Montag, 25. März 2013

"Machen Sie einfach alles richtig!" - warum das Leben so einfach sein kann, wenn man nur die richtigen Elternratgeber liest

Hallo zusammen,

hatte ich es schon erwähnt?

Ich schreibe gerne - klar - aber ich lese auch gerne. Allerdings nur unter einer Voraussetzung:

es muss entweder Substanz haben oder Humor oder beides.

Hoher Anspruch - ich weiß, aber ein sicheres Kriterium dafür, nicht meine Zeit zu verschwenden. Und da insbesondere wir Eltern damit wahrlich nicht gesegnet sind - also mit der Zeit - dachte ich mir, ich schreibe hier mal was über Bücher, die in die obere Kategorie passen.

Mit der Substanz ist das ja so eine Sache: es kommt darauf an. Und da mag ich mich gerne aus dem Fenster lehnen, sofern ich auch ein bisschen mitreden kann - ein bisschen berufsbedingt und noch mehr aus dem ein oder anderen Jahr Lebenserfahrung (bitte keine Detailfragen :).

Heute möchte ich mal mit meinem Lieblingsbuch aus der Abteilung Elternratgeber anfangen. Es trägt den schönen Titel "Elternkrankheiten" und ist genau genommen eher ein freches Handbuch für - sagen wir mal - Angehörige von mehr oder weniger kränkelnden Eltern. Geschrieben ist es von den Autorinnen Nina Puri und Susanne Kaloff und die scheinen zu wissen, wovon sie schreiben.

Auf jeder Seite findet sich eine typische Krankheit (sehr hübsch die lat. Fachbezeichnung) mit Symptombeschreibung, Verlauf und Heilungschancen. Kostprobe gefällig?

"Fusseliger Mund - lat.: laber rhabarber 
Beschreibung: Folge unaufhörlichem mütterlichem Redeflusses
Auslöser: "Ab ins Bett! Zieh dir Hausschuhe an! (...)Nicht in dem Ton! (...)Das hab ich dir doch schon 1000 mal gesagt! Na gut, dann ist aber Sense!"
Komplikationen: Stößt ausnahmslos auf taube Ohren
Therapie: einfach mal die Klappe halten"

Na? Schön, oder??

Das ganze Buch wimmelt nur von so was und die Auswahl fiel mir gerade nicht schwer: es war purer Zufall, auf welcher Seite ich gerade gelandet bin. Sobald ich auch nur eine Seite lese, könnte ich stumpf zusammenbrechen: so gut beobachtet und so überzeugend seviert!

Gerade bin ich noch über die "Happy Aua" (neudeutsch: quality-time), den Vorführeffekt (lat.: parens roncalli) und "Einrichtungsfieber" (schwed: billy-tis - gemeint sind mütterliche Pilgerfahrten zu IKEA - Komplikationen: die kleine Lena möchte irgendwann aus dem Kinderparadies abgeholt werden, die Mutter aber nicht aus dem Elternparadies) gestolpert - ich kann nicht mehr...

Obwohl doch - einen hab ich noch, bevor ihr euch alle auf den Weg in die nächste Buchhandlung macht:

"Gewissensbisse - lat: mama rabe
Mögliche Auslöser: 
Die häusliche Obstschale ist nicht ausgewogen gefüllt
Das eigene Kind kann noch nicht krabbeln/Fahrrad fahren/schwimmern/seiltanzen/eine Operation am offenen Herzen durchführen
Das eigene Kind weint als einziges beim Abschied in Kita/Schule/Universität/Arbeitsstelle
Vorbeugung: Machen Sie einfach alles richtig."

So - da haben wir´s: einfach alles richtig machen - so einfach ist das!

Ich finde ja, dieses Buch sollte auf keinem elterlichen Couch-Tisch/Nachttisch/Schreibtisch/Gabentisch fehlen - man könnte es auch zu Ostern verstecken, fällt mir gerade ein...vielleicht ein kleiner Tipp für die Angehörigen :)

Und von mir damit verbunden die Erklärung dafür, warum sich hier alles Mögliche findet rund um Familienleben und Co - aber keine Erziehungs-Tipps. Ich mache nämlich noch immer nicht alles richtig - auch nach 18 Jahren im Geschäft. Brauch ich auch nicht - es gibt ja prima Ratgeber wie diesen!

In diesem Sinne eine schöne Woche und viel Spaß beim Lesen!


Frau W aus F





Freitag, 15. März 2013

Jetzt gehts erst richtig los - was passieren kann, wenn man an den Aufgaben gewachsen ist

Hallo zusammen,

wie immer ist es alles eine Frage der Perspektive:

vor ein paar Tagen sprach mich eine Frau aus meinem aktuellen Dream Team an.

(Mein aktuelles Dream Team ist eine Gruppe von 6 Frauen, die sich gegenseitig bei ihren völlig verschiedenen Projekten unterstützen: mit Ideen, Informationen, Kontakten, persönlichen Fähigkeiten und und und. Sobald ich von denen grünes Licht habe, schreibe ich hier mal, was die in der kurzen Zeit gemeinsam schon alles erreicht haben - einfach unglaublich!)

Weiter im Text:
Diese Teilnehmerin hatte meinen Artikel über den Familien-Sonn-Alltag (den mit den Timelines, dem Abi-Plakat und der Mathe-Mail) gelesen und meinte: "Da hab ich mir gedacht: oh je, du Arme!" Sie hat selbst keine Kinder und hat vermutlich sonntags einfach frei!

Erst dachte ich: "Ach, so ist das rübergekommen?" Dann dachte ich: "Komisch, ich fand mich gar nicht so arm - ein bisschen stressig - ja - aber ich habs eher locker genommen. Hat doch alles gut funktioniert und die Stimmung war total ok!"


Erst ein paar Stunden später fiel mir auf: es ist noch gar nicht so lange her, da hätte ich an einem solchen Sonntag schon am Morgen kapituliert. Und hätte ich damals Ähnliches gelesen oder gehört, vermutlich hätte ich gehofft, dass meine Kinder niemals über die Grundschule hinauswachsen.

Sind sie aber - also immerhin die beiden älteren - und ich mit ihnen - also wenigstens manchmal!


Ein anderer Kommentar kam auf Facebook von einer Frau, die es wissen muss: ihre Kinder sind bereits erwachsen und sie konnte sich gut an diese Zeiten erinnern. Schön! 

Und sie schrieb da was von "an den Aufgaben wachsen" - ich schrieb:"manchmal will man gar nicht wachsen". Sie sinngemäß, dann wäre vielleicht Zeit für eine Pause.

Dummerweise ist mir aber noch was anderes aufgefallen: mir hat es auch noch Spaß gemacht, das ganze Chaos zu managen. Und das ist erst recht neu!

Wenn ich früher in Stellenausschreibungen über bestimmte Formulierungen gestolpert bin, brach bei mir der Schweiß aus. Wie kann man nur jemanden suchen, der "besonders in stressigen Zeiten zur Höchstform aufläuft" - was sind das für Menschen, hab ich mich gefragt. Und: was sind das wohl für Jobs?

Und jetzt stelle ich fest, dass mir genau das Spaß macht - wo ich doch seit Monaten über Pausen statt Pralinen schreibe. Vermutlich ist es mal wieder eine Mischung aus beidem in Verbindung mit ein paar Techniken, die das ganze überhaupt machbar machen.

Diese Erfahrung kam nun genau zum richtigen Zeitpunkt: wir stehen schon länger in den Startlöchern für einen möglichen Umzug - einige Anläufe, aber ohne Erfolg.

Aber jetzt gehts los: Die Hausbesichtigung war einen Tag nach dem Chaos-Sonntag (die 1.Panikattacke übrigens kurz danach), der Vertrag wurde 5 Tage später unterschrieben (nur durch das Aufmunterungs-Telefonat mit meiner Freundin möglich geworden) und der Umzug wird dann im Mai sein - und noch 2 Monate bis Buffalo!


Unser Sohn übernimmt übrigens bereits die Öffentlichkeitsarbeit: er erzählt die gute Nachricht ansatzweise jedem, der nicht bei 3 auf den Bäumen ist :)
  Und jetzt? Jetzt fühlt es sich so an, als bräuchte ich nur noch durchzustarten - naja, da werden schon noch ein paar Freundinnen-Telefonate kommen - ein Headset wäre jetzt gut! Ich freu mich!

Fazit:

*1. kommt es anders und 2. als man denkt
*2. kann man mehr und 3. als man denkt
*3. schafft man es meistens und 4. nur gemeinsam 

Oder anders ausgedrückt:
1. tauchen immer wieder passende Gelegenheiten auf, wenn man weiß, wonach man sucht
2. kann man immer Fähigkeiten aus anderen Bereichen übertragen, wenn man weiß, welche Fähigkeiten man hat
3. braucht man einfach Menschen, die einen im richtigen Moment an diese Dinge erinnern 

In diesem Sinne ein ganz besonders schönes Wochenende - und sollte ich demnächst nicht mehr auftauchen, bitte gerne ein Vermisstengesuch aufgeben; ich suche jetzt mein Head-Set!


Frau W aus F

P.S.: Noch ein Hinweis in eigener Sache: nach ein paar sehr  hilfreichen Rückmeldungen habe ich den Artikel "Wer braucht schon einen Coach? - eine offene Antwort auf eine berechtigte Frage" noch mal überarbeitet. Zu lesen hier: http://always-look-on-the-right-side-of-life.blogspot.de/2013/02/wer-braucht-schon-einen-coach-eine.html

Sonntag, 3. März 2013

Timelines im Familienmanagement, moderne Lyrik und mehr - wie man so einen Sonntag auch verbringen kann

Hallo zusammen,

das ist hier ist gerade meine Belohnung für einen voll gepackten Familien-Sonn-Alltag.

Es begann mit einem völlig harmlosen Frühstück. Sohn fragt Tochter 2: "Spielen wir heute Monopoly?" "Nein", sagt sie leicht frustriert, "ich hab heute noch sooo viel zu tun. Wir können heute gar nichts spielen."

Tochter 2 ist 15 und nicht immer 100% aufgelegt zum Spielen mit Sohn (8). Ich nahm das Ganze nicht besonders ernst, aber dann kam`s:

"Ich schreibe morgen Englisch, Di, Franz., und Freitag Deutsch. Und dann muss ich noch meinen Praktikumsbericht abgeben - am Donnerstag."

Pause

"Und dann hab ich noch Hausaufgaben - eine Gedichtanalyse in Deutsch - eigentlich bis morgen, aber das fällt bestimmt aus wegen der Veranstaltung zur Oberstufe. Und Physik - bis Mittwoch - aber das geht schnell. Naja, und Chemie mach ich dann morgen in der Mittagspause."

Ich sage was von "Mittagspause und Essen und Erholen" und so. Wir überlegen noch gemeinsam, wie wahrscheinlich der Ausfall der Deutschstunde sein kann - bis wann also diese unsägliche Interpretation für die Klausur am Fr. wohl fertig sein muss - und da fällt es mir ein:

Hier hilft nur noch eine Timeline (ja - sowas lernt man zum Beispiel in Existenzgründungsberatungen - bisher kam ich gut ohne aus, aber in diesem Fall...)

2 Min. später haben wir beide wieder den Überblick über die Lage - Check-In, Lernen, Wiederholen, Abfragen, Korrektur lesen, Probedruck, Enddruck ... sie liegt gut in der Zeit, es ist alles machbar und legen los.

Womit?

Nein, Schule macht sie in der Regel schon alleine. Ich meine das Plakat...fürs ABI...für Tochter 1...soll morgen an der Schule hängen - Farben, Bettuch, Idee - alles schon da - geht bestimmt schnell!

Dann hängen wir zu zweit über Laken und Farben und haben aber so richtig viel Spaß - eine Idee gibt die nächste - beim Mittagessen ist es fertig - und richtig cool (und ein weiteres Kapitel in meinem noch ungeschriebenen Buch "Wenn ich das früher gewusst hätte...").

 Im Anschluss trennen sich unsere Wege: sie Job (Schule), ich Job (Konzert Musikschule), mein Mann Job (Kinderbetreuung Sohn), Tocher 1 Job (ABI-Lerngruppe) - es ist Sonntag!

Latte Macchiato baut auf - auch mit 15! Danach Praktikumsbericht Fassung B und Moderne Lyrik Fassung A (so ein Schmarrn - über Gletscher, Quallen und Menschenmüll auf dem Potzdamer Platz - in Jambus und Co.).

Später: Analyse fertig (bin beeindruckt - wäre ich nie drauf gekommen), 5 Kapitel Korrektur gelesen, Sohn geduscht (Höchstleistung!) - kurz vor Feierabend der rettende Vorschlag von meinem Mann:

er wird morgen das Kapitel-Chaos in ein Dokument bringen (noch ne Höchstleistung) - wir müssen es ihm nur noch per Mail schicken (Katastophe).

Tochter 2 findet nach nur 3 Fehlversuchen zu ihrem Passwort zurück, öffnet ihre Mail-Box und freut sich: 1 neue Nachricht.

Posteingang ... Betreffzeile: "Übungen zu Dezimalbrüchen" - die Mail kam vom Mathelehrer.

Es war 20.08h und ich musste so laut lachen, dass man an eine TV-Übertragung des Comedy-Preises hätte denken können.

Inzwischen ist es also 22.30h - die letzten Kapitel sind Korrektur gelesen und sogar in netten kleinen Dateien unterwegs ins Büro von meinem Mann. Und ich werde dann gleich mal das Bettlaken präparieren - mit Schere und Bindfaden, damit es Tochter 2 für Tochter 1 morgen an der Schulwand aufhängen kann.

Di ist dort Elternabend - für die Kurswahl zur Oberstufe für Tochter 2 - passt gerade noch nach meinem Feldenkrais-Kurs - mal sehen, wie unser cooles Plakat rüberkommt!

Dabei fällt mir ein: was für ein Glück! Mein Sohn schreibt diese Woche nur Mathe - ich glaube, am Do. - hmm... Praktikumsbericht-Endabnahme, Mathe-Endabnahme, Handball - alles am Mittwoch (Di. Kieferorthopäde für 2 - vor Feldenkrais und Elternabend).

Und noch 20 Minuten bis Buffalo...(ja, das waren noch Gedichte, was?)

Wozu bzw. für wen ich das alles hier schreibe:

zum Beispiel für alle anderen Eltern 

Fazit: alles ganz normal - Timeline kann retten und Team rettet mit Sicherheit.

und für Nicht-Eltern

Fazit: alles ganz normal (ob ihrs glaubt, oder nicht)


Neulich waren wir Samstags zum Brunch bei Freunden eingeladen. Nach 3 sehr netten Stunden mussten wir los. Unsere Freundin sagte: "Ach, ich geniess das heute so - einfach mal sitzenbleiben - stundenlang!" Und dann noch: "Das würde ich mir ja mal für jeden Sonntag wünschen - nach dem Frühstück einfach mal mit der Zeitung sitzen bleiben."

Und genau das ist der Grund, warum sich meine Ziele so ganz anders gestalten:

1. Sie liegen am Abend und amWochenende - nicht in ferner Zukunft

2. Sie sind auf diese Weise auch erreichbar - jedenfalls immer öfter

3. Sie sind sehr reizvoll und trotzdem schön simpel - hilft wiederum für Punkt 2

4. Sie nützen am Ende allen - weil für die der anderen auch genug Platz bleibt

5. Sie bilden die gesunde Basis für alle anderen Ziele - für die so ein Wochenende einfach zu klein ist


So - fertig - jetzt Bettlaken, dann Bett!

Eine schöne Woche euch allen!


Frau W aus F

P.S: Ist es euch aufgefallen? Ich schreibe schon gar nichts mehr von "...und vielleicht bis dann und dann" - warum nur???










Sonntag, 24. Februar 2013

Wer braucht schon einen Coach?? - Eine offene Antwort auf ein berechtigte Frage

Hallo zusammen,

gerade eben komme ich vom Sonntagsfrühstück - u.a. mit meiner aktuellen Brigitte :)

Meine Brigitte lebt von Meinungsvielfalt und klugen Reportagen, versorgt mich seit Jahren mit tollen Tipps und Inspiration und der einen oder anderen interessanten Fragestellung. In diesem Heft sind es gleich gefühlte 3:

Im Dossier: wie der Traum vom Aus- und Umsteigen gelingt
In der Kolumne "Problemzonen": woran man gute Führungskräfte erkennt
In der Kolumne "Geht das nur mir so?": was/wer der beste Ratgeber für die ureigensten Angelegenheiten ist - oder anders ausgedrückt "Wer braucht schon einen Coach?"

Und genau darauf möchte ich antworten - am besten direkt an die Autorin, weil ich sie so gut verstehen kann:

Liebe Frau Niemann,

vielen Dank! Herzerfrischend finde ich Ihren Artikel über zu viel Ratgeberei, wo man im Normalfall mit Tipps von Freunden und Kollegen gemixt mit gesundem Menschenverstand doch ganz einfach gut zurecht kommt. Suboptimal bleiben ist im übrigen aus meiner Sicht ein wirklich guter und vor allem sehr gesunder Plan!

Wundern Sie sich gerade, in einem Coaching-Blog solche Sätze zu lesen? Das liegt daran, weil Sie mir so aus der Seele schreiben, dass ich gar nicht anders kann, als Ihre Sicht der Dinge zu bestätigen:

zu mir kommen Frauen, bei denen  der Zugang zu genau diesem eigenen gesunden Menschenverstand für die eigenen Wünsche verschüttet ist - meist von zuviel Verpflichtungen, manchmal von zu wenig Kenntnis über die eigenen Fähigkeiten, und ganz oft von zu schlechten Erfahrungen in unangenehmen Team-Meetings, Gesprächen mit Chefs, vielleicht Elternabenden und immer wieder von zu viel positivem Denken.

Zu mir kommen also Frauen, die genau so gerne selbst entscheiden möchten, wie Sie - mit dem Unterschied: diese Frauen haben es einfach verlernt. Oder - und das ist besonders häufig: es gibt gar nichts zu entscheiden - diese Frauen wollen ganz klar beides: 

Kinder und einen interessanten Job, 
Freizeit allein und mit Partner, Familie, Freunden, 
Urlaub am Meer und in den Bergen
Pizza und Sushi...

Ich helfe dann sehr gerne diesen Frauen dabei, all das selbst zu entscheiden - mit dem ganz eigenen gesunden Menschenverstand. Sobald sich der nämlich zurückmeldet und genutzt wird - auch Intuition genannt - kann man endlich wieder alles selbst entscheiden und einfach die nächst beste Gelegenheit in die richtige Richtung beim Schopf packen.

So ungefähr hört sich das bei Ihnen gerade an - nach Ratgeber-Lektüre und Seminar-Besuchen, wie Sie schreiben. Und ganz offensichtlich nicht zuletzt nach der Unterstützung durch einen Coach, der Ihnen genau die richtigen Fragen zur richtigen Zeit gestellt hat.

Welche das sind? Aus meiner Erfahrung reicht die Frage nach dem "Was möchten Sie?" und "Wie würden Sie das umsetzen?" nicht aus - denn: wenn Sie das wüssten, wären Sie schließlich nicht zu einem Coach gegangen, oder? Und wenn sie es wissen, haben Sie es offensichtlich trotzdem nicht umgesetzt - garantiert aus gutem Grund und oft, weil anderes bis dahin noch wichtiger war.


Aber das Ergebnis ist entscheidend: wenn Sie aus der Beratung herauskommen und das Gefühl haben, Sie haben es eigentlich schon immer gewusst und Sie brauchen eigentlich in Zukunft nur Ihren gesunden Menschenverstand (sprich: Intuition) einzusetzen, dann hat der Coach aus meiner Sicht einfach alles richtig gemacht - besonders das, was Sie wahrscheinlich gar nicht bemerkt haben.

Vielleicht hat er Ihnen einfach auf die eigenen Sprünge geholfen, so zu entscheiden, wie es bisher für sie gut funktioniert hat: vielleicht aus dem Bauch heraus, vielleicht über +/- Listen, vielleicht über Ausprobieren, vielleicht über Freunde befragen.

Irgendwo habe ich mal so einen schönen Spruch gelesen: "Ein Freund ist ein Mensch, der die Melodie deines Herzen kennt und sie dir vorspielt, wenn du sie vergessen hast." Der Spruch ist von Albert Einstein - der hat u.a. auch Geige gespielt und muss es also wissen :)

Wir Coaches machen so etwas Ähnliches: wir helfen dabei, diese Herzensmelodien wiederzufinden und nicht wieder zu verlieren. 

Und wenn Sie dann im Dossier einer Frauenzeitschrift etwas darüber lesen, wie man vom Fulltime-Job ins Familienglück wechselt oder sich plötzlich in einem Halbjahres -Tripp durch die USA wiederfindet, können Sie ganz, ganz schnell Ihren eigenen gesunden Menschenverstand einsetzen, der Ihnen sagt: ja, das wäre auch was für mich - oder um Gottes Willen, bloß nicht - oder jo, vielleicht später.

Zum Schluss noch ein kleines Zitat - in Abwandlung - von meiner wunderbaren Coaching-Ausbilderin Barbara Sher:

"Ein Navi kann dir sagen wie du nach Hamburg kommst, aber nur dein Herz kann dir sagen, ob du auch nach Hamburg möchtest"

Sehen Sie, das ist die Aufgabe von uns Coaches: Ihr Navi so zu füttern, dass Sie dann mit dem Autopilot durchstarten können und gleichzeitig alles mitzugeben, womit Sie nach dem einen oder anderen Durchhänger wieder in Fahrt kommen können.

Das Bild hat nur einen Nachteil: man könnte sich an Programmieren im Sinne von PC oder NLP erinnert fühlen. Das ist damit ausdrücklich nicht gemeint! 

Gemeint ist tatsächlich füttern - mit Erinnerungen an das, was Sie schon immer gerne gemacht haben oder machen wollten, an das, wie es bei Ihnen schon immer funktioniert hat und an das, was und wen Sie dabei auf keinen Fall aus dem Blick verlieren wollen.
 

Dabei ergibt sich oft so etwas wie ein roter Faden und der macht dann alle Entscheidungen einfach viel, viel leichter.

Ich wünsche Ihnen von Herzen weiter viel Freude an Ihren eigenen Entscheidungen und uns allen weiter so erfrischende Kolumnen von Ihnen!


Herzliche Grüße - verbunden mit einer offenen Einladung an alle, die genau so Lust haben, Ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen:

schreiben Sie mir gerne in den Kommentar Ihre Sicht der Dinge oder stellen Sie Ihre eigenen Fragen - ich freue mich auf einen regen Austausch zu diesem wichtigen Thema!


Eine schöne Woche in die Runde!

Frau W aus F






Dienstag, 12. Februar 2013

On top ist einfach zuviel - oder: warum der innere Schweinehund schon mal ne Streicheleinheit braucht

Hallo zusammen,

da melde ich mich mal wieder zurück. Ich hatte ja schon fast Entzugserscheinungen, aber jetzt kanns ja weitergehen.

In der Zwischenzeit habe ich sehr interessante Erfahrungen gemacht: es geht doch tatsächlich nicht nur mir so! Es gibt doch tatsächlich noch andere Familienfrauen, die große Lust hätten, mit eigenen Wünschen und Träumen durchzustarten, aber dummerweise noch ein paar kleine Nebenjobs auf die Reihe kriegen müssen. Und weil wir das sehr genau wissen, reden wir mal besser vom gesunden Menschenverstand als vom inneren Schweinehund.

Moment mal - gibt es da nicht einen Kalender, Seminare für Zeitmanagement, die tollen Orga-Tipps der Freundin und ähnliches mehr?

Schon, schon - und ganz blöd sind wir ja auch nicht. Das meiste kennen wir, haben wir schon mal irgendwo gehört oder sogar ausprobiert und bei allen anderen Managern scheinen diese Dinge ja auch wunderbar zu funktionieren.

Apropos Manager: so weit sind wir davon nicht weg - wenn man mal von der Bezahlung absieht und vergisst, dass Urlaubsanspruch und Rente noch nicht optimal geregelt sind - ach so: Bonus für gesund gepflegte Kinder, rechtzeig abgegebene Basar-Kuchen und nach Freundschaftsdramen aufgebaute Teenies gibts auch nicht.

Nee, ich will nicht jammern nur mal kurz in die Runde werfen, warum wir einfach keine Lust haben auf Suaheli an der Volkshochschule!

So etwa geht es vielen meiner Klientinnen, wenn sie das erste Mal zu mir kommen. Wenn sie das zweite Mal kommen, sieht das schon ganz anders aus: plötzlich wollen die tatsächlich durchstarten; weil sie erlebt haben, wie ihnen das ungeahnte Energie gibt und weil sie erleben, wie die ganze Familie darauf reagiert.

Eine Teilnehmerin erzählte neulich bei einem unserer Frauenabenden, Mann und Tochter würden sich plötzlich auch mit aufs Sofa legen, wenn Mama nichts tun will. Aber jetzt hätte sie keine Lust mehr auf Ruhe: "Das wird mein Jahr!", sagte sie.

Eine andere hatte beim 2. Treffen das Gefühl, sie könnte vielleicht mit ihrem Job vorerst doch ganz gut klar kommen, wenn sie ein paar andere schöne Sachen wieder nebenher machen würde und strahlte dabei! 

Und eine ehemalige Klientin aus dem Einzel-Coaching schrieb mir plötzlich Mails, in denen sie so begeistert, kurz und knackig von ihren aktuellen Aktivitäten erzählte, dass ich dachte: "Nee - zum Mailen ist ihr die Zeit inzwischen zu schade - herrlich!"

Was lernen wir daraus? On top geht einfach nicht, wenn man schon so viel zu tun hat - anstatt geht manchmal - und erst demnächst geht meistens.

So, das war mein Plädoyer für den inneren Schweinehund - einmal streicheln und dann einfach mitnehmen. Schön langsam, ohne Stress und mit netten Pausen - er ist ja schliesslich nicht mehr der Jüngste!


In diesem Sinne eine schöne Restwoche!


Frau W aus F




Donnerstag, 17. Januar 2013

Good enough ist besser als perfekt - oder: warum es manchmal alles andere ist, als eine Frage der Organisation

Hallo zusammen,

ja, ich war auch mal organisiert. Ich war sogar so organisiert, dass ich mir immer mehr aufgehalst habe: immer neue Projekte im Job, immer mehr Ehrenamt, immer mehr to-do-Listen und Essenspläne und Einkaufslisten und Telefonlisten und Veranstaltungs-Tipps und - immer mehr schlechtes Gewissen, denn es hat einfach nicht funktioniert. Das Ende: Bandscheibenschaden - Halswirbelsäule!

Und dabei dachte ich: es ist alles eine Frage der Organisation. Und ich war doch organisiert.

Meine Freundin ist da ganz anders - wenn ich bei ihr in der Küche sitze, sieht es genau so chaotisch aus, wie bei uns - mich stört das nicht, aber - und das ist das besondere: sie selbst offensichtlich auch nicht. Sie lacht viel, sieht vielem gelassen entgegen, strengt sich nicht zu sehr an und scheint auch nicht viel zum Leben zu brauchen - übrigens: 2 Kinder und Job als Freiberuflerin hat sie auch!

Vor einiger Zeit war sie mit ihrem Mann bei uns zu Besuch. Ich erzählte von meiner Ausbildung und meinen Plänen - sie erzählten vom letzten Camping-Urlaub. Und dann kam dieser Satz, der mich bis heute beschäftigt - also im besten Sinne, denn der ist für mich seit dem auch Programm:

"Wir machen uns einfach ein schönes Leben."

Wow - wie einfach ist das denn!

Nach und nach fiel mir auf, dass ich doch viel lieber das koche, was ich zufällig gerade im Kühlschrank finde, dass ich mit unserem good-enough-Haushalt gut leben kann (gut - das ist natürlich Verhandlungssache mit meinem Mann zum Beispiel ;), dass ich abends und am Wochenende möglichst frei haben möchte - und, dass ich meinen Orga-Kram gerne wieder nutze, wenn es dringend nötig ist.

Jetzt sieht es hier aus wie immer, ich vergesse nach wie vor dies und das, ich komme immer noch ab und zu in Zeitdruck, ich arbeite oft abends und vergesse auch öfters meine Pausen - alles wie gehabt.

Der Unterschied ist: es strengt mich nicht mehr so an, ab und zu hole ich die Pausen nach Bedarf einfach nach und im Notfall werfe ich sogar einen Blick auf die Listen.

Apropos Liste - hier ist eine für die Dinge, die eben doch anders sind:

1. Ich habe jetzt eine Aufgabe, die mir einfach sehr viel Spaß macht und sinnvoll ist - das fühlt sich an wie dauer-frisch-verliebt (anders kann man es nicht ausdrücken!)
2. Ich spanne alle Familienmitglieder nach ihren Möglichkeiten mit in die vielen verschiedenen Aufgaben ein - ist nicht Teamfähigkeit eine der gefragtesten Kernkompetenzen auf dem Arbeitsmarkt?
3. Ich engagiere mich für das, was mir wirklich wichtig ist - alles andere halte ich im good-enough-Zustand - wie gesagt: ist Verhandlungssache mit dem Umfeld
4. Ich mache im Notfall erst das Dringende, dann das Wichtige - also immer öfter ;)
5. Ich mach`s mir mit Kleinigkeiten nett (Musik, Kerzen, Bilder, Latte Macchiato, Lieblingsbuch...) - auch immer öfter
6. Ich höre rechtzeitig auf, zu arbeiten - oh nein - böse Lüge - in 10 Min. kommt mein Sohn


Gestern bei meinem Coaching-Abend für Familienfrauen kam nämlich ein toller Wunsch auf:

"Eine halbe Stunde Puffer einbauen, bevor die Kinder abgeholt werden."

Ok, ich sollte mal zu so einem Frauenabend gehen - da kann ich noch was lernen!!

  Es sieht so aus, als muss meine Familie wohl noch ne Weile good-enough leben - und mein Sohn darf mir gleich beim Mittagessen Gesellschaft leisten und die Spülmaschine ausräumen - er wird doch wohl keinen Schaden nehmen?

Morgen ist Freitag - da mach ich noch die letzten to-do´s - und dann: Wochenende frei :)

Ach nein - nicht ganz: am So. Abend ist ja der nächste Frauenabend. Wie gut, dass sich das gar nicht nach Arbeit anfühlt.

Bis bald!

Frau W aus F








Freitag, 11. Januar 2013

Morgen wird sie 18 - oder: warum man die Dinge immer erst tut, wenn man muss

Hallo zusammen,

plötzlich und unerwartet stand der 18. Geburtstag unserer Tochter vor der Tür - wie aus heiterem Himmel - man könnte sagen, niemand hat es ahnen können, dass sie 18 wird, dass man ein Geschenk braucht, dass es ein sehr besonderes Geschenk sein sollte und so weiter und so weiter...

Vor ca. 17,5 Jahren stand ich völlig fassungslos neben hoch organisierten Müttern von erstgeborenen Babies, die nach Stillalltag und halbwegs schlaflosen Nächten die verbleibende Rest-Freizeit in Nachtschichten Fotos in dicke Fotoalben einklebten: Fotos von den ersten Tagen im Krankenhaus, Fotos vom ersten Lächeln, Ausflug, Urlaub, Zahn, Brei - was weiß denn ich, was alles.

Gestern stand ich nun gefühlte 1,5 Std. vor dem Fotoautomat (hab da 2 sehr nette andere Frauen kennengelernt - dazu ein anderes mal) und machte Bilder nach: von den ersten Tagen im Krankenhaus, dem ersten Urlaub, der Einschulung, dem ersten I-Pod, der ersten E-Gitarre, der  Konfirmation und dem letzten Weihnachten vor dem 18.

Über die schlaflosen Nächte bis zu diesem Augenblick schweigen wir mal lieber. Vor allem über die, zwischen der Idee für dieses Fotoalbum-Geschenk vor ca. 10 Tagen bis zur Fertigstellung gestern Abend.

Ich sagte zu meiner Freundin - ihres Zeichens Patentante -:

"Ich möchte für sie gerne ein Fotoalbum machen. So 1 Bild pro Jahr, aber ich glaube, ich hab gar nicht von allen Jahren Fotos." 
Sie: "Dann mach doch nur die wichtigsten - lass halt ein paar Jahre aus."
Ich: "Genau - nur die wichtigsten Stationen. Du hast das ja alles schon damals gemacht - toll."
Sie: "Ja, aber ich hab auch nur die ersten 2 Jahre - danach hab ich auch nichts mehr eingeklebt."

Ich hatte fast gar nichts eingeklebt, aber das war jetzt meine Rettung. Ich fand auf dem Speicher 2 Kisten voller Fotos - also 2 Kisten in der Größe von Umzugskartons. Nichts war eingeklebt, aber netterweise 2 Jahrgänge in einer Fotobox, weitere 4 in Orginal-Fototüten der freundlichen Drogerie von neben an - und: mit Jahreszahl und Thema beschriftet - meine Handschrift - welch Überraschung!! Der Rest war digital - auf dem PC - noch Fragen?

Und dann: 100erte von Fotos durchsehen, aussuchen, nachmachen, drapieren, zurechtschneiden, neu drapieren, schließlich einkleben.

Das Ergebnis: schön :) 


Warum?

Weil es mich und uns und auch unsere Tochter ein Leben lang daran erinnern wird, was wir für schöne Momente erlebt haben. 

Nach den stürmischen Zeiten der letzten Jahre (frei nach "Schlaflos Seattle": haben Sie Teenie-Töchter? Nein? Wollen Sie meine?? ) war das fast eine Offenbarung: irgendwas scheint ganz gut gelaufen zu sein, wenn man diese Bilder so anschaut.

Wenn ich allerdings meinen stinknormalen Alltag so betrachte, wirkt das auf mich oft ganz anders: die Teenie-Töchter, die an freien Tagen schlafen bis um 13.30h ("Guten Morgen, liebe Studenten") die sich gerne mal Abend für Abend von Chips und Cola ernähren, die tagsüber schon mal genervt (zu neudeutsch: "angepisst") sind und sich mit allem streiten, was nicht bei 3 auf den Bäumen ist, die stundenlang vor PC und Co verbringen, deren Zimmer aussehen, als wäre Messie höchstselbst dort wohnhaft...

Ich sags ja - wollen Sie meine?

Vorgestern nun hab ich mit meiner Großen telefoniert - sie hütet gerade für 1 Woche Wohnung und Katze bei Freunden von uns. 

Ich: "Na, wie gehts dir, mein Schatz?"
Sie: "Prima - du wirst es nicht glauben: ich steh jeden Morgen um halb zwöf auf und treffe mich dann mit meinen Freunden zum Lernen in der Bücherei (Anm.: Abi steht vor der Tür). Und ich hab auch ganz viel eingekauft - also richtig gute Sachen - nicht irgendwie so`n Blödkram - lauter gesundes Zeug!"
Ich: "   "

Wenn ich jetzt irgendwem in meinem Freundeskreis erzählen werde, dass ich auf unserem Messie-Speicher war, um ein Fotoalbum für unsere Tochter zu machen, wird die Reaktion vermutlich die gleiche sein:

"   "

Was lernen wir daraus:

1. Man macht es erst, wenn man muss. 
2. Das ist ganz gut so - so kann man sich immer auf das konzentrieren, was gerade wichtig ist.
3. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm - oder: "Es ist viel wahrscheinlicher, dass Ihre Kinder das tun, was Sie tun, als dass sie tun, was Sie sagen" (ist nicht von mir - hab ich irgendwo von einem sehr klugen Menschen gelesen)

Was lernen wir noch?

Vormachen hilft!

In den Weihnachtsferien hatte ich mal ein paar weitere Zimmer in unserem Haus aus dem fast- Messie-Status befreit, hatte meinen PC auf Sparflamme gesetzt und wieder halbwegs vernünftig gekocht.

Wenn ich mich jetzt hier so umschaue, kann ich damit gleich wieder einsteigen - es ist so viel liegengeblieben, während ich das Fotoalbum gemacht habe.

Hmm - könnte sein, dass sich das Aufschieben doch irgendwie am Ende nicht wirklich rechnet...

Fragen Sie sich auch gerade, warum ich mich jetzt nicht um meine unerledigte dringende to-do-Liste kümmere, statt diesen Artikel zu schreiben?

Ganz einfach: weil´s mir Spaß macht und genug Schwung gibt, um mich dann doch diesen  unangenehmen Dingen zu widmen - es geht dann alles doppelt so schnell!

Dann also los - und ein schönes Wochenende (meine Tochter macht heute ihre Party - hier - wir sind evakuiert - bei der Katze! Morgen hat sie einen Kater (also meine Tochter), nachmittags gibts Kuchen und am Sonntag Brunch mit der buckligten Verwandtschaft - nicht hier - sehr zu empfehlen!)

Ok, ok - ich geh ja schon zu meinen to-do`s!


Schönes Wochenende :)

Frau W aus F


Samstag, 5. Januar 2013

Die dritte Seite - oder: was helfen kann, wenn man zwischen den Stühlen sitzt

Hallo zusammen,

mal ein - beinahe - ganz anderes Thema:

gestern war eine liebe alte Freundin von uns zu Besuch. Sie erzählte von ihrem Job. Unsere Freundin ist Professorin (gleichzeitig sehr angenehm und unkompliziert) und sie leitet diverse Forschungs- und Gestaltungsprojekte - zu neudeutsch: sie hat neben Forschung und Lehre auch noch Personalverantwortung.

Sie erzählte nun von ihrer Gutmütigkeit bei der Einstellung neuer Mitarbeiter und vom Flop hinterher: nicht eingehaltene Termine, nicht gelieferte Konzepte, stattdessen gelieferte Ausreden rund um das Familienleben (kranke Kinder zum Beispiel - wir sprechen von einem Teilzeit-Pappa).

"Ich glaube ja, dass sein Problem ist, dass er sich einfach nicht durchsetzen kann bei seiner Frau. Außerdem weiß man doch, dass Kinder im Winter krank werden. Da baut man sich eben vorher einen Puffer ein."

Sie weiß, wovon sie spricht: sie ist alleinerziehende Mutter einer 12 jährigen Tochter, mit dem dazugehörigen Vater führt sie eine Fernbeziehung, die Großeltern sind weit weg, sie ist in allem die Ruhe selbst, sie ist sehr hilfsbereit und hat sich ein gutes Netzwerk aufgebaut.

Da war sie also - die dritte Seite der Dinge! Wie oft hatte ich schon die Beschwerden der Frauen
gehört: über Männer, die ständig Sonderschichten machen, spät abends nach Hause kommen und selbst in Urlauben noch für die Firma erreichbar sind.

Was heißt gehört? Mitgeredet hatte ich - mit den Frauen und genau so mit meinem Mann.

"Du verstehst das einfach nicht", hatte der dann geantwortet. "Das ist nicht so einfach - da kann ich nicht einfach so wegbleiben oder nicht erreichbar sein."

Und wenn wir zu viert mit anderen befreundeten Paaren unterwegs waren, war es oft dasselbe: die Frauen waren sich einig im Sich Beschweren, die Männer im Kopf schütteln und mit den Augen rollen a la: "Ihr habt einfach keine Ahnung, wie es im Berufsleben zugeht."

Und da saß sie mir nun gegenüber die Quadratur des Kreises: Frau, Mutter, Chefin in Personal-Union und kommt mit einer sehr einfachen Beschreibung und Lösung der Situation daher:

1. Der Mitarbeiter muss liefern, was er zugesagt hat - sonst kommen alle anderen nicht weiter

2. Er muss sich selbst organisieren und für typische Ausfälle einen Puffer einbauen

3. Er muss dafür sorgen, dass er diese dringende Aufgabe auch tun kann - selbst gegen äußere Widerstände wie zum Beispiel die der Familie

Ok, Nr.1 sollte doch eigentlich klar sein, oder?
Ist es aber nicht. Er liefert nicht - aus verschiedenen Gründen und vielleicht auch, weil die Kinder krank waren. Aber ich vermute, es ist ihm nicht bewusst, welche Konsequenzen das für alle hat, die sich um die folgenden Schritte kümmern müssen. 

Und es ist ihm schon gar nicht klar, welche Folgen das für ihn beruflich haben wird: Kein weiteres Projekt wird sie mit ihm machen, hat sie uns gesagt. Puh - so scharf habe ich sie noch nie reden hören und ich kenne sie seit 15 Jahren.

Unsere Männer, vermute ich, wissen das nur zu genau. Wir Frauen ahnen das (wir sind ja nicht blöd), aber wir sehen noch ein paar andere Konsequenzen: die für die Familie, die für die Partnerschaft und die für die eigene Gesundheit.

Es kann sogar sein, dass unsere Männer auch das ganz genau so wissen oder ahnen (die sind ja nicht blöd), aber sie sehen eben die noch schwerer wiegenden Konsequenzen im Job.

Nr.2 - tja, hier sind Frauen oft klar imVorteil und Erfahrung ist doch irgendwie Gold wert. Mittelohrentzündung und/oder Läuse im Winter sind fast so sicher wie Weihnachten und Geburstage - Frauen kennen das schon - also alle diese Prognosen - und stellen sich irgendwie darauf ein (ich glaube ja, das ist der eigentliche Grund, warum Männer den Telefonhörer immer an ihre Frauen weiter reichen, sobald irgendwelche Terminentscheidungen zu treffen sind - reine Charakterstärke!).

Ich vermute, besagter Mitarbeiter ist noch neu im Geschäft als Teilzeit-Pappa.

Nr.3 - und hier finden wir vielleicht die Lösung für das Gesamtpaket:

Reden hilft - sogar unter Erwachsenen! Allerdings möglichst konkret und begründet:

"Mein lieber Mitarbeiter", könnte sie sagen, "ich weiß, dass du sehr gute Arbeit leisten kannst. Bisher hast du nicht geliefert, was wir vereinbart hatten. Ich brauche das so schnell wie möglich. Sonst kann das Projekt nicht weitergehen und dann werde ich auch kein weiteres Projekt mehr mit dir machen."

"Mein lieber Schatz", könnte er zu seiner Frau sagen, "ich weiß, dass die Kinder krank sind und du auch arbeiten musst. Ich muss das jetzt fertig machen, sonst verliere ich meinen Job. Lass uns eine Kinderfrau holen."

"Mein lieber Schatz", könnte seine Frau zu ihm sagen, "ich weiß, dass du unter Druck stehst, aber du arbeitest zuviel. Mach das fertig, aber danach nehmen wir uns ein paar Tage frei."

Der Vorteil wäre, dass alle zu dem kommen, was sie wirklich brauchen - und dass unsere Freundin jetzt nicht händeringend nach einem neuen qualifizierten Mitarbeiter suchen müsste.

Die wiederum sieht das leider ganz anders:

"Das kann der sich doch alles zusammenreimen - der ist schließlich intelligent genug", sagt sie über den nicht liefernden Mitarbeiter.

Kann ich gut verstehen diese Hoffnung, aber ich fürchte, diese Rechung geht einfach nicht auf:

er kann es ganz offensichtlich nicht, sonst würde er es nämlich tun - also alles: sich besser organisieren, sich mit seiner Frau anders absprechen und das versprochene Konzept liefern.

Für unsere Freundin und den Mitarbeiter ist der Zug bereits abgefahren: sie ist sauer (selten genug) und sie wird ihn nicht wieder beschäftigen.

Schade - denn sie verliert so jemanden, von dem sie mal einen sehr kompetenten Eindruck hatte und muss nun für Ersatz sorgen, was möglicherweise  auch kein gutes Licht auf ihre Personalentscheidung wirft. Und der Mitarbeiter verliert seinen Job und möglicherweise auch seinen Ruf in der Branche.

Ich glaube, so was nennt man eine "lose-lose-Situation" - oder so ähnlich!

Und ich glaube, so was kommt in den besten Familien - äh Firmen - vor. Normal, wie man in Kölle sagt - aber reden hilft - sorry, liebe Männer und alle, die glauben, die anderen könnten sich das doch alles zusammenreimen!

Ich jedenfalls kann mir zum ersten mal zusammen reimen, warum die wirklich wichtigen Dinge von vielen nicht ausgesprochen werden - weil die denken, wir könnten uns das doch zusammenreimen. Ganz ehrlich, darauf wäre ich im Leben nicht gekommen, aber es wird mir in der Zukunft vieles einfacher machen. Wieder was gelernt :)

Eine schöne Woche euch allen!


Frau W aus F

Montag, 31. Dezember 2012

5 vor 12 - oder : kurz vor 2013!

Hallo zusammen,

da war doch noch was...

Ich hatte mir vorgenommen, mich noch mal zu melden, bevor dieses chaotische Jahr dann doch zu Ende geht! 

Und?

Es war zu chatoisch, um das zu einer halbwegs vernünftigen Zeit zu tun. Also mache ich es jetzt - 5 vor 12 oder besser 45 Minuten vor Sylvester-Party.

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber dieses Jahr hat für mich so viel ins Rollen gebracht: erfüllende neue Aufgaben, wunderbare neue Menschen und sehr viele sehr schöne Erlebnisse  mit meinen alten Freunden und meiner Familie. ( Ja, letztere machen nicht nur Spaß - schon gut - aber jetzt ist Jahreswechesel - da kann man ja auch mal ein bisschen was verklären oder wenigstens ausblenden ;)

Mein Jahresabschluss lief dann so, wie sich im neuen Jahr meine Wochenabschlüsse gestalten sollen: alles wieder in einen good-enough-Zustand bringen, damit der freie Tag danach auch wirklich frei ist. 

All die Jahre vorher lief das genau umgekehrt: Aufschieberitis von On-Tops aufs Wochenende bzw. auf Januar, dann voller Elan und hochmotoviert die freie Zeit mit Altlasten verbringen, um den Wochen- bzw. Jahresstart dann bereits schon wieder halb ausgepowert anzugehen. Hat sich nicht bewährt. Die Erkenntnis hat mich Jahre gekostet - von der Umsetzung ganz zu schweigen...

Im neuen Jahr veranstalte ich wieder ein paar Themenabende für Frauen. Es geht um Vorsätze, die die Welt nicht braucht - also so was wie "Die neue Brigitte-Diät anwenden", regelmäßig 2x pro Woche joggen, die Steuererklärung rechtzeitig machen - naja, ihr wisst schon.

Ich hab auch nen Vorsatz - den einzigen und einen, den meine kleine Welt unbedingt braucht:

rechtzeitig Pausen machen und die dann auch genießen - Haken: vorher müssen die nötigsten Altlasten erledigt sein, sonst wird das mit dem Genießen nichts - das kenn ich schon!

Jetzt zum Beispiel freu ich mich mal so ganz entspannt auf den Sylvesterabend mit unseren Freunden. Und morgen auf ein ausgedehntes Frühstück am ersten freien Tag vom neuen Jahr!

So kanns dann 2013 gerne weitergehen!

Euch allen einen guten Rutsch und die allerbesten Wünsche für das neue Jahr!


Frau W aus F






Mittwoch, 19. Dezember 2012

Das Weihnachtsgefühl - oder: last minute für Fortgeschrittene

Hallo zusammen,

dieses Jahr ist alles anders - oder besser: dieses Jahr ist es fast so wie immer, aber eben nur fast. Es fehlt etwas völlig Überflüssiges.

Wie jedes Jahr habe ich am 18.12. noch lange nicht alle Weihnachtsgeschenke zusammen. Wie jedes Jahr schiebe ich das Schreiben von Weihnachtskarten vor mir her, weil noch so vieles andere wichtig ist. Wie jedes Jahr habe ich keinen Plan, was ich mir wünschen könnte - wäre auch längst zu spät für alle, die ihre Weinachtsbesorgungen längst glorreich abgeschlossen haben.

Es ist alles ganz normal - wenn nicht etwas ganz, ganz anders wäre:

das schlechte Gewissen ist weg - einfach weg - ich habe keine Ahnung, wohin - es hat noch nicht mal einen Abschiedsbrief hinterlassen - es hat sich einfach hinterrücks aus dem Staub gemacht.

Naja - also ganz so einfach ist es nun auch wieder nicht. Es hat gerade noch vor einer Woche von einer meiner tollen Kolleginnen eine ordentliche Abmahnung kassiert.

Es hatte ihr erzählt, dass seine stolze Besitzerin jetzt erst dazu kommt, für ihre Tochter eine warme Winterjacke zu kaufen - nachdem sie bereits ein paar Tage durch Schnee und Eis mit einer leicht zu kurzen, plötzlich nicht mehr coolen Jacke aus der letzten Winter-Saison auskommen musste.

Die trockene Frage meiner Kollegin: Wie alt ist sie?
Die ehrliche Antwort der nicht mehr ganz so stolzen Besitzerin: 15.
Der Blick der Kollegin, als wollte sie sagen "Aber sonst geht es dir noch ganz gut?". Sie sagte aber:
"Sie ist 15, sie kann sich eine Jacke selber kaufen, du kannst ihr Geld geben und sie kann noch eine Freundin mitnehmen und sie ist bisher nicht zu Tode erfroren."

Das saß!

Am Abend wollten wir auf den Weihnachtsmarkt. Meiner 15-jährigen fehlten Handschuhe. Sie waren auf dem Speicher. Die Familie war der Meinung, es wäre meine Aufgabe gewesen, rechtzeitig besagte Handschuhe auszumotten.

Da war das schlechte Gewissen schon weg - irgendwo im Cafe mit meiner lieben Kollegin muss es sitzen geblieben sein. Ich hörte mich sagen: "Du bist 15, du kannst selbst deine Handschuhe raussuchen..."

Jetzt - in Anbetracht der nicht geschriebenen Weihnachtskarten - höre ich schon wieder eine Stimme:

"Es sind noch ein paar Tage, du hast bis heute einschließlich auf Hochtouren gearbeitet, du kannst noch ein paar schöne Geschenke besorgen und die eine oder andere Karte schreiben oder stattdessen anrufen."

Diesmal ist es meine!

Aber da gibt es noch was, was einfach ganz anders ist: ich bin noch gar nicht urlaubsreif! Wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich ganz einfach weitermachen mit ner guten Mischung aus Arbeit am Tag, manchmal am Abend, im Notfall sogar nachts und Freizeit mit Familie und Freunden zu allen anderen Zeiten.

Aber gut - man kann eben nicht alles haben: jetzt ist erst mal Weihnachten dran - und das ist - wie wir wissen - nicht immer und nur Freizeit!

Wenn ich jetzt meine Karten schreibe und noch einen netten Geschenke-Bummel mache, Essen und Co mit meinen Lieben bespreche, das Haus wieder in einen Wohlfühl-Zustand versetze und sogar noch ein paar Sterne aufhänge, kommt bestimmt auch wieder das andere zurück, was sich zwischendrin auch schon mal verabschiedet hatte:

das Weihnachtsgefühl!

Ich wünsche euch allen eine ganz besonders schöne Weihnachtszeit, leuchtende Augen um euch herum, Zeit zum Ausruhen und Genießen von allem, was euch gut tut!


Frau W aus F

P.S.: Einen guten Rusch wünsche ich noch nicht, denn davor melde ich mich bestimmt noch mal! ;)

Sonntag, 25. November 2012

Trotz G8: Ich liebe gute Lehrer - oder: wie man Kindern Lust auf Lernen macht

Hallo zusammen,

ich hab da mal ein Problem: meine Kinder haben (einige) verdammt gute Lehrer an der Schule!

Das sollte kein Problem sein - ich weiß - mein Problem liegt darin, dass ich mich nach manchen Erzählungen am liebsten sofort zum nächsten Elternsprechtag anmelden würde, um denen genau das zu sagen:

Was für ein toller Unterricht, was für tolle Themen und Aufgabenstellungen und was für tolle Methoden!

Ich schlage vor, wir machen einen Deal:

ich schreibe hier darüber, was diesen tollen Unterricht ausmacht - dann können Sie schnell die Erzählungen Ihrer eigenen Kinder einordnen.

Und dafür schreiben Sie mir, wie ich das bei den Lehrern loswerden kann, ohne mich großflächig bei denen einzuschleimen - abgemacht?


Dann los - die Symptome für guten Unterricht:

1) Das Thema - da haben wir´s schon - ist meist vorgegeben durch einen mehr oder weniger unsäglichen Lehrplan. Meine Tochter ist fast 15 und interessiert sich tatsächlich nur bedingt für die Hintergründe des 1. Weltkriegs. Mein Sohn ist 8 und macht gerne  Ballspiele - Turnen findet er eher doof. Meine Tochter ist knapp 18 und liest dicke Wälzer zwischen Krimi und Thriller - den "Faust" liest sie nun kurz vorm Abi, weils denn sein muss.

Fazit für Elternabende, auf denen gern unermüdlich über kindgerechte Themen und Lektüre diskutiert wird: so what - et is wie et is - shit happens - man könnte es auch Lehrplan nennen.

2) Die Methode - da liegt der Schlüssel, selbst aus dem blödesten Thema ein spannende Sache zu machen: Eine gespielte Polit-Talkshow mit namhaften Historikern und einer Moderatorin a la Anne Will - und schon werden die verschiedenen Sichtweisen und Deutungen rund um die Entstehung des 1. Weltkriegs spannend. Wenn man gerade Eichhörnchen ist, liegt es so zu sagen in der Natur der Sache, über einen komplizierten Parcours zu klettern - das stellen selbst Fußball-Jungs nicht in Frage!
Und über die Beziehungskiste von "Faust und Gretchen" lässt es sich offensichtlich fast genau so effektiv dikutieren, wie über jede andere Beziehungskiste auch.

Fazit für Eltern und Lehrer von unmotivierten Schülern: Druck hilft nie - gute Methoden meistens!

3) Das, was angemessen ist - und da sind wir beim Kern angekommen: sowohl das Thema als auch die Methoden sollten schon irgendwie angemessen sein. Angemessen bedeutet: die tollste Polittalkshow funktioniert nicht, wenn die Kids erst 10 Jahre sind oder wenn sie sich im Alter von 15 Jahren über den Zusammenhang von Diktaturen und Unterentwicklung unterhalten sollten. Wenn ich in einer Klasse 18 Nichtschwimmer habe, wird es auch wenig bringen, mit der Gruppe im Schwimmbad "Fisch im Wasser" zu spielen. Und das Eichhörnchen-Spiel mit 10 jährigen könnte zu einer mittleren Katastrophe führen. Und Faust? Ja, den könnte man auch rappen - für 13 jährige - nur, wozu?

Fazit: die schönste Methode ist immer die, die gerade zum Entwicklungsstand und Interesse der Gruppe passt.

4) Die Atmosphäre - da ist der 2. Teil des Kerns oder besser noch die Basis. Nichts von alledem kann funktionieren, wenn Kinder verschreckt werden, ständig kritisiert oder abgewertet. Denn dann trauen sie sich weder, in der Talkshow zuzugeben, dass sie auf die gerade gestellte Frage leider keine Antwort wissen. Stattdessen melden sie sich lieber gar nicht im Alter von 15. Und sie trauen sich auch nicht, ungewohnte Bewegungen zu machen und verweigern im Alter von 8. Und im Alter von fast 18 werden sie schwänzen oder lautstark stören.

Die Frage ist -warum trauen sich die einen und die anderen nicht?

Ganz einfach: die einen wissen, dass sie es können und die anderen ahnen, dass es ihnen schwer fällt.

Und warum machen diese Kinder im einen Fall mit und im anderen nicht?

Auch ganz einfach: weil sie im einen Fall wissen, dass ihnen nichts passieren kann und im anderen ahnen oder immer wieder erlebt haben, dass sie abgewertet oder abgelehnt werden.

Fazit 1: Erst wenn Lehrer für ein vorgegebenes Thema ein gute Verpackung und eine angemessene Methode finden, können Sie den Kindern Lust aufs Lernen machen. Aber das gelingt nur, wenn sie ihren Schülern erlauben, auch Fehler zu machen und sie bei jedem Fortschritt bestärken. 

Fazit 2: Diese 3 beschriebenen Lehrer werden auch tollen Unterricht in jedem anderen Fach und zu jedem anderen Thema machen. Und wenigstens an der einen Schule gibt es einen ganzen Schwung von diesem Kaliber (was für ein Glück - trotz G8 ist Motivation offensichtlich noch immer das A und O)

Nur, wie kriegt man die anderen dazu, sich von denen gute Tipps abzuholen???


So -  so viel von meiner Seite! Jetzt zu meiner Frage von oben:

wie mach` ich das denn jetzt? 
Wenn ich da hingehe, werden mich meine Kinder steinigen (mit Recht), meine Eltern-Kollegen werden mich schräg von der Seite ansehen (auch verständlich) und die betroffenen Lehrer werden - tja, die werden vermutlich strahlen, weil sie sonst immer nur Kritik zu hören bekommen.

Wer hat einen guten Tipp für mich?


Auf jeden Fall freue ich mich tatsächlich immer wieder über solche Schulgeschichten am Esstisch - liebe Lehrer, einfach Danke!

Was das Ganze mit Urlaubsgefühlen im Familienalltag zu tun hat, möchten Sie wissen? Alles! Das Beste, was uns Eltern passieren kann ist das Gefühl, dass unsere Kinder in guten Händen sind!


Dann wünsche ich mal allen eine schöne Woche und tolle Lehrer in nächster Nähe!


Frau W aus F


















Mittwoch, 21. November 2012

Zwischen Langeweile und Burnout - oder: das hier ist für Sie, meine Zielgruppe!

Hallo zusammen,


das hier ist für Sie, meine Zielgruppe!

Was für ein schreckliches Wort: Zielgruppe - gehen Sie mal mit einer Gründungs-Idee zu den diversen Stationen und da werden Sie genau das gefragt:

"Wer ist denn Ihre Zielgruppe?"

Soll heißen: Wer, bitte schön, soll denn Ihr Produkt kaufen?

Also, liebe Zielgruppe, mir geht es da um etwas ganz anderes:
ich möchte, dass Ihr wenigstens einen Abend im Advent bei Kerzen und Glühwein sitzen könnt, um Eure Geschenke einzupacken. Und ich möchte, dass Ihr es euch einen Nachmittag mit Euren Kindern gemütlich machen könnt, um Geschichten zu lesen oder Sterne zu basteln. Und ich möchte, dass Ihr es wenigstens an einem Abend schafft, mit Eurem Mann oder Freunden über den Weihnachtsmarkt zu schlendern.

Ob mir das gelingt?

Nein, das ist es ja - oder besser gesagt: ja, allmählich!

Und genau deshalb liegt mir dieses Thema so am Herzen. Selbst diese kleinen schönen Momente brauchen ein bisschen Vorlauf, Planung und Absprachen. Alles kein Problem, wir sind ja schließlich Profis im Umsetzen von Dingen! Und trotzdem rutscht es oft durch, weil wir nur mit Aufgaben beschäftigt sind, die scheinbar viel wichtiger sind.

Am vergangenen Wochenende war ich auf einem Workshop meiner großartigen Lehrerin Barbara Sher. Auf die Frage nach ihrem Wunsch sagte eine Teilnehmerin: "Mein Wunsch ist irgendwie abstrakt - es ist ein höherer Wunsch. Ich möchte gerne etwas Bedeutungsvolles tun". Barbara hat in Ihrem Leben als Coach, als Autorin, als Lehrerin so viel Bedeutungsvolles getan, dass ich über Ihre Antwort mehr als erstaunt war.

"Wenn ich "abstrakt" höre, gehen bei mir alle Alarmglocken an! Es ist nichts Schlechtes daran, wenn du etwas Bedeutungsvolles tun willst. Nur reicht es, wenn du für 2 Stunden am Tag etwas Bedeutungsvolles tust und den Rest der Zeit dich auch um dich kümmerst. Sonst kannst du irgendwann gar nichts Bedeutungsvolles mehr tun."

Kann man es besser ausdrücken?

Ich muss ehrlich zugeben, dass ich mich nicht immer verausgabt habe. Mein Haushalt beispielsweise war schon immer eine einzige Katastrophe und diese Abschnitte unten an den Elternbriefen - die mit den Anfragen nach Kuchenspenden und ähnlichem - kamen schon immer bei mir auf den letzten Drücker zurück (manchmal auch gar nicht, aber der Kuchen war meistens dann doch da).

Und so manches Mal auf dem Weg zum Spielplatz überkam mich schon mal ein Gefühl von unendlicher Langeweile - bis ich wenigstens ein freundliches Gesicht zum Quatschen gefunden hatte. Ganz zu schweigen vom Lego bauen und Autos auf dem Teppich von A nach B fahren.

Aber, was mich wirklich begeistert hat, habe ich verfolgt - immer neue Ideen entwickelt, Kooperationen aufgebaut, geplant und durchgezogen - oft bis spät in die Nacht und ohne darauf zu achten, wie es mir gerade geht. Ich war mit den richtigen Methoden zu den falschen Zielen unterwegs.

Das ist heute anders - heute mache ich genau das, was mir leicht fällt und die unangenehmen Dinge wenigstens genau so, wie sie mir leichter fallen. Und es ist ähnlich - auch heute passiert es mir, dass ich durch diese richtigen Methoden viele neue Kapazitäten schaffe, die ich gleich wieder mit neuen Projekten fülle, statt schlicht mit Lebensfreude und Genießen von dem, was ich schon alles habe.

 Aber, wenn mir das mal wieder gut gelingt, passiert etwas ganz Erstaunliches: es färbt auf meine gesamte Umgebung ab. 

Meine große Tochter kommt mittags von der Schule, macht sich Musik an und fängt an, die Spülmaschine auszuräumen. Meine mittlere Tochter erzählt mir, dass sie sich immer einen Zeitplan macht, damit sie nach Schule und HA einer 9. Klasse G8 am Ende des Nachmittags noch eine Stunde machen kann, was sie will. Und mein jüngster Sohn kommt von der Grundschulbetreuung nach Hause und sagt, er möchte jetzt gerne mal ganz für sich sein.

Und dann finde ich mich am späten Nachmittag wieder - am Esstisch beim "Mensch Ärgere Dich Nicht" mit Tochter 17 und Sohn 8, alle werden gefühlte 25 mal von allen Seiten rausgeschmissen und der Name wird erstaunlicherweise trotzdem zum Programm.

Darf ich mal ganz ehrlich sein?

So viel Spaß macht mir das Spielen mit meinen Kindern erst, seit ich einen wunderbaren Ausgleich in meinen anderen Aufgaben gefunden habe: kein Pendeln zwischen Langeweile und Verausgaben, sondern eine Arbeit, die mich erfüllt und Methoden, die es mir leicht machen.


Jetzt mache ich es wie meine Tochter: erst eine Pause, dann noch 1 Stunde Dringendes und Wichtiges und heute Nachmittag mit meinem Sohn die Weihnachtspäckchen für die Hilfsaktion in der Schule packen (noch ein Elternbrief von vor 3 Wochen - und morgen  ist der letzte Tag - natürlich!) - denn dann habe ich heute Abend definitiv frei!


Ich wünsche allen eine schöne Woche - also meiner Zielgruppe und dem ganzen Rest der Welt natürlich auch!

Frau W aus F












Dienstag, 20. November 2012

Überförderung - oder: wie wir dafür sorgen, dass unsere Kinder das Richtige lernen

Hallo zusammen,

hatten Sie schon mal einen Hörsturz?

Ich auch nicht - Gott sei Dank -, aber eine Bekannte von einer Freundin. Sie ist Erzieherin. Sie liebt ihren Beruf und die Kinder ihrer Einrichtung und sie macht das wirklich, wirklich gut dort, sagt meine Freundin.

Ich kann mich erinnern, dass meine Freundin schon oft von dieser Einrichtung erzählt hat - von den tollen Erzieherinnen, von den tollen Projekten dort und der rundum guten Betreuung der Kinder.

Gestern nun stand meine Freundin dieser Bekannten gegenüber und hörte die andere Seite der Medaille - nicht zum ersten Mal: die Einrichtung ist chronisch unterbesetzt, eine Fortbildung jagt die nächste, Portfolios wollen geschrieben und Ausflüge wollen gemacht werden und jedes weitere Projekt wird auf die bisherigen einfach draufgepackt.

Wozu das Ganze bzw. wer verlangt das alles?

Klar, da gibt es Chefs und Chef-Chefs und oben drüber Stadtschulämter und Bildungspläne. Aber das scheint es nicht zu sein, so sieht es jedenfalls die Chefin der besagten Erzieherin. Wissen Sie, was die sagt? Sie sagt - und das deckt sich leider eins zu eins mit meinen Erfahrungen - sie sagt, es sind die Eltern, die unzufrieden sind, wenn das alles nicht stattfindet.

Warum machen das diese Eltern?

Weil sie es selbst nicht anders kennen in ihren eigenen Berufen: der Kunde ist König - na, dann bitte auch im Bereich Förderung von Vorschulkindern. Wie oft habe das schon gehört: "Also im Kiga XYZ ist das aber anders. Da gibt es Früh-Chinesisch und indisches Kochen, nicht zu vergessen das Zirkus-Projekt und die Wort-Wirbel-Maschine. Und außerdem hat der Kindergarten ABC auch noch Wellness-Angebote"

Nein, das ist nur leicht übertrieben! So ungefähr sieht das aus, was sich Leitungen und Erzieher so alles anhören müssen.

Also ich finde ja, ein Kindergarten, der Wellness-Angebote braucht, könnte erst mal alle CD-Spieler ausschalten, den Projekt-Plan entschlacken und alle warm anziehen - zum Rausgehen. Aber eine Kindergarten-Leitung könnte bei solch überzogenen Ansprüchen einfach mal Stellung beziehen - Stellung für das Personal und Stellung für die Bedürfnisse von Kindern.

Was würden die Kinder dabei lernen?

Die würden lernen, dass genug einfach genug ist, wie sich das anfühlt mit entspannten Erwachsenen und sie würden sich vermutlich beschweren, sobald Mami mit dem Terminkalender winkt.


Ich weiß gar nicht - welche Spalte muss man für sowas in dem Portfolio ausfüllen?

"Kompentenzbereich Lebensqualität" - gibts das?


Dann wünsche ich mal der Bekannten meiner Freundin langfristig gute Besserung - für alle!


Übrigens: die Stadt Frankfurt gibt gerade Unsummen für eine Werbekampagne aus. Sie suchen dringend Erzieherinnen !!


Na dann - eine schöne Arbeitswoche!

Frau W aus F








Donnerstag, 15. November 2012

Blackout, Lampenfieber, Prüfungsangst - oder: warum "Voice of germany" einfach alles richtig machen

Hallo zusammen,

ich erinnere mich noch gernau: da war dieser kleine Raum, der Notenständer gegenüber vom Tisch der Prüfungskommision, an diesem widerum 3 süffisant grinsende Dozenten und davor sitzend auf dem Boden eine kleine Gruppe von derzeitigen Studenten. Es waren vielleicht 10 Personen im Raum - statt 1000 im Saal + Mio. vor den Bildschirmen - , es ging um keinen Traum - es ging um eine schlichte kleine Aufnahmeprüfung an einer Musikhochschule, aber der Adrenalinspiegel war vergleichsweise hoch.

Ich war Anfang 20 und tat, was alle tun: ich tat so, als ob. Ich tat so, als wäre ich hochkonzentriert bei der Sache und vor allem alles, nur nicht nervös. Ich hatte einen wichtigen Teil meiner Noten vergessen - normalerweise kein Problem - ich konnte ja sowieso alles auswendig. Aber nicht da - da hatte ich einfach ein Blackout.

Ich bin durchgefallen - wenigstens in dieser Prüfung.

Heute, über 20 Jahre später, sitze ich wahlweise mit der einen oder anderen Teenie-Tochter im Voice-Fieber auf dem Sofa und bin einfach nur begeistert: klar, die Leute sind gut - richtig gut; und klar: die Coaches sind nett - richtig nett. Aber da steckt noch mehr dahinter: The Voice hat ein durch und durch menschenfreundliches Konzept und zwar weit über die großartigen Blind Auditions hinaus.

Da ist der Moment, wo die Künstler zum ersten Mal im Casting-Tempel ankommen. Sie werden warmherzig und neugierig empfangen und begrüßt vom Moderator höchst selbst. Dann gibt es diverse Kurzinterviews, eine Extra-Lounge für den mitgebrachten Fan-Club und diesen einen Moment unmittelbar vor dem Auftritt. Bevor diese schwere Eisentür von immer dem gleichen Türsteher geöffnet wird, hört man die Sänger und Sängerinnen noch etwas sagen - so sie denn wollen.

Sie reden von Nervosität und Angst und Lampenfieber und Adrenalin - genauer: sie reden erst von Nervosität, aber dann von Neugier, sie reden von Angst, aber dann von Auftrittslust, sie reden von Lampenfieber, aber dann von "ich will das Ding gewinnen" und sie reden von Adrenalin und anschliessend von "jetzt rock ich die Bühne!".

Bis vor kurzem habe ich das nicht verstanden: "Könnt ihr TV-Fuzzis die nicht einfach mal in Ruhe lassen - so unmittelbar vor dem Auftritt? Müsst ihr die ausgerechnet jetzt fragen, wie sie sich fühlen?", habe ich mir gedacht - manchmal sogar laut.

Ja, das müssen sie und zwar aus gutem Grund:

die Nervosität, die Angst, das Lampenfieber, das Adrenalin - die sind alle da - sowieso. Aber nur, wenn wir das zumindest vor uns selber zugeben, kann daraus das richtige Premierenfieber mit allen positiven Nebenwirkungen werden.

Was passiert also? Die SängerInnen hören diese Frage, beantworten sie ehrlich - alles andere käme sowieso unglaubwürdig übern Sender - und müssen plötzlich lachen. Und dann - dann gehen sie raus durch diese schwere Eisentür auf die ganz große Bühne und singen so, dass man es manchmal gar nicht glauben kann.

Und hinterher?

Hinterher werden sie von liebevollen Menschen wieder in Empfang genommen - erst auf der Bühne und dann backstage - oder wie das heißt (da war ich noch nie, leider).

Da kommt mir gerade eine großartige Idee:

könnte man nicht Professoren an Musikhochschulen zwangsverpflichten, sich diese Sendung anzusehen, bevor es in die nächste Runde von Aufnahmeprüfungen geht?

Ich finde, da sollte ich dran bleiben - ich berichte!


Und jetzt geh ich gucken - the Voice - es lebe der Festplattenrecorder!

Eine schöne restliche Woche,


Frau W aus F




Sonntag, 4. November 2012

To-Do-Listen die Nachlese - oder: der 1. Schneespaziergang gehört mir

Hallo zusammen,

was passiert, wenn man 8 Familienmütter auf das Thema To-Do-Listen in der Vorweihnachtszeit loslässt?

Es ensteht eine nette, lebhafte Runde, konstruktiver Austausch, angenehme Atmosphäre, schnelles Vetrautsein, Offenheit, Engagement, Wertschätzung und es wird lustig - so ist es jedenfalls auf den Feedback-Bögen zu lesen, die mir die Teilmehmerinnen im Anschluss an unseren gemeinsamen Frauenabend ausgefüllt haben.

Puh - wenn die wüssten!

Ich war vorher so nervös, dass ich tagelang keinen einzigen konstruktiven Gedanken zu diesem Abend fassen konnte. Irgendwie habe ich immer diese Runde vor mir gesehen, die sich genau so austauscht - aber keinen einzigen theoretischen Input in 3 gerade Sätze am Stück packen können.

Dabei ist das doch mein Lieblingsthema! Im Normalfall kann ich darüber zur Not stundenlang referieren. Und hier: nichts ging, bis heute 3 Stunden vorher.

Dann die Blitzaktion, noch 3-4 Karteikarten zu beschreiben mit dem guten Gefühl: ja, das ist genau das, was ich vermitteln möchte. Kaum hatte ich die ersten paar Worte gesprochen, musste ich leider feststellen, dass besagte Karteikarten irgendwo sein mussten - nur nicht hier in diesem Raum!

Auch das, was da drauf stand, war einfach weg - die gesamte Theorie weg aus meinem Hirn! Ich vermute, genau da gehörte sie auch hin. Jedenfalls haben meine Teilnehmerinnen offensichtlich genau das mitgenommen, was ich mir für sie gewünscht hatte: jede genau das, was sie wirklich umsetzen möchte.

Was das ist, gefällt mir so gut, dass ich es einfach hier zitieren möchte:

*mir mehr Zeit für mich nehmen
*ich lass mich nicht so stressen
*was ich tue, mit Genuß tun
*eine "Das-muss-ich-jetzt-erledigen-Situation" in eine "Das-mache-ich-jetzt, weil-es-mir-Spaß-macht-Situation" wandeln
*ich kann gut so weitermachen wie bisher, da größeres Zeitfenster
*für fast alles gibt es eine Idee/Lösung (Anmerkung von meiner Seite: an dem "fast" arbeiten wir noch ;)
*der 1. Schneespaziergang gehört mir

Wenn also nicht dazwischen kommt, sitzt eine Teilnehmerin 4-5 Tage vor Weihnachten bei Rotwein und schöner Musik beim Geschenke einpacken mit Weihnachtsgefühl. Eine andere ein paar Tage früher beim Schreiben von Weihnachtskarten in ähnlicher Atmosphäre und die nächste gönnt sich eben besagten 1. Schneespaziergang - auch, wenn der Rest der Familie einfach nicht aus dem Haus will.

Und damit eben dieser Rest auch zu seinen High-Lights in der Vorweihnachtszeit kommt, wurde die erprobte Idee der Familien-Wunschliste an der Küchentür gleich erweitert: um eine ähnliche mit Wunsch-Events für die einzelnene Familien-Mitglieder.

Und wer einfach mal gemütlich auf dem Sofa sitzen möchte, darf diesen kleinen Wunsch den Kids gerne auch vermitteln und alles andere für diese Zeit einfach ausblenden.

Jetzt bin ich sehr gespannt darauf, was aus diesen kleinen und großen Wünschen geworden ist. Ich freue mich, wenn ich die Runde im neuen Jahr am 20. Jan. wieder sehe - dann gehts um Vorsätze, die die Welt nicht braucht. Und spätestens dann greifen wir das "fast" noch mal auf und finden auch dafür eine Idee.


Danke an alle meine Teilnehmerinnen für den schönen Abend. Und: Danke, danke, danke an alle meine tollen KollegInnen und meine liebe Familie, die mich durch diverse Höhen und Tiefen rund um diesen ersten Frauenabend begleitet haben.


Morgen ist Montag - da nehme ich mir frei und hänge Familien-Wunschlisten auf - freue mich schon!

Eine schöne Woche euch allen,


Frau W aus F