doch glatt sagen "Ich möchte mich so erholt haben, dass ich danach wieder mit meinen ganzen Projekten durchstarten kann".
Nun bin ich also wieder zu Hause und zwar bereits seit einer Woche - was ich seit dem alles gemacht habe, obwohl meine Kids wegen Schulferien zu Hause sind ?
Meine Homepage überarbeitet
schreckliche Behörden-Anträge bearbeitet (inkl. Unterlagen raussuchen und pers. Vorsprechen)
an 2 Webinaren teilgenommen
an unserem Support-Team teilgenommen
eine Grobplanung für alle meine Coaching-Projekte erstellt
Coaching-Session mit einer Klientin abgehalten
Rasen gemäht
Fenster geputzt
meinen Kleiderschrank aufgeräumt
alle Urlaubs-Wäsche gewaschen
unseren kleinen Balkon neu eingerichtet
Zeug zum Müllplatz gefahren
jeden Tag mit meinen Kindern was gespielt
mit den Kindern gemeinsam gekocht
beim Feldenkrais gewesen
und diesen Blogbeitrag hier verfasst
Ach, tut das gut - denn in Wirklichkeit standen da noch ganz andere Dinge auf meiner Liste - und die hab ich (noch) nicht gemacht.
Da wartet nämlich u.a. noch ein spannendes Buchprojekt auf seine Verwirklichung - ein Buch mit Portraits/Interviews von Menschen, die ihre ganz speziellen Träume umgesetzt haben.
Eine davon habe ich in meinem Urlaub vor 2 Jahren am gleichen Ort kennengelernt - eine deutsche Skipperin, die seit 20 Jahren in Holland ihren Traum lebt - und in diesem Jahr habe ich mich endlich getraut, mit ihr ein Interview zu führen (das stand schon seit eben diesen 2 Jahren in meinem Ideen-Buch - nie hätte ich geglaubt, dass ich das wirklich einmal machen würde!).
Und spätestens durch die Geschichte dieser Frau weiß ich, wie wahr das alles ist, was wir nur in der Theorie gelernt haben und wohin es einen in der Praxis tatsächlich führen kann - für mich ein roter Faden, der sich durch alle Erfolgsgeschichten von Menschen zieht - spannendes Thema.
Sobald alle anderen Fenster auch geputzt sind, fange ich damit an ;)
Wie es mir jetzt geht - nach dieser Woche?
Sagen wir so: heute geht es wieder, nachdem mir gestern Abend aufgefallen ist, dass meine to-dos mal wieder drauf und dran waren, meine ganz schlichte Freizeit aufzufressen.
Da habe ich mir gestern Abend mal schnell einen schönen Abend gemacht - mit Kerzen und roter Schorle, Musik von Caro Emerald und meiner Brigitte auf`m Sofa - herrlich.
Vielleicht sollte ich doch darüber schreiben, wie man vieles unter einen Hut kriegen kann - zum Beispiel to do´s und nice to do`s :)
Und jetzt würden mich eure Erfahrungen interessieren:
Wie leicht oder schwer fällt es euch, passende Ziele für euch auszusuchen bzw. euch bewusst zu machen?
Und: was hilft euch dabei? (Diese Frage besonders gerne an alle, denen genau das so herrlich leicht fällt)
Schreibt eure Kommentare unter diesen Artikel (einfach im weißen Kommentarfeld losschreiben) - ich freu mich drauf :)
Und allen, die noch etwas davon haben:
schönen, erholsamen Urlaub!
Frau W aus F
Samstag, 30. Juni 2012
Bubbletea, Freiheiten und Familienurlaub - oder: reden hilft
Hallo zusammen,
ja, mir geht es gerade ganz ähnlich, wenn ich diesen Titel hier lese: wie, bitte schön, soll das alles in einem Artikel abgehandelt werden und - was noch viel schlimmer ist - warum?
Sagen wir mal so:
in diesen 3 Begriffen stecken gerade meine aktuellen Erkenntnisse und Erfahrungen der letzten 24 Std. und für die nächsten 14 Tage.
Aber ich fange mal hinten an - beim Familienurlaub.
Wenn unsere Familie in Urlaub fahren möchte, bedeutet das neben endlosen Pack-Sessions vor allem eines: das unter-einen-Hut-bringen der Interessen von 3 Altersstufen Kinder (17, 14, 7 !!!), 3 (fast) Frauen, 2 (fast) Männern, 3 Langschläfern, 2 Frühaufstehern, 4 Sportlern, 1 Nicht-Sportlerin (ja, das bin ich) und so weiter und so weiter.
Das klingt nicht nur nach Stress - das ist Stress - wenn man versucht, möglichst viel gemeinsam zu machen.
Das ist aber sehr abwechslungsreich und bereichernd, wenn man Familienurlaub einfach eine Runde "umdefiniert":
alle in der Regel am gleichen Ort oder eben auch nicht - zum Beispiel.
Genau das ist nun meine Lösung für die nette Idee, meiner Ältesten (3 Monate nach dem ausdrücklichen Wunsch, mitzufahren, 2 1/2 Monate nach dem Buchen einer ausreichend großen Ferienwohnung, 1 Tag vor Packen, 2 Tage vor Losfahren): "Ich fahre doch nicht mit!".
Es folgte eine längere Auseinandersetzung über eigene Freiräume, eigene Entscheidungen und die Konsequenzen für den Rest der Welt - Ergebnis s.o. und sie fährt nun mit :)
Warum mir das so wichtig war?
Ich hab sie einfach gerne um mich, wir führen oft tolle Gespräche und haben meistens viel zu lachen. Und beides hat sich dann ein paar Stunden später bestätigt - gut, das Lachen war in dem Fall auf meine Kosten (und über meine neue Sonnenbrille - beide Mädels waren sich über den Amüsierfaktor erschreckend einig), aber das tolle Gespräch war zum Thema "Bubbletea".
Bubbletea - für alle, die keine Teenies haben, die ihnen die Welt erklären - Bubbletea ist ein Getränk, dass man sich in Details nach dem eigenen Geschmack zusammenstellen lassen kann. Die Basis ist Eistee und dazu kommen dann spezielle Geschmackskügelchen, die ihre ganze Pracht erst nach und nach im Mund entfalten - und die kann man sich eben ganz genau aussuchen:
"Einen Bubbletea bitte, mit 2x Lemon, 1x Vanille, 3x Pfefferminz, 1x Chai und 2 x Schokolade" - variabel nach oben offen.
"Ah", sage ich "das ist wohl Trend - wie bei den gebrannten Mandeln auf dem Weihnachtsmarkt - 2 hier von 1 davon - damit man alles probieren kann."
"Genau", sagt da die Teenie-Tochter, die sich jetzt doch auf einen Familienurlaub mit leicht eingeschränkten Freiheiten eingestellt hat - "das ist für die ganzen Leute, die sich nie für was entscheiden können."
"Hey, das stimmt", sage ich und denke u.a. auch daran, wie unverbindlich und unklar die Verabredungen in der Clique meiner Tochter laufen - alles per SMS und facebook und buchstäblich auf die allerletzte Minute.
Vielleicht ganz gut, wenn ab und zu mal jemand dagegen steuert und daran erinnert, dass sich andere vielleicht schon darauf gefreut und eingestellt haben.
Dabei fällt mir gerade was auf zum Thema Vorfreude:
liebe Bubbletea-Generation, stellt euch doch mal bitte vor, euer extra ausgesuchtes Pfefferminz-Kügelchen überlegt es sich in letzter Sekunde doch noch anders und entwickelt die Geschmackspartikel von - sagen wir mal - Aloe Vera - wäre jetzt auch nicht so schön, oder?
So ein bisschen Festlegen und Zuverlässigkeit hat auch was - zumindest anderen gegenüber.
Aber woher weiß ich jetzt, ob meine Zusage von vor 3 Monaten oder meine Absage heute richtig ist?
Schlecht, wenn man damit alleine ist - denn die anderen drum rum sehen das sofort - in diesem Fall gings meiner Teenie-Tochter gut, als sie sich auf den Urlaub gefreut hatte - auch noch vor 3 Tagen übrigens und eindeutig nicht gut, als sie meinte, sie könnte sich nicht erholen, wenn sie mit uns zusammen wäre.
Und jetzt kommt das Beste:
gerade eben kommt sie nach Hause von ihrem üblichen Wochenend-Chillen im Park mit ihren Freunden - und was erzählt sie mir? Sie hat einen lang dauernden Streit mit einer Freundin gerade mit ihr geklärt - es gibt keine Zufälle :)
Und die Moral von der Geschicht:
Denken lohnt sich (ja, Herrr Ebert - das stimmt schon) - alleine hilft es aber nicht ;)
Morgen also ist Packtag - für mich eine Herausforderung, die ich letztes Jahr um diese Zeit zum ersten Mal in meinem Familiendasein ohne größere Dramen gemeistert habe. Der Grund war mein damaliger täglicher Blog zum Thema "the next good-enough-step-right-now" - wer mag, hier ist der link zu dem Blog-Beitrag mit nahezu revolutionären Gedanken über die Einteilung der Gesellschaft in 2 sich leider überhaupt nicht verstehende Untergruppierungen:
http://good-enough-step.blogspot.de/2011/07/day-11-packing-for-family-vacations-and.html
ach so, is auf englisch - also Schul-Englisch, 2. Fremdsprache - versteht also jeder!
So, wenn ich jetzt auf die richtige Seite des Lebens gucke, dann wird es dringend Zeit, zu schlafen, morgen meine eigenen Pack-Strategien aus der Kiste zu holen und dann loszulegen.
Bis bald also - vielleicht sogar mit Berichten aus dem Familienurlaub mit Extrembesetzung.
Frau W aus F
ja, mir geht es gerade ganz ähnlich, wenn ich diesen Titel hier lese: wie, bitte schön, soll das alles in einem Artikel abgehandelt werden und - was noch viel schlimmer ist - warum?
Sagen wir mal so:
in diesen 3 Begriffen stecken gerade meine aktuellen Erkenntnisse und Erfahrungen der letzten 24 Std. und für die nächsten 14 Tage.
Aber ich fange mal hinten an - beim Familienurlaub.
Wenn unsere Familie in Urlaub fahren möchte, bedeutet das neben endlosen Pack-Sessions vor allem eines: das unter-einen-Hut-bringen der Interessen von 3 Altersstufen Kinder (17, 14, 7 !!!), 3 (fast) Frauen, 2 (fast) Männern, 3 Langschläfern, 2 Frühaufstehern, 4 Sportlern, 1 Nicht-Sportlerin (ja, das bin ich) und so weiter und so weiter.
Das klingt nicht nur nach Stress - das ist Stress - wenn man versucht, möglichst viel gemeinsam zu machen.
Das ist aber sehr abwechslungsreich und bereichernd, wenn man Familienurlaub einfach eine Runde "umdefiniert":
alle in der Regel am gleichen Ort oder eben auch nicht - zum Beispiel.
Genau das ist nun meine Lösung für die nette Idee, meiner Ältesten (3 Monate nach dem ausdrücklichen Wunsch, mitzufahren, 2 1/2 Monate nach dem Buchen einer ausreichend großen Ferienwohnung, 1 Tag vor Packen, 2 Tage vor Losfahren): "Ich fahre doch nicht mit!".
Es folgte eine längere Auseinandersetzung über eigene Freiräume, eigene Entscheidungen und die Konsequenzen für den Rest der Welt - Ergebnis s.o. und sie fährt nun mit :)
Warum mir das so wichtig war?
Ich hab sie einfach gerne um mich, wir führen oft tolle Gespräche und haben meistens viel zu lachen. Und beides hat sich dann ein paar Stunden später bestätigt - gut, das Lachen war in dem Fall auf meine Kosten (und über meine neue Sonnenbrille - beide Mädels waren sich über den Amüsierfaktor erschreckend einig), aber das tolle Gespräch war zum Thema "Bubbletea".
Bubbletea - für alle, die keine Teenies haben, die ihnen die Welt erklären - Bubbletea ist ein Getränk, dass man sich in Details nach dem eigenen Geschmack zusammenstellen lassen kann. Die Basis ist Eistee und dazu kommen dann spezielle Geschmackskügelchen, die ihre ganze Pracht erst nach und nach im Mund entfalten - und die kann man sich eben ganz genau aussuchen:
"Einen Bubbletea bitte, mit 2x Lemon, 1x Vanille, 3x Pfefferminz, 1x Chai und 2 x Schokolade" - variabel nach oben offen.
"Ah", sage ich "das ist wohl Trend - wie bei den gebrannten Mandeln auf dem Weihnachtsmarkt - 2 hier von 1 davon - damit man alles probieren kann."
"Genau", sagt da die Teenie-Tochter, die sich jetzt doch auf einen Familienurlaub mit leicht eingeschränkten Freiheiten eingestellt hat - "das ist für die ganzen Leute, die sich nie für was entscheiden können."
"Hey, das stimmt", sage ich und denke u.a. auch daran, wie unverbindlich und unklar die Verabredungen in der Clique meiner Tochter laufen - alles per SMS und facebook und buchstäblich auf die allerletzte Minute.
Vielleicht ganz gut, wenn ab und zu mal jemand dagegen steuert und daran erinnert, dass sich andere vielleicht schon darauf gefreut und eingestellt haben.
Dabei fällt mir gerade was auf zum Thema Vorfreude:
liebe Bubbletea-Generation, stellt euch doch mal bitte vor, euer extra ausgesuchtes Pfefferminz-Kügelchen überlegt es sich in letzter Sekunde doch noch anders und entwickelt die Geschmackspartikel von - sagen wir mal - Aloe Vera - wäre jetzt auch nicht so schön, oder?
So ein bisschen Festlegen und Zuverlässigkeit hat auch was - zumindest anderen gegenüber.
Aber woher weiß ich jetzt, ob meine Zusage von vor 3 Monaten oder meine Absage heute richtig ist?
Schlecht, wenn man damit alleine ist - denn die anderen drum rum sehen das sofort - in diesem Fall gings meiner Teenie-Tochter gut, als sie sich auf den Urlaub gefreut hatte - auch noch vor 3 Tagen übrigens und eindeutig nicht gut, als sie meinte, sie könnte sich nicht erholen, wenn sie mit uns zusammen wäre.
Und jetzt kommt das Beste:
gerade eben kommt sie nach Hause von ihrem üblichen Wochenend-Chillen im Park mit ihren Freunden - und was erzählt sie mir? Sie hat einen lang dauernden Streit mit einer Freundin gerade mit ihr geklärt - es gibt keine Zufälle :)
Und die Moral von der Geschicht:
Denken lohnt sich (ja, Herrr Ebert - das stimmt schon) - alleine hilft es aber nicht ;)
Morgen also ist Packtag - für mich eine Herausforderung, die ich letztes Jahr um diese Zeit zum ersten Mal in meinem Familiendasein ohne größere Dramen gemeistert habe. Der Grund war mein damaliger täglicher Blog zum Thema "the next good-enough-step-right-now" - wer mag, hier ist der link zu dem Blog-Beitrag mit nahezu revolutionären Gedanken über die Einteilung der Gesellschaft in 2 sich leider überhaupt nicht verstehende Untergruppierungen:
http://good-enough-step.blogspot.de/2011/07/day-11-packing-for-family-vacations-and.html
ach so, is auf englisch - also Schul-Englisch, 2. Fremdsprache - versteht also jeder!
So, wenn ich jetzt auf die richtige Seite des Lebens gucke, dann wird es dringend Zeit, zu schlafen, morgen meine eigenen Pack-Strategien aus der Kiste zu holen und dann loszulegen.
Bis bald also - vielleicht sogar mit Berichten aus dem Familienurlaub mit Extrembesetzung.
Frau W aus F
Donnerstag, 14. Juni 2012
Eigentlich...sollte man sich ruhig mal eine kleine Selbstzensur gönnen
Hallo zusammen,
eigentlich - also eigentlich möchte ich, wenn nichts anderes dazwischen kommt - also eigentlich möchte ich ja jetzt diesen Blog-Post schreiben.
Eigentlich soll das Thema sein, wie man möglichst schnell zu den richtigen Entscheidungen kommt. Und eigentlich geht es darum, dass man sich diese Entscheidungen und dann auch das Umsetzen viel leichter machen kann, wenn man sich sprachlich eine kleine Selbstzensur gönnt und auf das kleine Wort "eigentlich" ganz einfach verzichtet.
Irgendwie zäh, oder?
Da geht die ganze Energie weg, es kommen immer mehr Zweifel, man kommt nicht in Bewegung und es kostet Zeit ohne Ende, die man nicht nur eigentlich viel besser nutzen könnte.
Also noch mal - aber ohne eigentlich:
Ich möchte diesen Blogpost schreiben. Das Thema soll sein, wie man möglichst schnell zu den richtigen Entscheidungen kommt.
Es geht darum, dass man sich diese Entscheidungen und dann auch das Umsetzen viel leichter machen kann, wenn man sich sprachlich eine kleine Selbstzensur gönnt und auf das kleine Wort "eigentlich" ganz einfach verzichtet.
Na, klingt schon besser, oder?
Nicht unbedingt poetisch, geschmackvoll oder sonst wie rund - also nicht perfekt, aber man hat das Gefühl: jetzt gehts tatsächlich los ( dumm nur, dass es immer noch nicht richtig losgegangen ist, aber das werde ich jetzt ändern).
Hier kommt meine kleine Geschichte über die Irrungen und Wirrungen einer angehenden selbständigen Beraterin (wie heißt noch mal die weibliche Form von Coach - naja egal ) und die besondere Bedeutung des Wortes "eigentlich" für das Ausbremsen auf höchstem Niveau:
Vor kurzem hat sich ein kleines Wunder ereignet - ich saß an meinem Lieblingsschreibtisch vorm Fenster und hatte äußerst Wichtiges am PC zu tun, da kam eine Nachricht von einem großen deutschen Immobilien-Portal :
sinngemäß "Hier ist die eierlegende Wollmilchsau für Familie Wietschorke - kontaktieren Sie mich für einen Besichtigungstermin".
Sinngemäß bedeutet, dass es genau das Angebot war, auf das wir schon seit Jahren warten: Größe, Zimmer, Lage, Preis, Ausstattung - es stimmte einfach alles.
Nach kurzer Absprache mit meinem Mann (es lebe Handy und Mail-Box) hatte ich auch schon einen sehr netten und angenehmen Makler an der Strippe und 2 Min. später einen Besichtigungstermin.
Was dann folgte, fasse ich hier nur kurz zusammen - denn es geht ja um etwas anderes: Wohnung toll, Makler uns zu getan, Vermieter nicht kennengelernt, 6 Tage Nervosität und schießlich - die Absage!
Schon während dieser Zeit war ich sehr froh, über einen Haufen moralischer Unterstützung von meinen Freunden - aber danach - also zum Verarbeiten des Dramas und zur Entscheidung, wie es jetzt weitergehen soll mit dem Wohnungssuch-Thema war ich mehr als dankbar darüber, sie alle an meiner Seite zu haben.
In dieser ganzen Diskussion hörte ich mich irgendwann sagen: "Eigentlich möchte ich doch wieder mehr für unseren gemeinsamen Start als Coaches tun - und jetzt auf allen Kanälen eine Wohnung suchen - on top zum ganz normalen Alltag mit einer 5-köpfigen Familie und einem Schuljahres-Endspurt - wie soll das gehen?"
Dazu muss man wissen, dass ich wegen dieser vielen Aufgaben (ach ja, da war auch noch die Konfirmation von unserer Tochter - Gäste, Geschenke, Klamotten - das ganze Programm eben) einfach nicht mehr dazu gekommen bin, mich um unsere geplante Webinar-Reihe zu kümmern oder andere Aufgaben zu übernehmen - selbst das Blog-Schreiben hatte gelitten.
Aber jetzt kommts:
während dieser ganzen Zeit hatte ich ordentliche Nacken-Schulter-Probleme und zwar schon beim Aufwachen.
Als das "eigentlich" sich dann endlich in "na gut" gewandelt hatte und ich wieder in dieses Arbeitsprojekt eingestiegen bin - und zwar ganz klein - , passierten 3 Dinge:
1. ich habe wieder gemerkt, wie viel Spaß mir diese ganze Arbeit macht und was ich dazu beitragen möchte
und
2. am nächsten Morgen bin ich aufgewacht - entspannt wie nach einer Massage oder einer Runde Feldenkrais ( dazu demnächst mal mehr - eine tolle Bewegungslehre - in jeder Hinsicht)
und
3. ich bin wieder im Arbeits-Flow - Blog schreiben, Finanzen regeln, Konzepte entwickeln - ich kann mich vor Ideen mal wieder nicht retten.
Und jetzt habe ich folgenden Verdacht:
es könnte sein, dass sich hinter dem Wort "eigentlich" das verbirgt, was genau jetzt dran ist, seit langem schon dran gewesen wäre oder anders ausgedrückt: was möglich gemacht werden möchte.
Mal ein Beispiel:
Eigentlich möchte ich gerne meinen Haushalt wenigstens good-enough kriegen - funktioniert bei mir als Satz ohne "eigentlich", denn das möchte ich wirklich
Eigentlich möchte ich gerne unseren Speicher entrümpeln - funktioniert bei mir ohne "eigentlich" schlicht gar nicht - das ist jetzt nicht dran
Eigentlich möchte ich gerne mit der ganzen Familie in einer schönen Altbau-Wohnung im Frankfurter Nordend leben - funktioniert
Eigentlich möchte ich eine Weltreise machen - wahlweise einen Pelzmantel oder einen Diamanten -
nee- weder eigentlich noch sonst wie - einfach gar nicht.
Und so komme ich auf die Idee des "Eigentlich-Orakels":
1. Den Satz mit eigentlich formulieren
2. Den Satz ohne eigentlich formulieren
3. entweder der Satz passt jetzt, dann loslegen oder es gibt noch irgendein Hindernis (Zeit, Geld, Bequemlichkeit, Umfeld) - dann erst noch einen einfachen Zwischenritt einlegen.
Na - eigentlich doch ganz einfach, oder?
Ok, dann eine kleine Übung in Richtung Urlaubsgefühle:
Nehmt euch ein Blatt Papier und schreibt oben auf die Seite als Überschrift "Eigentlich möchte ich gerne..." - und schon sind wir wieder bei Pausen statt Pralinen - nur dass mir dazu im Moment gar nicht viel einfällt, weil ich ja nun mal so viel Spaß an meiner Arbeit habe.
Aber gut, ich wollte mich ja auch pausentechnisch mit-coachen - also:
*im Straßencafe Latte Macchiato in der Sonne trinken
*mit meiner Freundin nett unterwegs sein
*einen schönen Film im Kino oder TV ansehen (unser Fernseher kann sich vermutlich nicht mehr an mich erinnern und verweigert daher jegliche Zusammenarbeit)
*zu einem Rock/Pop/Soul/Swing/Musical-Konzert gehen
*schlimmer noch: selbst wieder singen
*in Holland am Strand sitzen (ist bald soweit)
Soweit so gut - jetzt lesen, umformulieren und loslegen:)
Und nun würden mich brennend eure Meinungen dazu interessieren - oder auch eure Erfahrungen, wenn ihr das "eigentlich"-Orakel vielleicht mal ausprobiert habt.
Wer also jetzt denkt "eigentlich könnte ich das ja mal testen" oder "eigentlich würde ich gerne mal einen Kommentar dazu schreiben", ist herzlich eingeladen, das zu tun - einfach ganz unten auf dieser Seite auf "Kommentare" klicken und loslegen:)
Eigentlich habe ich jetzt alles gesagt, was ich sagen wollte - ähh..
...jetzt habe ich alles gesagt alles gesagt, was ich sagen wollte.
Ich freue mich schon auf alle eure Kommentare,
Frau W aus F
P.S.: Das Ganze funktioniert auch mit "Eigentlich möchte ich nicht..." :)
...und leider auch mit "eigentlich müsste ich..." ;)
eigentlich - also eigentlich möchte ich, wenn nichts anderes dazwischen kommt - also eigentlich möchte ich ja jetzt diesen Blog-Post schreiben.
Eigentlich soll das Thema sein, wie man möglichst schnell zu den richtigen Entscheidungen kommt. Und eigentlich geht es darum, dass man sich diese Entscheidungen und dann auch das Umsetzen viel leichter machen kann, wenn man sich sprachlich eine kleine Selbstzensur gönnt und auf das kleine Wort "eigentlich" ganz einfach verzichtet.
Irgendwie zäh, oder?
Da geht die ganze Energie weg, es kommen immer mehr Zweifel, man kommt nicht in Bewegung und es kostet Zeit ohne Ende, die man nicht nur eigentlich viel besser nutzen könnte.
Also noch mal - aber ohne eigentlich:
Ich möchte diesen Blogpost schreiben. Das Thema soll sein, wie man möglichst schnell zu den richtigen Entscheidungen kommt.
Es geht darum, dass man sich diese Entscheidungen und dann auch das Umsetzen viel leichter machen kann, wenn man sich sprachlich eine kleine Selbstzensur gönnt und auf das kleine Wort "eigentlich" ganz einfach verzichtet.
Na, klingt schon besser, oder?
Nicht unbedingt poetisch, geschmackvoll oder sonst wie rund - also nicht perfekt, aber man hat das Gefühl: jetzt gehts tatsächlich los ( dumm nur, dass es immer noch nicht richtig losgegangen ist, aber das werde ich jetzt ändern).
Hier kommt meine kleine Geschichte über die Irrungen und Wirrungen einer angehenden selbständigen Beraterin (wie heißt noch mal die weibliche Form von Coach - naja egal ) und die besondere Bedeutung des Wortes "eigentlich" für das Ausbremsen auf höchstem Niveau:
Vor kurzem hat sich ein kleines Wunder ereignet - ich saß an meinem Lieblingsschreibtisch vorm Fenster und hatte äußerst Wichtiges am PC zu tun, da kam eine Nachricht von einem großen deutschen Immobilien-Portal :
sinngemäß "Hier ist die eierlegende Wollmilchsau für Familie Wietschorke - kontaktieren Sie mich für einen Besichtigungstermin".
Sinngemäß bedeutet, dass es genau das Angebot war, auf das wir schon seit Jahren warten: Größe, Zimmer, Lage, Preis, Ausstattung - es stimmte einfach alles.
Nach kurzer Absprache mit meinem Mann (es lebe Handy und Mail-Box) hatte ich auch schon einen sehr netten und angenehmen Makler an der Strippe und 2 Min. später einen Besichtigungstermin.
Was dann folgte, fasse ich hier nur kurz zusammen - denn es geht ja um etwas anderes: Wohnung toll, Makler uns zu getan, Vermieter nicht kennengelernt, 6 Tage Nervosität und schießlich - die Absage!
Schon während dieser Zeit war ich sehr froh, über einen Haufen moralischer Unterstützung von meinen Freunden - aber danach - also zum Verarbeiten des Dramas und zur Entscheidung, wie es jetzt weitergehen soll mit dem Wohnungssuch-Thema war ich mehr als dankbar darüber, sie alle an meiner Seite zu haben.
In dieser ganzen Diskussion hörte ich mich irgendwann sagen: "Eigentlich möchte ich doch wieder mehr für unseren gemeinsamen Start als Coaches tun - und jetzt auf allen Kanälen eine Wohnung suchen - on top zum ganz normalen Alltag mit einer 5-köpfigen Familie und einem Schuljahres-Endspurt - wie soll das gehen?"
Dazu muss man wissen, dass ich wegen dieser vielen Aufgaben (ach ja, da war auch noch die Konfirmation von unserer Tochter - Gäste, Geschenke, Klamotten - das ganze Programm eben) einfach nicht mehr dazu gekommen bin, mich um unsere geplante Webinar-Reihe zu kümmern oder andere Aufgaben zu übernehmen - selbst das Blog-Schreiben hatte gelitten.
Aber jetzt kommts:
während dieser ganzen Zeit hatte ich ordentliche Nacken-Schulter-Probleme und zwar schon beim Aufwachen.
Als das "eigentlich" sich dann endlich in "na gut" gewandelt hatte und ich wieder in dieses Arbeitsprojekt eingestiegen bin - und zwar ganz klein - , passierten 3 Dinge:
1. ich habe wieder gemerkt, wie viel Spaß mir diese ganze Arbeit macht und was ich dazu beitragen möchte
und
2. am nächsten Morgen bin ich aufgewacht - entspannt wie nach einer Massage oder einer Runde Feldenkrais ( dazu demnächst mal mehr - eine tolle Bewegungslehre - in jeder Hinsicht)
und
3. ich bin wieder im Arbeits-Flow - Blog schreiben, Finanzen regeln, Konzepte entwickeln - ich kann mich vor Ideen mal wieder nicht retten.
Und jetzt habe ich folgenden Verdacht:
es könnte sein, dass sich hinter dem Wort "eigentlich" das verbirgt, was genau jetzt dran ist, seit langem schon dran gewesen wäre oder anders ausgedrückt: was möglich gemacht werden möchte.
Mal ein Beispiel:
Eigentlich möchte ich gerne meinen Haushalt wenigstens good-enough kriegen - funktioniert bei mir als Satz ohne "eigentlich", denn das möchte ich wirklich
Eigentlich möchte ich gerne unseren Speicher entrümpeln - funktioniert bei mir ohne "eigentlich" schlicht gar nicht - das ist jetzt nicht dran
Eigentlich möchte ich gerne mit der ganzen Familie in einer schönen Altbau-Wohnung im Frankfurter Nordend leben - funktioniert
Eigentlich möchte ich eine Weltreise machen - wahlweise einen Pelzmantel oder einen Diamanten -
nee- weder eigentlich noch sonst wie - einfach gar nicht.
Und so komme ich auf die Idee des "Eigentlich-Orakels":
1. Den Satz mit eigentlich formulieren
2. Den Satz ohne eigentlich formulieren
3. entweder der Satz passt jetzt, dann loslegen oder es gibt noch irgendein Hindernis (Zeit, Geld, Bequemlichkeit, Umfeld) - dann erst noch einen einfachen Zwischenritt einlegen.
Na - eigentlich doch ganz einfach, oder?
Ok, dann eine kleine Übung in Richtung Urlaubsgefühle:
Nehmt euch ein Blatt Papier und schreibt oben auf die Seite als Überschrift "Eigentlich möchte ich gerne..." - und schon sind wir wieder bei Pausen statt Pralinen - nur dass mir dazu im Moment gar nicht viel einfällt, weil ich ja nun mal so viel Spaß an meiner Arbeit habe.
Aber gut, ich wollte mich ja auch pausentechnisch mit-coachen - also:
*im Straßencafe Latte Macchiato in der Sonne trinken
*mit meiner Freundin nett unterwegs sein
*einen schönen Film im Kino oder TV ansehen (unser Fernseher kann sich vermutlich nicht mehr an mich erinnern und verweigert daher jegliche Zusammenarbeit)
*zu einem Rock/Pop/Soul/Swing/Musical-Konzert gehen
*schlimmer noch: selbst wieder singen
*in Holland am Strand sitzen (ist bald soweit)
Soweit so gut - jetzt lesen, umformulieren und loslegen:)
Und nun würden mich brennend eure Meinungen dazu interessieren - oder auch eure Erfahrungen, wenn ihr das "eigentlich"-Orakel vielleicht mal ausprobiert habt.
Wer also jetzt denkt "eigentlich könnte ich das ja mal testen" oder "eigentlich würde ich gerne mal einen Kommentar dazu schreiben", ist herzlich eingeladen, das zu tun - einfach ganz unten auf dieser Seite auf "Kommentare" klicken und loslegen:)
Eigentlich habe ich jetzt alles gesagt, was ich sagen wollte - ähh..
...jetzt habe ich alles gesagt alles gesagt, was ich sagen wollte.
Ich freue mich schon auf alle eure Kommentare,
Frau W aus F
P.S.: Das Ganze funktioniert auch mit "Eigentlich möchte ich nicht..." :)
...und leider auch mit "eigentlich müsste ich..." ;)
Sonntag, 27. Mai 2012
Warum ich in Frauenzeitschriften gerne mal was über Hirnforschung lese
Hallo zusammen,
ich weiß, ich hatte versprochen, hier demnächst darüber zu berichten, wie man innerhalb von 3 Tagen eine Geb.-Feier für einen Haufen wunderbarere Freunde auf die Beine stellt, die man eine ganze Weile aus den Augen verloeren hatte und das Ganze inkl. Job und Familie, aber ohne einen Nervenzusammenbruch zu bekommen.
Da diese Feier rundum wirklich sehr schön und entspannt war, werde ich auf jeden Fall darüber berichten - demnächst in diesem Theater.
Aber für heute gilt der schöne Spruch "Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt".
Ich war nämlich gerade im Park und hatte endlich die Gelegenheit, mal wieder in der Sonne zu liegen und meine "Brigitte" zu lesen - ich bin bekennende Brigitte-Leserin seit über 15 Jahren. Nicht nur das:
ich bin sogar Brigitte-Abonnentin leider mit viel zu wenig Zeit und mit dem Effekt, dass sich in unserem Wohnzimmer auf annähernd jeder freien Fläche zwischen 2 und 5 Brigitte-Ausgaben stapeln - zu viele davon noch nicht einmal gelesen - aber dazu komme ich noch - ganz bestimmt.
Was mich an dieser Zeitschrift so begeistert, ist zunächst einmal die intelligente und lebendige Sprache der Texte - von den Kolumnen über die Reportagen und Interviews bis hin zu den Bildunterschriften. Aber da ist noch etwas anderes: es ist eine ganz besondere Mischung aus vielen verschiedenen Themen und Ideen, die mich über die Jahre so weit begleietet und inspiriert haben, dass ich daraus mein ganz persönliches Lebens-Mosaik gestalte.
Und so habe ich inspiriert durch einen Artikel über persönliche Stadtführungen in Berlin aus dem letzten September glaube ich und natürlich durch meine Coaching-Ausbildung bei Barbara Sher mein eigenes Coaching-Konzept für Frauen entwickelt - eine Mischung aus entspanntem Statdbummel durch eines meiner Frankfurter Lieblingsviertel und professionellem Coaching - beides mit Urlaubsgefühlen zum Mitnehmen und entspr. Langzeitwirkung.
Und nun liege ich heute im Park in der Sonne und lese zur Abwechselung mal die aktuelle Ausgabe meiner Lieblingsszeitschrift und da stoße ich doch tatsächlich auf den Artikel - genauer ein tolles Dossier inkl. Interview mit dem renomierten Hirnforscher Gerald Hüther zum Thema "Leichter Leben" und eine Fotoreportage zum Thema "Mein anderes Ich entdecken".
Und in annähernd jeder Zeile finde ich nun eine schriftliche Bestätigung für den Effekt dieser Coaching-Stadtbummel-Idee - so zu sagen wissenschaftlich unterfüttert, was ich seit einigen Monaten immer wieder mit Staunen beobachte:
- in jeder meiner bisherigen Klientinnen steckt ein Potential, von dem sie entweder nichts geahnt oder es schlicht für selbstverständlich gehalten hatte (genau wie in der Styling-Reportage über unentdeckte Persönlichkeitsanteile)
- über das Körpergefühl lassen sich sehr einfach und nachhaltig viele gute Entscheidungen treffen ( wie in der Sammlung von Tipps zum Leichterern Leben )
- durch die Verknüpfung von schönen und glücklich machenden Erfahrungen mit bisherigen blockierenden Widerständen werden auf ganz einfache Weise neue und oft bahnbrechende Entwicklungen möglich (wie im Interwiew mit dem Neurobiologen Gerald Hüther beschrieben)
"Wenn sich so etwas wie Genuss andeutet, sollte sie innehalten und der Freude nachspüren, vielleicht in Worte fassen", sagt der Hirnforscher - es geht um eine Bekannte der Journalistin, die Unordnung nicht ertragen kann und unter ihrem eigenen Kontrollzwang leidet - "Gut, dass die hier nicht vorbeikommt", denke ich gerade im Hinblick auf meinen leicht chaotischen Familienhaushalt.
Sie soll also mal alles einen Tag einfach laufen lassen und der Freude nachspüren - herrlicher Tipp von einem Neurobiologen.
Und dann kommt der entscheidende Satz "Oder, noch besser, dazu tanzen, damit die neue Erfahrung auch körperlich verankert wird, dann bleibt sie am besten hängen."
"Genau das ist es", sage ich da zu meinem Mann auf der Picknickdecke im Park "Genau das ist es, was da immer passiert beim Coaching-by-the-way (so nenne ich meinen Stadtbummel-Coaching-Mix) - wir verankern die schönen Erlebnisse über die Bewegung. Deshalb kommt da auch immer so schnell so viel bei raus." "Na," sagt er trocken "dann hast du´s ja endlich auch schriftlich".
Ich lese also weiter "Endlich fängt die Forschung an, zu begreifen, dass das Hirn nicht dazu da ist, sich zu merken, was furchtbar war, sondern wie wir aus einer Krise herausgekommen sind" - dann spricht der Hirnforscher noch von erlernter Hilflosigkeit, wenn wir auf Krisen mit Erstarrung, Angriff oder Flucht reagieren (übrigens meistens im Job - auch interressant) und auf die Frage, wie man da wieder rauskommt, sagt er:
"Wir brauchen einen Menschen, der uns liebevoll einlädt, ermutigt und inspiriert" - ja, das glaube ich auch - da gibt es oft gute Freunde oder Partner, die das tun. Aber die wiederum sehen manchmal gar nicht diese anderen Persönlichkeitsanteile und Potentiale, die da in einem schlummern - ist ja auch kein Wunder - je nach Situation lassen wir die ja auch gar nicht sichtbar werden.
Aber da gibt es ein Zeichen, das ganz eindeutig die richtige Richtung anzeigt: Strahlende Stimme, leuchtende Augen und Kribbeln im Bauch - Vorfreude könnte man es nennen, endlich das tun zu dürfen, was man wirklich gerne macht - und diese Freude und Begeisterung entsteht genau dort, wo ein verstecktes Talent oder Potential nach draußen will - und zwar genau da hin, wo es auch hingehört.
Meine letzte Klientin wird - wie ich hoffe - nun ein großes Projekt auf die Beine stellen, mit dem sie Schulabgänger auf die für jeden einzelnen passende Berufslaufbahn bringt - unterstützt und begleitet von einem Mentoren-Netzwerk aus Studium und Business und gleichzeitig einem Unterstützerteam untereinander. Ein wunderbares Projekt, das zu ihr warmherzigen, sozialen Art und allen ihren tollen Talenten und Erfahrungen aus 2 großartigen Berufskarrieren passt.
"...auf allen Ebenen verschiebt sich etwas in eine aus meiner Sicht günstige Richtung", sagt Gerald Hüther und spricht von entstehenden Netzwerken und das "sich um andere kümmern" als Win-win-Situation " ...das stärkt und richtet den Blick auf das, was wirklich wichtig ist", erklärt er dazu.
Und dann kommt der Satz, der einen Großteil meiner Motivation ausmacht:
"Dieser Prozess beginnt von unten, bei jedem Einzelnen" - "Genau", denke ich diesmal leise für mich und erinnere mich an eine andere Klientin, die ihre Widerstände überwunden hat und sich endlich traut, mit ihren Angeboten an die Öffentlichkeit zu gehen.
Was sie macht: sie leitet Spielgruppen, Workshops und Seminare für Eltern mit Babies und legt dabei vermutlich einen wunderbaren Grundstein dafür, dass diese Kinder vielleicht gar nicht erst in diese erlernte Hilflosigkeit kommen, von der Gerald Hüther so deutlich gesprochen hat.
Denn "Die Wissenschaft fängt an einzusehen, dass nicht die genetischen Anlagen, sondern soziale Erfahrungen unsere Persönlichkeit prägen" und "Wenn ein neues Gefühl stark genug wird, kann es ein altes überlagern."
Liebe Brigitte-Redaktion, vielen Dank für dieses aufschlussreiche Dossier und für die vielen, vielen tollen Inspirationen, die mich genau dahin geführt haben, wo ich heute bin:
auf dem Weg zu meinem Traumberuf und einem schönen leichten Leben - jeden Tag komme ich beidem einen Schritt weiter - auch dafür habe ich einen Satz, der mir das ermöglicht und den ich später in eurem aktuellen Slogan "lebe lieber unperfekt" wieder gefunden habe:
bei mir heisst das "mach es einfach nur good enough"- so zieht sich das durch meinen Haushalt, mein Styling, meine Homepage und meine Blogs - aber es macht einfach Spaß, entlastet sehr und tut einfach nur gut.
Ein langer Text geht zu Ende - und auf mich und meine Familie wartet jetzt ein schöner Vorsommer-Abend mit Spargel und Schinken auf unserer Terrasse - eben Urlaubsgefühle am Wochenende :)
Euch allen ein schönes Wochenende - mit oder ohne Frauenzeitschrift:)
Frau W aus F
P.S.: Für alle, die sich über Stadtbummel mit Coaching ein Bild machen möchten:
www.coaching-by-the-way.de
ich weiß, ich hatte versprochen, hier demnächst darüber zu berichten, wie man innerhalb von 3 Tagen eine Geb.-Feier für einen Haufen wunderbarere Freunde auf die Beine stellt, die man eine ganze Weile aus den Augen verloeren hatte und das Ganze inkl. Job und Familie, aber ohne einen Nervenzusammenbruch zu bekommen.
Da diese Feier rundum wirklich sehr schön und entspannt war, werde ich auf jeden Fall darüber berichten - demnächst in diesem Theater.
Aber für heute gilt der schöne Spruch "Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt".
Ich war nämlich gerade im Park und hatte endlich die Gelegenheit, mal wieder in der Sonne zu liegen und meine "Brigitte" zu lesen - ich bin bekennende Brigitte-Leserin seit über 15 Jahren. Nicht nur das:
ich bin sogar Brigitte-Abonnentin leider mit viel zu wenig Zeit und mit dem Effekt, dass sich in unserem Wohnzimmer auf annähernd jeder freien Fläche zwischen 2 und 5 Brigitte-Ausgaben stapeln - zu viele davon noch nicht einmal gelesen - aber dazu komme ich noch - ganz bestimmt.
Was mich an dieser Zeitschrift so begeistert, ist zunächst einmal die intelligente und lebendige Sprache der Texte - von den Kolumnen über die Reportagen und Interviews bis hin zu den Bildunterschriften. Aber da ist noch etwas anderes: es ist eine ganz besondere Mischung aus vielen verschiedenen Themen und Ideen, die mich über die Jahre so weit begleietet und inspiriert haben, dass ich daraus mein ganz persönliches Lebens-Mosaik gestalte.
Und so habe ich inspiriert durch einen Artikel über persönliche Stadtführungen in Berlin aus dem letzten September glaube ich und natürlich durch meine Coaching-Ausbildung bei Barbara Sher mein eigenes Coaching-Konzept für Frauen entwickelt - eine Mischung aus entspanntem Statdbummel durch eines meiner Frankfurter Lieblingsviertel und professionellem Coaching - beides mit Urlaubsgefühlen zum Mitnehmen und entspr. Langzeitwirkung.
Und nun liege ich heute im Park in der Sonne und lese zur Abwechselung mal die aktuelle Ausgabe meiner Lieblingsszeitschrift und da stoße ich doch tatsächlich auf den Artikel - genauer ein tolles Dossier inkl. Interview mit dem renomierten Hirnforscher Gerald Hüther zum Thema "Leichter Leben" und eine Fotoreportage zum Thema "Mein anderes Ich entdecken".
Und in annähernd jeder Zeile finde ich nun eine schriftliche Bestätigung für den Effekt dieser Coaching-Stadtbummel-Idee - so zu sagen wissenschaftlich unterfüttert, was ich seit einigen Monaten immer wieder mit Staunen beobachte:
- in jeder meiner bisherigen Klientinnen steckt ein Potential, von dem sie entweder nichts geahnt oder es schlicht für selbstverständlich gehalten hatte (genau wie in der Styling-Reportage über unentdeckte Persönlichkeitsanteile)
- über das Körpergefühl lassen sich sehr einfach und nachhaltig viele gute Entscheidungen treffen ( wie in der Sammlung von Tipps zum Leichterern Leben )
- durch die Verknüpfung von schönen und glücklich machenden Erfahrungen mit bisherigen blockierenden Widerständen werden auf ganz einfache Weise neue und oft bahnbrechende Entwicklungen möglich (wie im Interwiew mit dem Neurobiologen Gerald Hüther beschrieben)
"Wenn sich so etwas wie Genuss andeutet, sollte sie innehalten und der Freude nachspüren, vielleicht in Worte fassen", sagt der Hirnforscher - es geht um eine Bekannte der Journalistin, die Unordnung nicht ertragen kann und unter ihrem eigenen Kontrollzwang leidet - "Gut, dass die hier nicht vorbeikommt", denke ich gerade im Hinblick auf meinen leicht chaotischen Familienhaushalt.
Sie soll also mal alles einen Tag einfach laufen lassen und der Freude nachspüren - herrlicher Tipp von einem Neurobiologen.
Und dann kommt der entscheidende Satz "Oder, noch besser, dazu tanzen, damit die neue Erfahrung auch körperlich verankert wird, dann bleibt sie am besten hängen."
"Genau das ist es", sage ich da zu meinem Mann auf der Picknickdecke im Park "Genau das ist es, was da immer passiert beim Coaching-by-the-way (so nenne ich meinen Stadtbummel-Coaching-Mix) - wir verankern die schönen Erlebnisse über die Bewegung. Deshalb kommt da auch immer so schnell so viel bei raus." "Na," sagt er trocken "dann hast du´s ja endlich auch schriftlich".
Ich lese also weiter "Endlich fängt die Forschung an, zu begreifen, dass das Hirn nicht dazu da ist, sich zu merken, was furchtbar war, sondern wie wir aus einer Krise herausgekommen sind" - dann spricht der Hirnforscher noch von erlernter Hilflosigkeit, wenn wir auf Krisen mit Erstarrung, Angriff oder Flucht reagieren (übrigens meistens im Job - auch interressant) und auf die Frage, wie man da wieder rauskommt, sagt er:
"Wir brauchen einen Menschen, der uns liebevoll einlädt, ermutigt und inspiriert" - ja, das glaube ich auch - da gibt es oft gute Freunde oder Partner, die das tun. Aber die wiederum sehen manchmal gar nicht diese anderen Persönlichkeitsanteile und Potentiale, die da in einem schlummern - ist ja auch kein Wunder - je nach Situation lassen wir die ja auch gar nicht sichtbar werden.
Aber da gibt es ein Zeichen, das ganz eindeutig die richtige Richtung anzeigt: Strahlende Stimme, leuchtende Augen und Kribbeln im Bauch - Vorfreude könnte man es nennen, endlich das tun zu dürfen, was man wirklich gerne macht - und diese Freude und Begeisterung entsteht genau dort, wo ein verstecktes Talent oder Potential nach draußen will - und zwar genau da hin, wo es auch hingehört.
Meine letzte Klientin wird - wie ich hoffe - nun ein großes Projekt auf die Beine stellen, mit dem sie Schulabgänger auf die für jeden einzelnen passende Berufslaufbahn bringt - unterstützt und begleitet von einem Mentoren-Netzwerk aus Studium und Business und gleichzeitig einem Unterstützerteam untereinander. Ein wunderbares Projekt, das zu ihr warmherzigen, sozialen Art und allen ihren tollen Talenten und Erfahrungen aus 2 großartigen Berufskarrieren passt.
"...auf allen Ebenen verschiebt sich etwas in eine aus meiner Sicht günstige Richtung", sagt Gerald Hüther und spricht von entstehenden Netzwerken und das "sich um andere kümmern" als Win-win-Situation " ...das stärkt und richtet den Blick auf das, was wirklich wichtig ist", erklärt er dazu.
Und dann kommt der Satz, der einen Großteil meiner Motivation ausmacht:
"Dieser Prozess beginnt von unten, bei jedem Einzelnen" - "Genau", denke ich diesmal leise für mich und erinnere mich an eine andere Klientin, die ihre Widerstände überwunden hat und sich endlich traut, mit ihren Angeboten an die Öffentlichkeit zu gehen.
Was sie macht: sie leitet Spielgruppen, Workshops und Seminare für Eltern mit Babies und legt dabei vermutlich einen wunderbaren Grundstein dafür, dass diese Kinder vielleicht gar nicht erst in diese erlernte Hilflosigkeit kommen, von der Gerald Hüther so deutlich gesprochen hat.
Denn "Die Wissenschaft fängt an einzusehen, dass nicht die genetischen Anlagen, sondern soziale Erfahrungen unsere Persönlichkeit prägen" und "Wenn ein neues Gefühl stark genug wird, kann es ein altes überlagern."
Liebe Brigitte-Redaktion, vielen Dank für dieses aufschlussreiche Dossier und für die vielen, vielen tollen Inspirationen, die mich genau dahin geführt haben, wo ich heute bin:
auf dem Weg zu meinem Traumberuf und einem schönen leichten Leben - jeden Tag komme ich beidem einen Schritt weiter - auch dafür habe ich einen Satz, der mir das ermöglicht und den ich später in eurem aktuellen Slogan "lebe lieber unperfekt" wieder gefunden habe:
bei mir heisst das "mach es einfach nur good enough"- so zieht sich das durch meinen Haushalt, mein Styling, meine Homepage und meine Blogs - aber es macht einfach Spaß, entlastet sehr und tut einfach nur gut.
Ein langer Text geht zu Ende - und auf mich und meine Familie wartet jetzt ein schöner Vorsommer-Abend mit Spargel und Schinken auf unserer Terrasse - eben Urlaubsgefühle am Wochenende :)
Euch allen ein schönes Wochenende - mit oder ohne Frauenzeitschrift:)
Frau W aus F
P.S.: Für alle, die sich über Stadtbummel mit Coaching ein Bild machen möchten:
www.coaching-by-the-way.de
Sonntag, 13. Mai 2012
Pausen statt Pralinen - die Nachlese
Hallo zusammen,
jetzt bin ich aber platt: so viele Menschen haben sich den Artikel zum Muttertag immerhin angesehen.
Die große Preisfrage ist:
wie viele davon haben ihn sogar gelesen und warum?
wie viele konnten etwas damit anfangen und was?
und wie viele haben sich selbst oder wahlweise ihrer Mutter einen schönen Muttertag gestaltet?
Die größte Preisfrage von allen aber ist diese - und dazu würde ich mich wirklich über einen regen Austausch mit euch allen hier in den Kommentaren freuen:
wie geht es euch und euren Familien jetzt in den Tagen danach?
Mir zum Beispiel geht es richtig gut - rundum - und wenn es in den nächsten Tagen mal wieder stressig wird, kann ich mich gut an diesen Tag erinnern:
Frühstück von meinem 7-jährigen Sohn - mit kleinen Schoko-Käfern auf dem Tisch:) - und er war soo stolz darauf !
Zeit zum Blog und mails schreiben und das vor 21.30h
Im Liegestuhl in der Sonne mit Robbie Williams auf den Ohren
Familienessen beim Lieblings-Italiener ( meine Tochter hatte den Tisch bestellt )
Sagt doch mal selbst: wer braucht da schon Pralinen - ( und ich liebe Pralinen :) ???
Bitte schreibt einfach kurz euer Highlight des ( Mutter- ) Tages hier in den Kommentar - und vielleicht auch, was euch daran so gut getan hat, dass ihr euch auch in stürmischen Zeiten gerne daran erinnern wollt.
Ich freue mich auf alle Kommentare von euch - bin gespannt, was da alles zusammen kommt:)
Frau W aus F
jetzt bin ich aber platt: so viele Menschen haben sich den Artikel zum Muttertag immerhin angesehen.
Die große Preisfrage ist:
wie viele davon haben ihn sogar gelesen und warum?
wie viele konnten etwas damit anfangen und was?
und wie viele haben sich selbst oder wahlweise ihrer Mutter einen schönen Muttertag gestaltet?
Die größte Preisfrage von allen aber ist diese - und dazu würde ich mich wirklich über einen regen Austausch mit euch allen hier in den Kommentaren freuen:
wie geht es euch und euren Familien jetzt in den Tagen danach?
Mir zum Beispiel geht es richtig gut - rundum - und wenn es in den nächsten Tagen mal wieder stressig wird, kann ich mich gut an diesen Tag erinnern:
Frühstück von meinem 7-jährigen Sohn - mit kleinen Schoko-Käfern auf dem Tisch:) - und er war soo stolz darauf !
Zeit zum Blog und mails schreiben und das vor 21.30h
Im Liegestuhl in der Sonne mit Robbie Williams auf den Ohren
Familienessen beim Lieblings-Italiener ( meine Tochter hatte den Tisch bestellt )
Sagt doch mal selbst: wer braucht da schon Pralinen - ( und ich liebe Pralinen :) ???
Bitte schreibt einfach kurz euer Highlight des ( Mutter- ) Tages hier in den Kommentar - und vielleicht auch, was euch daran so gut getan hat, dass ihr euch auch in stürmischen Zeiten gerne daran erinnern wollt.
Ich freue mich auf alle Kommentare von euch - bin gespannt, was da alles zusammen kommt:)
Frau W aus F
Montag, 7. Mai 2012
Pausen statt Pralinen - Muttertag für Fortgeschrittene
Hallo zusammen,
schon wieder Muttertag - ich weiss - ist nicht jedermanns Sache - noch nicht einmal jeder Mutter Sache - aber wenn der doch nun schon einmal da ist, könnten wir ja auch das Beste daraus machen - und zwar für alle Beteiligten, findet ihr nicht?
Darum möchte ich euch alle gerne zu einer netten kleinen - oder lieber großen - Mitmach-Aktion einladen für einen mütter- und familienfreundlichen Muttertag in so vielen Familien wie möglich - die genau Anleitung findet ihr weiter unten und hier ist der Hintergrund dazu:
Nehmen wir mal den 1 Mai. - das ist der Tag der Arbeit, wie wir alle wissen.
Und was macht die Arbeit da?? Richtig:
PAUSE
An dieser Stelle könnte ich schon fast den Text abschliessen, schliesslich ist meine Botschaft bereits durch - mache ich aber nicht.
Der Grund liegt in einem netten Gespräch über den Sinn und Unsinn des Muttertags, das ich heute mit meinen Kursteilnehmerinnen in der Musikschule hatte.
Sie haben alle Kinder im Kleinkindalter und kommen 1x pro Woche zu mir in die Musikschule, um gemeinsam mit den Kindern Musik zu machen und mit ihren Kindern einfach eine schöne gemeinsame Stunde zu geniessen.
Ich schreibe das, weil meine älteste Tochter in einem Jahr Abitur macht - ich bin also inzwischen 17 Jahre im Geschäft und verbinde mit diesem Tag ganz offensichtlich etwas ganz anderes.
Meine Kursmütter haben einfach noch keinen Bezug dazu, da die Kinder noch nicht im Kindergarten sind und sich folglich auch noch keine selbstgebastelten Blumen, Herzen und Gedichte über die Jahre angesammelt haben.
Und sie haben auch keinerlei Bedürfnis, an diesem Tag besonders wertgeschätzt oder geehrt zu werden oder mit Geschenken überhäuft zu werden - ich übrigens auch nicht.
Das sieht nun natürlich die Pralinen-Geschenke-Blumen-Industrie ganz anders - und so mancher halb verzweifelte Partner, der das Schenken stellvertretend für die viel zu kleinen Kinder übernehmen möchte, auch.
Frage ich meine fortgeschrittenen Mütterkolleginnen eine Woche nach dem besagten Ehrentag, hört sich das meist schon ganz anders an:
" Am liebsten hätte ich ja mal gar nichts gemacht - aber immerhin haben sie heute die Spülmaschine ausgeräumt - ach so, und sie haben mir ein Bild, Gedicht, Blumen, Pralinen...geschenkt"
Die armen Kinder - woher sollen sie das wissen?
Da gibt es aus meiner bescheidenen Sicht nur eine Lösung und die ist so einfach wie machbar:
jemand muss es ihnen sagen - vorzugsweise die eigene Mutter;)
By the way: liebe Erzieherinnen, Betreuerinnen, Grundschullehrerinnen, macht euch nicht jedes Jahr wieder so viele Gedanken um bastelbare Muttertagsgeschenkideen - manche Kinder basteln gerne, umso besser - aber manche nicht - können die nicht einfach dafür am Muttertag den Frühstückstisch decken?
Und liebe Väter und Partner eurer Frauen, wie wäre es, wenn ihr eure Partnerin einfach mal fragt, wie sie sich denn diesen Muttertag wünscht?
Und liebe Mütter - ja, ihr seid jetzt auch dran - und zwar mit Recht:
es geht nicht darum, dass wir geehrt werden - das ist klar - aber, dass wir mal genau so Pause machen können vom Familien-Wochenend-Alltag, wie die Arbeit am Tag der Arbeit, und dass der Laden trotzdem läuft, das sollte doch zumindest einmal im Jahr drin sein, findet ihr nicht?
Na, was hättet ihr denn gerne:
Frühstück ans Bett, Chillen in der Sonne ( wahlweise Wanne, Sauna, Whirlpool, Parkbank ), Laufen mit der besten Freundin, 1 Std. telefonieren, Kino am Nachmittag, Ausflug ins Grüne ( aber die anderen bereiten das Picknick vor ;), Essen gehen, Ausstellung besuchen, Musik hören auf dem Sofa...
alles irgendwie machbar und besser als Pralinen, oder?
Wollen wir uns auf ein Experiment verständigen?
Wenn ja, dann lest euch bitte die kleine Bedienungsanleitung durch, macht die Aktion mit und möglichst bekannt und meldet euch hier in den Kommentaren:
1. Wir überlegen uns unsere Wünsche für den Muttertag
2. Wir sprechen darüber mit unseren Partnern und Kindern
3. Wir finden gemeinsam einen Weg, den Tag so schön zu gestalten
4.Und wir erzählen uns hinterher gegenseitig, ob das besser war als Pralinen und für wen:)
Heute ist erst Dienstag - also noch genügend Zeit, um einen schönen Muttertag auf den Weg zu bringen - und dabei wünsche ich euch jetzt viele schöne Ideen und eine schöne Woche :)
Frau W aus F
P.S.: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es wichtig ist, sich etwas zu gönnen, bevor man es wirklich dringend braucht - über Wichtiges und Dringendes demnächst mehr - hier in diesem Theater.
schon wieder Muttertag - ich weiss - ist nicht jedermanns Sache - noch nicht einmal jeder Mutter Sache - aber wenn der doch nun schon einmal da ist, könnten wir ja auch das Beste daraus machen - und zwar für alle Beteiligten, findet ihr nicht?
Darum möchte ich euch alle gerne zu einer netten kleinen - oder lieber großen - Mitmach-Aktion einladen für einen mütter- und familienfreundlichen Muttertag in so vielen Familien wie möglich - die genau Anleitung findet ihr weiter unten und hier ist der Hintergrund dazu:
Nehmen wir mal den 1 Mai. - das ist der Tag der Arbeit, wie wir alle wissen.
Und was macht die Arbeit da?? Richtig:
PAUSE
An dieser Stelle könnte ich schon fast den Text abschliessen, schliesslich ist meine Botschaft bereits durch - mache ich aber nicht.
Der Grund liegt in einem netten Gespräch über den Sinn und Unsinn des Muttertags, das ich heute mit meinen Kursteilnehmerinnen in der Musikschule hatte.
Sie haben alle Kinder im Kleinkindalter und kommen 1x pro Woche zu mir in die Musikschule, um gemeinsam mit den Kindern Musik zu machen und mit ihren Kindern einfach eine schöne gemeinsame Stunde zu geniessen.
Ich schreibe das, weil meine älteste Tochter in einem Jahr Abitur macht - ich bin also inzwischen 17 Jahre im Geschäft und verbinde mit diesem Tag ganz offensichtlich etwas ganz anderes.
Meine Kursmütter haben einfach noch keinen Bezug dazu, da die Kinder noch nicht im Kindergarten sind und sich folglich auch noch keine selbstgebastelten Blumen, Herzen und Gedichte über die Jahre angesammelt haben.
Und sie haben auch keinerlei Bedürfnis, an diesem Tag besonders wertgeschätzt oder geehrt zu werden oder mit Geschenken überhäuft zu werden - ich übrigens auch nicht.
Das sieht nun natürlich die Pralinen-Geschenke-Blumen-Industrie ganz anders - und so mancher halb verzweifelte Partner, der das Schenken stellvertretend für die viel zu kleinen Kinder übernehmen möchte, auch.
Frage ich meine fortgeschrittenen Mütterkolleginnen eine Woche nach dem besagten Ehrentag, hört sich das meist schon ganz anders an:
" Am liebsten hätte ich ja mal gar nichts gemacht - aber immerhin haben sie heute die Spülmaschine ausgeräumt - ach so, und sie haben mir ein Bild, Gedicht, Blumen, Pralinen...geschenkt"
Die armen Kinder - woher sollen sie das wissen?
Da gibt es aus meiner bescheidenen Sicht nur eine Lösung und die ist so einfach wie machbar:
jemand muss es ihnen sagen - vorzugsweise die eigene Mutter;)
By the way: liebe Erzieherinnen, Betreuerinnen, Grundschullehrerinnen, macht euch nicht jedes Jahr wieder so viele Gedanken um bastelbare Muttertagsgeschenkideen - manche Kinder basteln gerne, umso besser - aber manche nicht - können die nicht einfach dafür am Muttertag den Frühstückstisch decken?
Und liebe Väter und Partner eurer Frauen, wie wäre es, wenn ihr eure Partnerin einfach mal fragt, wie sie sich denn diesen Muttertag wünscht?
Und liebe Mütter - ja, ihr seid jetzt auch dran - und zwar mit Recht:
es geht nicht darum, dass wir geehrt werden - das ist klar - aber, dass wir mal genau so Pause machen können vom Familien-Wochenend-Alltag, wie die Arbeit am Tag der Arbeit, und dass der Laden trotzdem läuft, das sollte doch zumindest einmal im Jahr drin sein, findet ihr nicht?
Na, was hättet ihr denn gerne:
Frühstück ans Bett, Chillen in der Sonne ( wahlweise Wanne, Sauna, Whirlpool, Parkbank ), Laufen mit der besten Freundin, 1 Std. telefonieren, Kino am Nachmittag, Ausflug ins Grüne ( aber die anderen bereiten das Picknick vor ;), Essen gehen, Ausstellung besuchen, Musik hören auf dem Sofa...
alles irgendwie machbar und besser als Pralinen, oder?
Wollen wir uns auf ein Experiment verständigen?
Wenn ja, dann lest euch bitte die kleine Bedienungsanleitung durch, macht die Aktion mit und möglichst bekannt und meldet euch hier in den Kommentaren:
1. Wir überlegen uns unsere Wünsche für den Muttertag
2. Wir sprechen darüber mit unseren Partnern und Kindern
3. Wir finden gemeinsam einen Weg, den Tag so schön zu gestalten
4.Und wir erzählen uns hinterher gegenseitig, ob das besser war als Pralinen und für wen:)
Heute ist erst Dienstag - also noch genügend Zeit, um einen schönen Muttertag auf den Weg zu bringen - und dabei wünsche ich euch jetzt viele schöne Ideen und eine schöne Woche :)
Frau W aus F
P.S.: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es wichtig ist, sich etwas zu gönnen, bevor man es wirklich dringend braucht - über Wichtiges und Dringendes demnächst mehr - hier in diesem Theater.
Sonntag, 6. Mai 2012
Irgendwie ist alles doch nur relativ - über große blaue Mülltüten und noch größere Träume
Hallo zusammen,
bisher hält sich meine Leserschaft doch noch beträchtlich in Grenzen - also genau genommen, bin ich die einzige, die meine neuesten Erkenntnisse bisher zur Kenntnis genommen hat - beim Korrektur lesen, versteht sich.
Ist aber auch kein Wunder - es wusste ja bis jetzt niemand was von der Existenz dieses neuen Blogs.
Und wieso ist das ab heute anders - und was hat das Ganze mit der Relativitätstheorie zu tun?
Also, dazu möchte ich eine kleine Geschichte erzählen, die sich genau heute genau so zugetragen hat:
Kurz bevor wir letzte Woche ins Altmühltal aufgebrochen sind ( ihr erinnert euch ... vermutlich nicht - das war die Sache mit London, Paris und Klettern für Sportmuffel ), musste ich unweigerlich zum Koffer holen auf unseren Speicher - eine Aktion, die ich im Normalfall zu vermeiden suche und als ich versucht habe, mich an Körben, Kartons und Kinderaltkleidern die Treppenstufen hinauf zu angeln, wusste ich auch sofort wieder, warum.
Das Schöne dabei war, dass wir ja nun auf dem Weg in den Kurzurlaub gefolgt von Alltag waren - an Aufräumen also nicht im Traum zu denken - Gott sei Dank!
Aber dieser erschreckende Gesamteindruck hinterließ doch deutliche Spuren bei mir und das ist die einzige Erklärung, warum ich heute am heiligen Sonntag eine folgenschwere Entscheidung treffen musste: die Treppe zum Speicher muss ( mal wieder ) leer geräumt werden - und zwar innerhalb der nächsten 4 Wochen bis zum Konfirmationstermin unserer Tochter inkl. einem Haus voller Gäste.
Nun habe ich neben dem Leerräumen der Speichertreppe noch gefühlt 127 andere Projekte - mein Plan war also, das Ganze mal wieder good-enough zu erledigen: auf dem Speicher selbst eine kleine oder größere Ecke frei zu schaufeln und alle in der Familie dazu zu bringen, jeden Tag eine kleine Ladung von der Treppe nach oben zu bringen.
Da hatte ich allerdings die Rechnung ohne meine Wirte gemacht - in dem Fall in Gestalt meiner Coaching-Kollegen - und das kam so:
Wir treffen uns schon mal in diversen Besetzungen auf facebook - zum Beispiel um in geselliger Runde grauenhafte Tätigkeiten hinter uns zu bringen wie Steuererklärung machen, Quittungen sortieren, Balkon aufräumen oder eben ...Speichertreppe freiräumen.
Diese schöne Spiel nennt sich Blockbuster - ist mal wieder eine Erfindung unserer wunderbaren Coaching-Lehrerin Barbara Sher und funktioniert wie folgt:
einer meldet sich und kündigt sein entsetzliches Vorhaben an - am besten mit einer Zeitspanne, innerhalb er es hinter sich gebracht haben will. Andere steigen mit ihren Dramen des Alltags ein. Alle ackern für sich, treffen sich ab und zu online wieder, geben sich tolle Tipps und Motivation und klopfen sich am Ende alle gegenseitig heftig auf die Schulter. Ergebnis: in kurzer Zeit richtig viel erledigt und dabei nette Unterhaltung gehabt - so weit so gut.
Nun zu den Tipps:
was meint ihr, was sie mir geraten haben?
Richtig: nicht nur aufräumen, sondern gleich auch noch ausmisten.
Prima Idee, wenn man einfach so dran bleiben kann am Projekt - und so hörte es sich bei den anderen auch an: sie kamen Schritt für Schritt voran und ich durfte zwischendrin kochen, mit Familie essen, mit meinem Sohn Hausafgaben machen, ihm beim Zimmer aufräumen helfen und einen gesammelten Leitz-Ordner voller Arbeitsblätter abheften - sie waren von meinem Sohn - er ist 7 und in der ersten Klasse - und es war ein Ordner gefüllt nur mit einem einzigen Schulfach - und er ist erst seit 9 Monaten in der Schule.
Und dabei hätte ich so gerne große blaue Mülltüten vollgemacht - ohne nachzudenken, wie meine Kollegin mir geraten hatte - so gerne und ein für alle mal - aber es war ein Familiensonntag und die haben schon mal so ihre eigene Dynamik.
Und dann kam die Erlösung:
1. die Idee, überall große blaue Mülltüten auszulegen - wunderbar: in den nächsten Tagen Zeug wegwerfen - by the way, wie das für berufstätige Mütter meistens am besten funktioniert
2. der Post, der einfach alles relativierte:
meine Kollegin schrieb von ihrem letzten Erlebnis mit einer großen blauen Mülltüte und , dass diese nicht mehr "ihr Zimmer" erreicht hätte - " mein Zimmer", schrieb ich - wie schön - jetzt weiss ich auch wieder, warum ich Mütter coachen möchte - Ergebnis: meine Wohlfühl-Ecke - ich glaube, da wird ein Blog-Post draus"
Liebe Mütter, euch muss ich das alles nicht erklären - man könnte es auch so zusammen fassen: " wovon reden die da?"
Liebe Nicht-Mütter, das ist so: in unserem Multi-Tasking-Leben können die Dinge erstens nur provisorisch, zweitens nur good-enough erledigt werden, weil wir uns drittens im anderen Fall bei einem unweigerlichen Nervenzusammenbruch höchstens ins Bad zurück ziehen können - ein eigenes Zimmer haben bei uns nur die Kinder - naja, mal abgesehen von der Küche - obwohl, da ist ja immer besonders viel los.
Eigentlich könnte ich jetzt noch mal zurück zu meinem Blockbuster gehen und da rein schreiben " Blog-Post geschrieben, jetzt Rotwein und dann Wanne " - die Wanne allerdings ist länger nicht geputzt - also kein richtiges Vergnügen - über den Rotwein könnten wir aber reden :)
Fassen wir zusammen:
wenn ich mir nur den Aufräum-und Ausmiste-Bedarf in unserem Haus ansehe, gebe ich meinen beiden Kolleginnen völlig recht - wenn schon, dann richtig.
Wenn ich aber das Gesamt-Paket betrachte, sind ausgelegte Mülltüten und motivierte Familienmitglieder genau das, was jetzt funktionieren kann.
Trotzdem danke, meine lieben Koleginnen, für alle eure Blockbuster-Unterstützung - ohne euch, würden vermutlich noch nicht mal die Mülltüten liegen:)
So, und dabei fällt mir ein, dass ich doch eigentlich mal was über Verpflichtung und Vergnügen schreiben wollte - hmm - wenn ich daran heute morgen gedacht hätte, hätte die gesamte Familie mehr Sonntag gehabt - ich habs ja im allerersten Post schon zugegeben: Anne coacht sich selbst und andere ;)
na, immerhin ist bei der ganzen Aktion dieser Text hier herausgekommen und die Erkenntnis, dass wir unsere Ziele am besten selbst stecken und beides war wenigstens für mich schon Vergnügen pur.
Bis bald beim nächsten Zwischenstop auf meiner Sightseeing-Tour durch meinen ganz normalen Alltag.
Frau W aus F
bisher hält sich meine Leserschaft doch noch beträchtlich in Grenzen - also genau genommen, bin ich die einzige, die meine neuesten Erkenntnisse bisher zur Kenntnis genommen hat - beim Korrektur lesen, versteht sich.
Ist aber auch kein Wunder - es wusste ja bis jetzt niemand was von der Existenz dieses neuen Blogs.
Und wieso ist das ab heute anders - und was hat das Ganze mit der Relativitätstheorie zu tun?
Also, dazu möchte ich eine kleine Geschichte erzählen, die sich genau heute genau so zugetragen hat:
Kurz bevor wir letzte Woche ins Altmühltal aufgebrochen sind ( ihr erinnert euch ... vermutlich nicht - das war die Sache mit London, Paris und Klettern für Sportmuffel ), musste ich unweigerlich zum Koffer holen auf unseren Speicher - eine Aktion, die ich im Normalfall zu vermeiden suche und als ich versucht habe, mich an Körben, Kartons und Kinderaltkleidern die Treppenstufen hinauf zu angeln, wusste ich auch sofort wieder, warum.
Das Schöne dabei war, dass wir ja nun auf dem Weg in den Kurzurlaub gefolgt von Alltag waren - an Aufräumen also nicht im Traum zu denken - Gott sei Dank!
Aber dieser erschreckende Gesamteindruck hinterließ doch deutliche Spuren bei mir und das ist die einzige Erklärung, warum ich heute am heiligen Sonntag eine folgenschwere Entscheidung treffen musste: die Treppe zum Speicher muss ( mal wieder ) leer geräumt werden - und zwar innerhalb der nächsten 4 Wochen bis zum Konfirmationstermin unserer Tochter inkl. einem Haus voller Gäste.
Nun habe ich neben dem Leerräumen der Speichertreppe noch gefühlt 127 andere Projekte - mein Plan war also, das Ganze mal wieder good-enough zu erledigen: auf dem Speicher selbst eine kleine oder größere Ecke frei zu schaufeln und alle in der Familie dazu zu bringen, jeden Tag eine kleine Ladung von der Treppe nach oben zu bringen.
Da hatte ich allerdings die Rechnung ohne meine Wirte gemacht - in dem Fall in Gestalt meiner Coaching-Kollegen - und das kam so:
Wir treffen uns schon mal in diversen Besetzungen auf facebook - zum Beispiel um in geselliger Runde grauenhafte Tätigkeiten hinter uns zu bringen wie Steuererklärung machen, Quittungen sortieren, Balkon aufräumen oder eben ...Speichertreppe freiräumen.
Diese schöne Spiel nennt sich Blockbuster - ist mal wieder eine Erfindung unserer wunderbaren Coaching-Lehrerin Barbara Sher und funktioniert wie folgt:
einer meldet sich und kündigt sein entsetzliches Vorhaben an - am besten mit einer Zeitspanne, innerhalb er es hinter sich gebracht haben will. Andere steigen mit ihren Dramen des Alltags ein. Alle ackern für sich, treffen sich ab und zu online wieder, geben sich tolle Tipps und Motivation und klopfen sich am Ende alle gegenseitig heftig auf die Schulter. Ergebnis: in kurzer Zeit richtig viel erledigt und dabei nette Unterhaltung gehabt - so weit so gut.
Nun zu den Tipps:
was meint ihr, was sie mir geraten haben?
Richtig: nicht nur aufräumen, sondern gleich auch noch ausmisten.
Prima Idee, wenn man einfach so dran bleiben kann am Projekt - und so hörte es sich bei den anderen auch an: sie kamen Schritt für Schritt voran und ich durfte zwischendrin kochen, mit Familie essen, mit meinem Sohn Hausafgaben machen, ihm beim Zimmer aufräumen helfen und einen gesammelten Leitz-Ordner voller Arbeitsblätter abheften - sie waren von meinem Sohn - er ist 7 und in der ersten Klasse - und es war ein Ordner gefüllt nur mit einem einzigen Schulfach - und er ist erst seit 9 Monaten in der Schule.
Und dabei hätte ich so gerne große blaue Mülltüten vollgemacht - ohne nachzudenken, wie meine Kollegin mir geraten hatte - so gerne und ein für alle mal - aber es war ein Familiensonntag und die haben schon mal so ihre eigene Dynamik.
Und dann kam die Erlösung:
1. die Idee, überall große blaue Mülltüten auszulegen - wunderbar: in den nächsten Tagen Zeug wegwerfen - by the way, wie das für berufstätige Mütter meistens am besten funktioniert
2. der Post, der einfach alles relativierte:
meine Kollegin schrieb von ihrem letzten Erlebnis mit einer großen blauen Mülltüte und , dass diese nicht mehr "ihr Zimmer" erreicht hätte - " mein Zimmer", schrieb ich - wie schön - jetzt weiss ich auch wieder, warum ich Mütter coachen möchte - Ergebnis: meine Wohlfühl-Ecke - ich glaube, da wird ein Blog-Post draus"
Liebe Mütter, euch muss ich das alles nicht erklären - man könnte es auch so zusammen fassen: " wovon reden die da?"
Liebe Nicht-Mütter, das ist so: in unserem Multi-Tasking-Leben können die Dinge erstens nur provisorisch, zweitens nur good-enough erledigt werden, weil wir uns drittens im anderen Fall bei einem unweigerlichen Nervenzusammenbruch höchstens ins Bad zurück ziehen können - ein eigenes Zimmer haben bei uns nur die Kinder - naja, mal abgesehen von der Küche - obwohl, da ist ja immer besonders viel los.
Eigentlich könnte ich jetzt noch mal zurück zu meinem Blockbuster gehen und da rein schreiben " Blog-Post geschrieben, jetzt Rotwein und dann Wanne " - die Wanne allerdings ist länger nicht geputzt - also kein richtiges Vergnügen - über den Rotwein könnten wir aber reden :)
Fassen wir zusammen:
wenn ich mir nur den Aufräum-und Ausmiste-Bedarf in unserem Haus ansehe, gebe ich meinen beiden Kolleginnen völlig recht - wenn schon, dann richtig.
Wenn ich aber das Gesamt-Paket betrachte, sind ausgelegte Mülltüten und motivierte Familienmitglieder genau das, was jetzt funktionieren kann.
Trotzdem danke, meine lieben Koleginnen, für alle eure Blockbuster-Unterstützung - ohne euch, würden vermutlich noch nicht mal die Mülltüten liegen:)
So, und dabei fällt mir ein, dass ich doch eigentlich mal was über Verpflichtung und Vergnügen schreiben wollte - hmm - wenn ich daran heute morgen gedacht hätte, hätte die gesamte Familie mehr Sonntag gehabt - ich habs ja im allerersten Post schon zugegeben: Anne coacht sich selbst und andere ;)
na, immerhin ist bei der ganzen Aktion dieser Text hier herausgekommen und die Erkenntnis, dass wir unsere Ziele am besten selbst stecken und beides war wenigstens für mich schon Vergnügen pur.
Bis bald beim nächsten Zwischenstop auf meiner Sightseeing-Tour durch meinen ganz normalen Alltag.
Frau W aus F
"Wenn du immer nach London fährst, wirst du Paris nie kennen lernen": über Kletter-Wochenenden für Sportmuffel
Hallo zusammen,
heute ist also Tag 1 meiner Sightseeing-Tour durch mein
ganz gewöhnliches Leben und ich bin schon sehr gespannt darauf, wie viel das Ganze her gibt.
Ich bin auch tatsächlich gerade unterwegs - das heisst,
jetzt, wo ich diese Zeilen hier schreibe, sitze ich auf einer wunderschönen
Terrasse mitten in der Sonne und zwar in einer Region, in die ich freiwillig
niemals gefahren wäre – und da sind wir auch schon beim Thema:
man braucht beides: den eigenen Bedürfnissen und Wünschen
folgen und Anregungen von anderen aufnehmen und auch mal ausprobieren – oder auch: wenn du immer nach London fährst, wirst du Paris nie kennen lernen ( übrigens ein Satz von meiner wunderbaren Lehrerin und Coaching-Vorbild Barbara Sher ).
In diesem Fall ist ist es also leider nicht Paris, sondern das
Altmühltal in Bayern – und obendrauf auch noch eine Aktion, für die ich mich
niemals freiwillig entschieden hätte:
das Klettern.
Es ist nämlich so,
dass ich erstens chronisch unsportlich bin , was man mir glücklicherweise nicht
ansieht – also kann ichs mir auch leisten – und zweitens, mich einfach nicht
gerne anstrenge – und schon gleich gar nicht im Bereich Sport.
Nun haben wir haben wir aber Freunde, mit denen wir so gerne
zusammen sind und von denen ich mich auch so gerne zu irgendwas anstecken
lasse, dass wir einen gemeinsamen Kurzurlaub mit Kind und Kegel zum Klettern im
Altmühtal geplant haben.
Leider habe ich in dieser euphorischen Anfangsphase mal
wieder nicht richtig hingehört und auf die Details geachtet und so hatte ich
mich auf Klettern wie in einem Klettergarten eingestellt und auch gefreut. Aber
nein, weit gefehlt: es ging tatsächlich um Klettergurte , Seile und was noch
viel schlimmer ist um richtige Felswände, an denen diverse Leute aller
Alterstufen hingen und irgendwie mehr oder weniger locker ihren Weg nach oben
machten.
Ich nicht, wie man sich an dieser Stelle denken kann.
Schon der Aufstieg bis zu dem Kletterausgangspunkt ging
deutlich über meine konditionellen Möglichkeieten hinaus– aber das kenne ich ja
schon von jeglicher sportlicher Betätigung – von nix kommt nix, könnte man
sagen. Aber jetzt kommts: es hat mir überhaupt nichts ausgemacht, langsamer zu
sein, angestrengter und mehr Pausen zu brauchen als alle andere ( inkl.
Kinder!!).
Es sieht fast so aus,
als hätte ich doch ein paar Dinge aus dem Coaching-Bereich so verinnerlicht, das
ich sie sogar in solchen Situationen anwenden kann – andere Menschen machen das
umgekehrt und nutzen diese Erfahrungen für ihr alltägliches Leben – aber dazu
später mehr.
Auch das Klettern selber habe ich probiert, obwohl ich
ahnte, wie es ausgehen würde – es ist auch so ausgegangen, aber es war für
niemanden ein Problem – versucht, so weit es ging und rechtzeitig aufgehört –
und jeden frechen Spruch meiner Teenie-Tochter entspannt beantwortet.
Aber da war noch etwas anderes:
auch hier, wie so oft an vielen verschiedenen Stellen in
meinem Leben und bei vielen verschiedenen Erlebnissen , war mir sofort
sonnenklar, wie viel Potential in dieser Sache steckt ( by the way: aus diesem Grund biete ich auch
Coaching in Verbindung mit Stadtbummel an – auch hier steckt in jedem Erlebnis
das Potential zum Schlüsselerlebnis – aber dazu schreibe ich an anderer Stelle
noch mal mehr.)
zurück zm Klettern und den Metaphern fürs Leben :
-2 leute arbeiten als
Team zusammen – einer macht sich auf den Weg und einer sichert ( wie im
Coaching , oder wie in guten Beziehungen zwischen Chefs und Angestellten,
Lehrern und Schülern, Eltern und Kindern)
- der Sicherer steht einfach nur bereit, beobachtet,
begleitet und gibt Vertrauen und Sicherheit, falls etwas nicht gut läuft
- beide tauschen sich immer wieder über den nächsten möglichen
Schritt aus ( der eine hat genug Abstand, um verschiedene Angebote zu machen
und der andere steckt nun mal mittendrin und kann als einziger beurteilen, ob
das Angebot für ihn gerade wirklich machbar ist ! )
–
unten steht neben dem Sicherer meist noch ein
Team von Kollegen, die auch Ideen einbringen
– jeder Kletterer sucht sich seinen eigenen Weg –
selbst an der gleichen Stelle – je nach Größe, Kraft, Technik und so weiter
– und dann gibt es Ansagen wie " such dir
jetzt erst mal einen guten Stand – dann kannst du weiter gehen "
- " bleib nah am Fels und streck deine Hand soweit aus
wie möglich, sonst verlierst du unnötig Kraft
Aber die Krönung war für mich der Moment, als die Tochter
von Freunden hochgeklettert war und nun abgeseilt werden sollte, sie hatt sich
bereits in die richtige Position gebracht – nach hinten gelehnt, Füße am Fels,
eine große Vertrauensleistung, wie man sich vorstellen kann – der Sicherer sagte zu ihr " Du musst jetzt einfach
runtergehen – geh los" Darauf sie " Ich versuchs ja – du musst mehr
Seil geben - Ich kann nicht losgehen, wenn du mich fest hältst, ... Papa! " ;))
Wenn das keine Metapher fürs Leben ist:)
Und so habe ich also gestern das Klettern kennen gelernt,
obwohl es ein Sport ist und ich mich vermutlich mehr als dämlich angestellt
habe und ausserdem habe ich mal wieder uraltes Menschheitswissen und für mich
inzwischen bekanntes Coaching-Wissen
live erlebt.
Und heute:
heute mogen habe ich gesagt, dass ich heute lieber in der
Sonne sitzen und nicht gerne mitklettern möchte und so sind sie alleine
unterwegs und ich sitzte hier auf der wunderschönen Terreasse in der Sonne und
mache das, was ich mir neben netten Gesprächen bei Sekt und Rotwein noch von
diesem Kurzurlaub gewünscht hatte:
chillen in der Sonne, Musik hören und ... Blog schreiben.
Damit habe ich jetzt gut aufgetankt und werde jetzt mal nach
unseren beiden Teenies schauen, die sich auch fürs chillen entschieden haben –
schliesslich ist es jetzt 15.05h und man könnte ja mal was kochen und dann
treffen wir uns wieder mit dem Rest der Truppe – ich freu mich schon...
...einfach herrlich, wenn jeder zu dem kommt, was er am
liebsten mag:)
Und wenn ich mich das nächste Mal hier melde, geht es
vermutlich um Verpflichtung und Vergnügen – oder auch um etwas anderes...mal
sehen.
Und wie funktioniert da jetzt, könntet ihr euch fragen – wie
macht man das, aus einer Aktion doch noch das beste herausholen und eine andere
Aktion in der Gemeinschaft nicht machen – ganz ohne schlechtes Gewissen?
" If you look on the right, you can see nothing on the
left"
- Jetzt
gerade bin ich mit meiner Truppe in Richtung Klettern unterwegs, was soll ich da
meinem Coaching-Blog
hinterjammern?
– und jetzt gerade bin ich für mich und kann mir
überlegen, was ich mir von dem Urlaubstag noch wünsche, was soll ich überlegen,
was die anderen brauchen?
– und
jetzt gerade bin ich beim Frühstück in meiner netten Urlaubs-WG und kann meinen
Wunsch so äussern, dass er wirklich verstanden wird und ich darauf eingehen
kann, was sich die anderen wünschen und dazu Angebote machen kann
– und jetzt
gerade geniesse ich die freie Zeit, was soll ich ein schlechtes Gewissen haben
–
und nachher werde ich wieder voll für meine
Familie da sein, was soll ich dann meiner freien Zeit hinterher trauern? :)
Euch wünsche ich jedenfalls gute Gemeinschaften um euch
herum, in denen jeder sagen kann, was er gerade möchte und wo möglichst viel
von dem für alle möglich gemacht werden kann.
Bis bald – bei meinem nächsten Zwischen- Stop auf meiner
Sight-Seeing-Tour durch mein ganz gewöhnliches Leben.
Frau W aus F
P.S.: man kann es sich sogar im Altmühltal schön machen- fast so schön, wie in London oder Paris, vermute ich - denn da möchte dann als nächtes Mal hin:)
Mittwoch, 2. Mai 2012
Wie alles anfing
Hallo zusammen,
das ist ja nett, dass ihr euch nun auch noch hier hin verirrt habt:)
Und für alle, die bisher noch keine Ahnung haben, worauf sie sich da eingelasssen haben, hier ein kurzer Rückblick darüber, wie alles anfing:
es fing an vor ca. 10 Monaten - also genauer gesagt - sie fing an, nämlich meine Coaching-Ausbildung bei Barbara Sher und damit ein ganz besonderer Weg mit ganz besonderen Menschen mit ganz besonderen Zielen.
Aber das ist nicht alles - damals fing auch noch etwas anderes an, womit ich Traum nicht gerechnet hätte: meine Begeisterung, zu schreiben - erst meinen Blog http://good-enough-step.blogspot.de/ zum Thema erste kleine machbare Schritte, die einfach nur gut genug sind - nicht mehr und nicht weniger.
Dann der nächste Blog diesmal mit Songtexten mit dem Titel - passte http://happy-new-year-blog.blogspot.de/ so ganz gut zum 1. Januar diesen Jahres ;) - zum Thema Anfangen und Dranbleiben - ganz einfach. Zwischendrin ein paar Buch-Entwürfe, die vielleicht irgendwann auch noch auf den Weg kommen.
Und parallel dazu dann meine Homepage und eine Seite mit 3 Min.-Coachings auf facebook unter http://www.facebook.com/pages/Coaching-by-the-way/182554901848184 -
ja, und jetzt das hier:
ein Blog, in dem ich darüber schreiben möchte, wie man ab und zu die Blickrichtung ändern kann und auf diese Weise viele verschiedene Lebensinhalte unter einen Hut bringen kann, die scheinbar im Widerspruch stehen : Verpflichtungen und Vergnügen, Bewegung und Entspannung, Freiheit und Liebe...
Meine Botschaft ist dabei recht einfach:
wir brauchen von allem immer beides - es ist alles nur eine Frage des Zeitpunkts und der Dosis natürlich.
Und jetzt kommt zum Schluss die ganze Wahrheit - nämlich, warum ich genau darüber schreibe:
ihr werdet es geahnt haben - um mich selbst immer wieder daran zu erinnern, weil ich mich doch so gerne in der Gegenwart aufhalte - und dann vergesse ich schon mal, rechtzeitig zu trinken oder zu essen, rechtzeitig Pausen zu machen und auch rechtzeitig mit etwas aufzuhören, um etwas anderes weiterzumachen - einfach, weil ich gerade mitten im flow bin.
Genau genommen hätte ich jeden dieser 3 Blogs unter die gleiche Überschrift stellen können:
Frau W aus F coacht sich selbst und andere ;)
zunächst habe ich mir beigebracht, wie man Dinge einfach nur gut genug erledigt und wenns selbst dafür nicht reicht, wie man sich die nötige Unterstützung sucht.
Dann habe ich geübt, dranzubleiben bzw. immer wieder einzusteigen - anfangen konnte ich schon immer besser als mir lieb ist:)
Und jetzt versuch ich mal, alles in eine gesunde Balance zu bekommen.
Und schon funktioniert mein Plan: ich werde jetzt aufhören und schlafen gehen - aber ich komme wieder - und dann nehme ich euch mit auf meine Sightseeing-Tour durch meinen Alltag - Urlaubsgefühle zum Mitnehmen für mich und für euch :)
Bis bald ,
Frau W aus F
das ist ja nett, dass ihr euch nun auch noch hier hin verirrt habt:)
Und für alle, die bisher noch keine Ahnung haben, worauf sie sich da eingelasssen haben, hier ein kurzer Rückblick darüber, wie alles anfing:
es fing an vor ca. 10 Monaten - also genauer gesagt - sie fing an, nämlich meine Coaching-Ausbildung bei Barbara Sher und damit ein ganz besonderer Weg mit ganz besonderen Menschen mit ganz besonderen Zielen.
Aber das ist nicht alles - damals fing auch noch etwas anderes an, womit ich Traum nicht gerechnet hätte: meine Begeisterung, zu schreiben - erst meinen Blog http://good-enough-step.blogspot.de/ zum Thema erste kleine machbare Schritte, die einfach nur gut genug sind - nicht mehr und nicht weniger.
Dann der nächste Blog diesmal mit Songtexten mit dem Titel - passte http://happy-new-year-blog.blogspot.de/ so ganz gut zum 1. Januar diesen Jahres ;) - zum Thema Anfangen und Dranbleiben - ganz einfach. Zwischendrin ein paar Buch-Entwürfe, die vielleicht irgendwann auch noch auf den Weg kommen.
Und parallel dazu dann meine Homepage und eine Seite mit 3 Min.-Coachings auf facebook unter http://www.facebook.com/pages/Coaching-by-the-way/182554901848184 -
ja, und jetzt das hier:
ein Blog, in dem ich darüber schreiben möchte, wie man ab und zu die Blickrichtung ändern kann und auf diese Weise viele verschiedene Lebensinhalte unter einen Hut bringen kann, die scheinbar im Widerspruch stehen : Verpflichtungen und Vergnügen, Bewegung und Entspannung, Freiheit und Liebe...
Meine Botschaft ist dabei recht einfach:
wir brauchen von allem immer beides - es ist alles nur eine Frage des Zeitpunkts und der Dosis natürlich.
Und jetzt kommt zum Schluss die ganze Wahrheit - nämlich, warum ich genau darüber schreibe:
ihr werdet es geahnt haben - um mich selbst immer wieder daran zu erinnern, weil ich mich doch so gerne in der Gegenwart aufhalte - und dann vergesse ich schon mal, rechtzeitig zu trinken oder zu essen, rechtzeitig Pausen zu machen und auch rechtzeitig mit etwas aufzuhören, um etwas anderes weiterzumachen - einfach, weil ich gerade mitten im flow bin.
Genau genommen hätte ich jeden dieser 3 Blogs unter die gleiche Überschrift stellen können:
Frau W aus F coacht sich selbst und andere ;)
zunächst habe ich mir beigebracht, wie man Dinge einfach nur gut genug erledigt und wenns selbst dafür nicht reicht, wie man sich die nötige Unterstützung sucht.
Dann habe ich geübt, dranzubleiben bzw. immer wieder einzusteigen - anfangen konnte ich schon immer besser als mir lieb ist:)
Und jetzt versuch ich mal, alles in eine gesunde Balance zu bekommen.
Und schon funktioniert mein Plan: ich werde jetzt aufhören und schlafen gehen - aber ich komme wieder - und dann nehme ich euch mit auf meine Sightseeing-Tour durch meinen Alltag - Urlaubsgefühle zum Mitnehmen für mich und für euch :)
Bis bald ,
Frau W aus F
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